Disziplin im Kindergottesdienst – Wenn Kids nicht wie du wollen

Disziplin im Kindergottesdienst – Wenn Kids nicht wie du wollen

 

Vorletzten Sonntag war es mal wieder soweit, ich hab ein Kind rausgeschickt: „Ab in den Gottesdienst zu deinen Eltern!“ Ganz ehrlich, ich hasse das. Ja – ein ganz schlimmes Wort, aber es ist so – für mich ist das „zu den Eltern schicken“ wirklich die letzte Lösung, aber manchmal hab ich das Gefühl, es geht nicht anders.

Bei uns ist es meist einer der älteren Jungs, der dann Schimpfwörter durch die Gegend schießt, der rülpst, der Furzgeräusche macht – wenn es um die Arche geht, die ganze Zeit Arsch sagt usw.

Man ejh.

Wenn ich dann unterbreche, zu ihm hingehe, meine Hände auf seine Schultern lege, passiert es manchmal dass er wirklich guckt und es dann wieder 10 Minuten geht. Aber manchmal eben nicht, dann guckt er nach oben und macht erst recht noch weiter.

Ich mag ihn. Wirklich. Er ist clever, das weiß ich. Ich hab schon tolle Gespräche mit ihm geführt. Aber er weiß, wie er von den anderen Kids – insbesondere den jüngeren Jungs – die Aufmerksamkeit bekommt und das genießt er.

Hey, jeder möchte Aufmerksamkeit, jeder möchte besonders sein. Aber ja, es ärgert besonders, wenn man weiß „Der hat das doch gar nicht nötig. Er könnte doch durch andere Sachen glänzen – besonders sein.“ Doch er hat verankert, dass diese Schiene funktioniert, um im Mittelpunkt zu stehen. Und ganz ehrlich wir als Kindergottesdienstmitarbeiter wissen auch, dass wir nicht diejenigen sind, die diesen Automatismus unterbrechen können. Vielleicht können wir so ein winziges Schräubchen stellen, vielleicht kleine lichte Momente schenken – aber jetzt in dem Moment… nicht wirklich.

Doch wie kann ich – wie kannst du – damit umgehen?

Finde heraus, warum es dich so ärgert

Du hast alles so gut vorbereitet. Du hast einen Zielgedanken, du hast meinen roten Faden und dann kommt dieses Kind und du kannst dein tolles Programm nicht durchziehen. Das ist doch Mist. Das kann doch jeder verstehen, dass es dich ärgert.

Manchmal geht es einfach nicht um dich und dein Konzept. Das kann toll sein doch, du arbeitest mit Menschen und da hat jeder sein eigenes Konzept. Du musst damit leben, dass du dein Konzept nicht durchziehen kannst.

Ich weiß, das ist hart. Es wirkt so unbefriedigend. Aber es ist nur so unbefriedigend, weil du für dich in deinem Konzept nur diesen einen Weg siehst.

Wer mit Menschen arbeitet, muss wissen, dass es immer viele Wege gibt.

Zumindest scheint es so. Du hast dir Zeit genommen. Du hast dir Mühe gegeben. Du investierst und nun soll das umsonst gewesen sein? Ärgerlich. Höchst ärgerlich.

Es war nicht umsonst. Ja – es kommen wahrscheinlich nicht die 100% an, die du dir beim Vorbereiten überlegt hast. Aber sorry, da müssen wir auch echt von wegkommen, dass alles genauso oder noch besser läuft, als wir es uns überlegt haben. Auch nicht mit Gott an deiner Seite. Gerade im Kindergottesdienst gibt es nicht nur schwarz weiß. Es war nicht alles Sch… Überlege dir, warum deine Vorbereitung nicht ganz umsonst war.

Die Nuancen im Kindergottesdienst sind es, die die Zeit bunt machen.

Das ist das, wo ich mich am meisten ärgere und ich frage mich oft, warum genau da – genau da, an dem Punkt, der mir am wichtigsten ist, ich gestört werde. Ich schaffe es sogar immer mal wieder die Kurve zu bekommen, aber innen drin, man ärgere ich mich da.

Und ganz ehrlich, weil es mich so getroffen hat, bin ich unbarmherziger. Wenn ich jetzt im Nachhinein raufgucke, weiß ich, dass ich nur so streng war, weil mein Höhepunkt gestört wurde.

Ich muss mir da immer sagen:

Mein Höhepunkt im Kindergottesdienst ist nicht für alle der Höhepunkt.

Das tut mir manchmal weh, aber so ist es. Für viele Kids ist das Basteln der Höhepunkt oder das Gespräch in der Kleingruppe oder das Singen.[Kennst du das? Du hast dir was ganz Tolles überlegt und dann machen die Kids nur Mist damit oder finden es langweilig.

So sind wir – so sind Menschen. Das, was ich toll finde, finden nicht alle toll. So komisch, dass wir das im Kindergottesdienst nicht akzeptieren. Letzten Sonntag war das nämlich genau der Punkt. Wir haben aus Pfeifenputzern Spinnen und Schildkröten gebastelt. Die Kids waren begeistert. Tja, nur ein Kind nicht. Grrrr … Warum ärgert mich das so? Alle Kids bis auf einen fanden es klasse.

80 ist die neue 100.

Das ist ein Satz, den ich für mich annehmen möchte, den ich inhalieren möchte, leben möchte. Ich glaube, dass ich dadurch glücklicher und zufriedener werde – denn ich bin ein 110% Mensch. Wenn du das nicht bist, ist 80 ist die neue 100 nicht dein Satz.Ist das so? Ist das nicht nur dein Blickwinkel? Sie werden doch nur gestört in dem, was du denkst wie es laufen soll. Ich kann das auch nur ganz schwer aushalten, aber wenn ich von außen auf die Situation gucke – die Kids haben gelacht, sie haben sich sogar ausgeschüttet. Einige haben in dem Pupskonzert mitgemacht. Sie hatten Spaß. Tja, aber es war nicht DEIN Spaß.

Ich frage dich (und mich) – eigentlich ist es doch der Punkt da oben: Ich würde in dem, was ich sagen wollte, gestört. Meine Ansicht, dass das was ich über Gott und Jesus erzählen wollte, ist doch viel wichtiger und anständiger als jetzt hier rumzurülpsen. Es passt nicht in unser Bild, wie der Kindergottesdienst abzulaufen hat.

Stimmt dein Bild?

Wer legt das fest? Ja, ich finde auf jeden Fall, dass auch ich mich wohlfühlen muss. Denn wenn ich mich im Kindergottesdienst nicht wohlfühle, im Setting, wie es läuft, wie die Lautstärke ist, wird meine Motivation sinken. Auch du bist Teil der Kinderkirche. Auch du darfst gut behandelt werden. Die Kids dürfen nicht auf dir und deinen Gefühlen rumtrampeln. Doch wie ist das mit dem „sich Wohlfühlen beim Vater“, dem „ein Leben mit Jesus macht Spaß“.

Ich versuche immer mehr anzunehmen, dass mein Spaß nicht unbedingt der Spaß der Kids ist und dazu möchte ich dich auch anregen.

Ist der Spaß der Kids wirklich so unpassend im Kindergottesdienst? Wer legt das fest, was ok ist und was nicht ok ist?

Was danach geschah

Nach dem Kindergottesdienst bin ich zu dem Jungen hingegangen und habe das Gespräch gesucht. Ich finde das wichtig, das Gespräch mit den Menschen, mit denen es nicht so gut läuft, zu suchen. Warum sollte ich das nur mit Erwachsenen machen. Und ich habe von mir erzählt, dass ich mir Mühe gegeben habe. Ich habe ihn um Rat gefragt, was ich tun kann, damit es ihm mehr Spaß macht.

Nein – es kamen da keine glorreichen Ideen, aber ich glaube, er hat gemerkt, dass ich ihn ernst nehme und ihn nicht runtermache und beschimpfe und ich hoffe, dass das der richtige Weg ist.

Ebenso habe ich das Gespräch mit seiner Mutter gesucht. Ich habe ihr gesagt, dass ich mit ihrem Sohn gesprochen habe, dass es leider nicht so optimal lief, aber dass ich mich freue, wenn er da ist. Und ich habe sie gefragt, ob sie Lösungsvorschläge hat. Ich habe die Erleichterung gespürt, dass es keine Meckerei auf ihren Sohn gab. Auch das ist für mich mein Auftrag – zusammen mit den Eltern zu arbeiten. Niemandem bringt es etwas, wenn ich mich über die Kids aufrege. Denn wir haben das gleiche Ziel, dass unsere Kids gerne in die Gemeinde kommen und das sie Jesus als Freund und Gott als tollen Vater erleben.

Weihnachten im Kindergottesdienst – ein Stationsspiel

Weihnachten im Kindergottesdienst – ein Stationsspiel

Jedes Jahr auf’s Neue müssen sich die Mitarbeiter etwas Neues für den Kindergottesdienst für Weihnachten überlegen. Auch mir geht es so.

Dieses Jahr gibt es als Abschluss -Kindergottesdienst ein Stationsspiel.

Ziel:

  • den Kids einen tollen Abschluss-Weihnachtskindergottesdienst bescheren
  • Stationen, wo für alle Kids etwas dabei ist

Die Stationen spiegeln, worum es oft nur an Weihnachten geht.

  • Weihnachtslieder,
  • Spiele,
  • Baum besorgen und schmücken,
  • Familie besuchen, gerade an Weihnachten darf man nichts falsch machen, weil sonst der Haussegen schief hängt,
  • Geschenke,
  • Weihnachtsmarkt,
  • basteln.

Weihnachten bastelnDaran ist natürlich nichts auszusetzen, deswegen wollen wir in den Stationen bewusst das Augemmerk auf diese Dinge richten.
Höhepunkt erreicht aber unser Kindergottesdienst im gemeinsamen Abschlussplenum.
Wir wollen mit den Kids darüber sprechen, was sie die letzte Stunde alles erlebt haben und herausfinden, was sie alles so an Weihnachten freut.
Doch dann möchten wir auf das lenken, worum es eigentlich geht – um Jesus.
Darum, dass er auf die Erde kam, als Baby. Er sich klein macht für uns.

Wir haben diese Adventszeit mit vielen Dingen gefüllt, auch die Kids merken das und oft geht es um alles mögliche, doch nicht um Jesus.
Da wir die Weihnachtsgeschichte an den letzten Sonntagen schon kreativ erarbeitet haben, müssen wir das nicht noch einmal machen. Wir wollen aber 1 Minuten bewusst nutzen, um nun nach den Weihnachtsstationen zur Ruhe zu kommen. Stille tut gut. Auch Kindern. Wenn die Kids sich hinlegen wollen, lasst sie. Wir gestalten unseren Kindergottesdienst auf Teppichen, so ist das gut möglich.

Wir werden dazu vielleicht von Tom Klein das Lied „Jesus, Wunder von Weihnachten“ abspielen.

Ganz bewusst haben wir, keinen Laufzettel gemacht, wo man alle Stationen absolvieren muss, sondern es als Wunschzettel formuliert – so dass jeder das machen kann, wozu er Lust hat.

Welche Stationen gibt es (natürlich könnt ihr sie auch anders füllen, ich habe die Titel flexibel gestaltet):
  1. Das große Naschen (es gibt wohl keine Zeit, wo soviel genascht und gebacken wird, wie an Weihnachten – wir schnappen da nach Schokoladenbrezeln – einfach an eine Schnur – und los geht‘s
  2. Heute wird der Baum geschmückt. wir bekleben Weihnachtskugeln mit Transparentpapier und haben Styroporkugeln, um sie mit Pailletten zu bestücken.
  3. Bloß nix falsch machen – an Weihnachten haben viele Angst, wenn man zusammen trifft und man darf nix falsch machen – auch den Kids wird gesagt, dass sie sich nehmen sollen – wir lesen dort die Weihnachtsgeschichte vor und bauen Fehler ein. Wer wohl alle herausfindet?
  4. Spiele – bei uns wird an Weihnachten immer gespielt, Kinder wünschen sich Spiele – bei uns ist dort die Krabbelecke für die Kleinen.
  5. Wer hat die meisten Geschenke – wir haben dort viele Geschenke und man muss auf Zeit die Geschenke stapeln. Wer schafft es am schnellsten?
  6. Weihnachtslieder – dort singt ein Mitarbeiter Weihnachtslieder, Noten liegen aus. Eventuell kommt ein Cello dazu und es kann mitgesungen werden.
  7. Weihnachtsmarkt – dort gibt es Kinderpunsch.
  8. Der perfekte Weihnachtsbaum – puh, was es da für Geschichten gibt, wie der Baum aussehen muss, wie groß er ist … – wir haben dort ein Memory mit verschiedenen Weihnachtsbäumen erstellt.
  9. Still sein vor der Bescherung – da bei uns parallel der Gottesdienst ist, gibt es einen Raum, wo die Kids oft durch müssen, um überall hinzukommen, der aber direkt am Gottesdienstraum liegt – dort dürfen sie nicht reden :).
  10. Familienfoto – auch der Klassiker – wir haben dort Hüte und es dürfen Fotos zusammen gemacht werden.
  11. Ich muss mich noch schön machen – auch oft nervig, weil man in den schönsten Klamotten am Weihnachtsbaum sitzen muss, Leute Besuchen darf und nie bequeme Sachen an hat. Bei uns ist dort eine Schminkstation.
  12. Unser Haus wird dekoriert – dort basteln wir grosse Sterne, z.B. aus Butterbrottüten.

Vielleicht inspiriert euch ja unser Weihnachtsstationslauf – unser Stationsspiel.

 

"Stationsspiel Wunschzettel"

Hier kannst du ein A4 Blatt mit 2 A5 Wunschzettel für den Stationslauf downloaden.

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"Stationsspiel Erklärung"

Hier kannst du den Text der oben steht, mit den Stationslauf – Erklärungen und dem Ziel als A4 Zettel herunterladen.

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"Stationsspiel - Plakate"

Hier kannst du im
A3 Format Plakate für den Stationslauf downloaden. Jede Station ein Plakat und eine A3 Seite mit allen Stationen als Übersicht.

Euer passendes Konzept für den Kindergottesdienst – Teil 4 – WAS

Euer passendes Konzept für den Kindergottesdienst – Teil 4 – WAS

Jetzt kommt der spannende Moment. Jetzt ist er endlich da.

Jetzt ist der Moment, wo die meisten eigentlich schon durch sind, schon alles erledigt haben, obwohl noch gar nicht klar war, wer das WER war und was das WARUM war und ob das WIE optimal ist. Es geht um das WAS.

Du weißt nicht, was mit Wer, Warum und Wie gemeint ist – dann lies erst diese Artikel:

Es geht um das: „Was machen wir heute konkret im Kindergottesdienst?“

Vieles bei dem „Was“ hängt davon ab, wie ihr Kindergottesdienste plant. Ich unterscheide einfach mal grob in 2 Richtungen.

  1. Ihr habt einen Plan und geht nach einem Heft oder Buch und du bist mit einer bestimmten Lektion dran
  2. Ihr sitzt alle paar Wochen zusammen oder du allein mit dir und überlegt, was denn so die nächsten Male oder das nächste Mal im Kigo laufen kann.

Hier ist natürlich der Vorteil, dass meist sehr kreative und auch kompetente Menschen vorgedacht haben. Doch so ein vorgefertigter Plan verleitet auch, nicht so tief in die Materie einzutauchen und natürlich ist es auch Quatsch alles neu zu erfinden. Dennoch, schau, ob das Warum wirklich für dich passt, denn wenn du den Zielgedanken um wirfst, passt meist der ganze Rest auch nicht mehr und du darfst dich auf das „Was mache ich denn nun wirklich im Kindergottesdienst stürzen.

Mir persönlich fällt es schwer nach einem Plan, den sich wer anderes überlegt hat, zu arbeiten. Aber ich genieße die vielen Sachen im INternet oder auch in Büchern, die es gibt, um mich inspirieren zu lassen. Doch das frisst oft sehr viel Zeit.

Doch wie gehst du nun am besten vor, wenn du schon ein vorgefertigtes Programm hast?  

1. Schau, inwieweit für dich die biblische Geschichte mit dem Zielgedanken übereinstimmt.

  • Was hat der Schreiber sich dabei gedacht?
  • Wo genau kommt denn in der Geschichte der Zielgedanke vor?
  • Erzähl nicht einfach die Geschichte, sondern fühl dich rein in das Warum. Erst, wenn du das hast, dann mach weiter.
  • Solltest du den Zusammenhang zwischen der Geschichte und dem Zielgedanken nicht finden, dann such dir entweder eine andere Geschichte oder einen Zielgedanken, der zur Geschichte passt und der deine Kindergottesdienst-Kinder trifft.

Mir ist es so wichtig, dass wir davon wegkommen, als höchstes Ziel in der Kinderkirche das „Kindersollen Geschichten der Bibel kennenlernen“, zu haben. Gott ist ein persönlicher Gott. Also lasst uns die Geschichten persönlich werden lassen. Das geht nur, wenn der Zielgedanke klar ist.

2. Zielgedanke und Geschichte passt?

Super. Weiter geht’s mit den nächsten vorgeschlagenen Programmpunkten.

  • Sind sie zielgedanken-passend?
  • Kannst du damit was anfangen? Nutze sie.
  • Etwas passt nicht? Schmeiß es raus.

3. Orientiere dich an deinem „Wie-Ablauf“ und setze die Bausteine, die du hast zusammen.

Was du dann noch tun kannst, um dir dein eigenes Ding zu erarbeiten erfährst du unter „Kindergottesdienstplanung zusammen im Team“.

Ich liebe es im Team zusammen zu überlegen, was denn so als nächstes für die Kids und uns dran ist. Dabei starte ich gern, dass ich davor schon mit Mitarbeitern ins Gespräch komme. Auch durch die Gespräche mit den Eltern kommen Ideen, was denn so „dran“ ist. So ist uns meistens, wenn wir uns treffen schon klar, was so das Oberthema sein wird. Derzeit ist das bei uns das Thema „Freundschaft“. Eltern kamen zu mir und sagten, dass ihre Kids nicht wirklich Freunde haben, sie deswegen nicht so gerne kommen.

Und jetzt wieder – an dem Punkt startet man oft, was für Geschichten kennen wir denn aus der Bibel zum Thema Freundschaft. Doch da heißt es auszuhalten und erst zu überlegen, was wollen wir denn den Kids sagen. Und so formulieren wir erst die „Warums“ die Zielgedanken. Wir legen da einen roten Faden von Zielgedanken, der in sich schlüssig ist. Beim Thema Freundschaft war uns klar, dass es halt erst einmal darum geht, sich selbst anzunehmen, denn nur wenn ich mich selbst mag, kann ich auch drauf vertrauen, dass andere mich mögen und so bin ich für Freundschaften offener.

Wir sind dann auch erst einmal in einen Austausch eingestiegen.

  • Wie kann man denn in der Gemeinde überhaupt Freundschaften pflegen?
  • Wie können wir im Kindergottesdienst da unterstützen?
  • Wie entstehen überhaupt Freundschaften?

Du siehst, alles noch gar nichts zum Thema des „WAS“. Klar hätte man auch schnell bei David und Jonathan landen können, doch dann wäre das „wie“ vor dem „warum“ und schon bist du nicht mehr bei den Kids – dem „wer“.

Wenn dein Zielgedanken-roter-Faden fertig ist, dann starten wir mit dem Brainstorming.

Alles ohne Wertung. Alles darf genannt werden. 

  • Geschichten die einfallen,
  • Spiele,
  • Bastelsachen,
  • Lieder,
  • andere Kreativideen.

Manchmal kristallisiert sich dann heraus, ob es z.B. eine Sache gibt, die sich durch die Themenreihe durchzieht. Z.B. beim Thema Freundschaft ist uns schnell klar geworden, dass wir mit jeder Gruppe irgendwie ein Haus bauen/basteln wollen, welches von Woche zu Woche mit den Themen vervollständigt wird – das Fundament, was sind die Stützen, wer ist in dem Haus, welche Räume usw.

Und dann geht es an den Feinschliff – wie soll welcher Kindergottesdienst konkret aussehen. Auch da haben wir immer das „wer“ im Blick. Wir haben z.B. 3 Teens die jeweils einen Charakter als Handpuppe spielen. Doch was bringt es, sich da eine Idee zusammenzuwurschteln, was den Zielgedanken trifft, wenn diese Person nicht da ist?

In dem Brainstorming kam bei uns heraus, dass wir uns näher mit den Jüngern beschäftigen wollen. Ich muss gestehen, davor habe ich null daran gedacht, aber das ist das, was sich dann im Brainstorming ergeben hat.

  • Sie waren unterschiedlich – wie wir.
  • Sie hatten ein Ziel – warum sind wir eigentlich hier.
  • Sie waren alle auf ihre Art und Weise liebenswert.
  • Sie haben gestritten, sie haben sich versöhnt.
  • Jesus nahm sie an.

Fundament im KindergottesdienstBei uns schreibt jeder mit. Dennoch ist es mir wichtig, dass das Ganze, was erzählt worden ist, in eine Form zu bringen. Ich nenne es Bausteine für den Kindergottesdienst.

Dabei:

  • surre ich den Zielgedanken noch einmal fest.
  • Benenne die Fokusworte.
  • Sammle die Liedvorschläge und gebe Impulse, wie man sie einleiten kann.
  • Zähle Spielmöglichkeiten, Interaktionsmöglichkeiten, Bastelmöglichkeiten auf, die auf den Zielgedanken zugeschnitten sind.
  • Erstelle einen Leitfaden für das Gespräch mit den Kids.
  • Schlage ein Startspiel vor und schließe mit einem Ende ab.

Natürlich klappt nicht alles immer so, wie man sich das vorstellt.

  • Es fallen Leute aus, auf einmal ist etwas länger oder kürzer als man dachte.
  • Jemand hat etwas vergessen, es kommen zu viele oder zu wenig Kids.
  • Der Gottesdienst geht kürzer als erwartet und Eltern stürmen rein.
  • Irgendwer hat einfach ’nen schlechten Tag.
  • Du hattest nicht so viel Zeit etwas vorzubereiten, wie du eigentlich wolltest.

So ist das nun mal, aber wir haben das für uns beste gegeben, um den Kids ganz nah zu sein, um sie für Gott zu begeistern.

Es geht nicht um das „was“ es geht um das „warum“. Doch wenn du das Warum vor Augen hast, dann ist das „was“ gar nicht mehr so schwer. Ich versprech’s dir :).

Du möchtest davon berichten, wo ihr mal ein ganz tolles „Was“ hattet? Dann immer ran und kommentiere unten. Ich freu mich.

 

Du und dein Kindergottesdienst profitierst von den Sachen die ich schreibe? Du möchtest, dass es weiter Artikel gibt von deinem Kindergottesdienst-Coach? Dann spende. Wieviel, ist ganz dir überlassen.

DANKE sagt Katrin Schneller, dein Kindergottesdienst-Coach

 

Euer passendes Konzept für den Kindergottesdienst – Teil 3 – WIE

Euer passendes Konzept für den Kindergottesdienst – Teil 3 – WIE

Nein, es geht immer noch nicht um die Inhalte. Ich weiß, du wartest darauf – auf diese „Wann kann ich endlich meiner kreativen Ader freien Lauf lassen. Doch nach dem WER und dem WARUM kommt erst noch das WIE. Klick auf die Wörter, um die jeweiligen Artiekl dazu zu lesen.

Doch keine Sorge, das „WIE“ muss nicht jeden Sonntag auf’s Neue großartig durchgekaut werden, aber es lohnt sich, da immer mal wieder genauer hinzuschauen.

Bei dem WIE geht es um den Ablauf.

Habt ihr einen bestimmten Ablauf? Wann habt ihr das letzte Mal darüber nachgedacht, ob diese Abfolge noch sinnvoll ist? Wenn es bei dir in der Kinderkirche nicht so läuft, wie du es dir vorstellst, kann es an dem „Wie“ liegen.

Wie sitzen die Kinder?

  • Hat jedes Kind genug Platz.
  • Sitzen sie bequem, aber nicht zu bequem.
  • Sind Störelemente entfernt – Jacken, Taschen usw. müssen nicht bei den Kids liegen.
  • Ist es hell genug und nicht zu warm oder kalt.
  • Kann jedes Kind gut sehen und auch hören.

Wie und wo sind die Mitarbeiter verteilt?

  • Haben sie Kontaktnähe zu den Kids. Manchmal reicht es aus, direkt hinter verhaltenskreativen Kindern zu sitzen. Die berühmte Hand auf der Schulter ist da manchmal Gold wert – aber die kann nur gelegt werden, wenn man da auch sitzt. Dann erst hinlaufen zu müssen oder aus der Entfernung „psst“ oder so machen zu müssen, stört meist noch mehr.
  • Sitzen sie gut verteilt.
  • Sitzen sie nicht privilegiert. Nichts ist ungerechter, wenn die Mitarbeiter auf Stühlen sitzen dürfen, nicht mitmachen, quatschen, sich anlehnen dürfen und Kids dürfen es nicht. Mitarbeiter die nur auf richtigen Stühlen sitzen können, auf Grund ihrer Gesundheit sind a natürlich ausgenommen.

Wie ist das Ankommen gestaltet?

  • Kids brauchen etwas zum Ankommen. Sei es ein Spiel oder ein Frage. Ich finde dabei wichtig, dass es etwas ist, wo man erst einmal mitmachen kann oder nicht. Auch wenn ein Kind erst einmal nicht mitsingt, ist das nicht schlimm. Lass es ankommen. Ich persönlich brauche das auch. Ich stehe bei der Ankommensphase auf ein Spiel. Meist von Vorne oder in 2 Gruppen, wo man mitmachen kann oder nicht. So einfache Spiele wie Montagsmaler, Jengaturm, Pantomime raten sind da ganz gute Richtwerte (und natürlich gleich in Verbindung zum Thema).

Wie ist die Abwechslung zwischen zur Ruhekommen und Austoben gestaltet?

  • Für mich kommt das Toben nicht zum Schluss, weil gerade die Jungs brauchen das mal. Dadurch entsteht leicht ein „erst die Arbeit, dann das Vergnügen“, das ist schade. Ich würde auch nie mit einem Spiel belohnen. Jeder Moment im Kindergottesdienst hat für die Kids einen Wert, wenn es in guter Balance ist. Wenn die Kids durch ein Lied z.B. richtig ausgepowert werden, dann freuen sie sich (und ich mich auch :)), wenn sie danach auch zur Ruhe kommen können. Meist mache ich das auch gleich im Lied. Ich ende nicht laut – ich ende leise. Aber davor ging es karachomäßig ab.
  • Auch in einer biblischen Geschichte kann es turbulent zugehen und ehrlich gesagt sind die meisten biblischen Geschichten sehr dramatisch. Koste es aus, dieses Austoben und zur Ruhekommen. Und wer dabei was macht – das habt ihr ja schon beim „WER“ geklärt.

Wie kann es persönlich werden?

  • Dabei geht es nicht nur um die Kids, sondern auch um dich. Für mich sind das die heiligen Momente, wo es zwischen mir und den Kids privat wird. Ich schaue, immer, wo ist dieser Augenblick, wo irgendjemand von uns Mitarbeitern etwas von sich erzählen kann, was die Kids verstehen. Ich finde das wichtig, um den Kids zu signalisieren, ich bin wie du. Dabei geht es nicht um eine globale Aussage wie „ich hab auch manchmal Angst“, sondern denk nach, wo hast du genau das gefühlt, was der Zielgedanke (das Warum) aussagt.
  • Wenn du konkret und ehrlich von dir erzählst, werden die Kinder das auch tun. Als wir z.B. über das Thema lügen erzählt haben, haben unsere Kids am Anfang erzählt „ich lüge nie.“ Ah ja. Es ist halt das, was uns vermittelt wird, dass es richtig ist. Als ich dann von einer Lüge erzählt hab – von mir, wurde es still und dieser heilige Moment entstand, wo auch die Kids ehrlich von sich erzählt haben. Und dann wird nicht gewertet. Denn darum geht es nicht. Sondern wir nehmen wahr – vor Gott und hier können wir ehrlich sein.

Wie findet Interaktion statt?

  • Interaktion zwischen den Kids und Interaktion zwischen dir als Mitarbeiter und den Kindern. Dabei geht es nicht nur um das Gespräch. Wenn du bastelst, wenn ihr spielt, findet Interaktion statt. Doch die Frage liegt bei dir, wie diese Interaktion stattfindet.
  • Du kannst dein „Einfach spitze Lied“ von Vorne einfach runterrasseln, oder du kannst das interaktiv gestalten, indem du fragst: „Was wollen wir jetzt einsetzen? Was für eine Bewegung machen wir? Heute nehmen wir mal ganz andere Sachen als klatschen, stampfen, schnipsen, drehen und tanzen. Heute nehmen wir mal Sachen, die zum Aufstehen passen, denn da bin ich oft gar nicht liebenswert (wenn der Zielgedanke z.B. ich bin liebenswert ist).“ Manchmal habe ich den Eindruck, dass wir denken, ach das läuft schon irgendwie, aber schau dir dein Programm an und realisiere wieviel Interaktion wirklich läuft. Die meisten Kids lieben Interkation

Wie kann das Kind positiv nach Hause gehen?

  • Das ist mein Anspruch, dass die Kids nicht mit der Moralkeule nach Hause gehen, so diese „Was du nun daraus lernen“ sollst, sondern mit freudigen Herzen.
  • Schau dabei nochmal auf deinen Zielgedanken. Ist er positiv formuliert? Manchmal machen da kleine Wortaustauschungen schon richtig viel aus. Es ist ein Unterschied ob ein Kind nach Hause geht mit „Du darfst ehrlich sein“ oder im Hirn mit „Du musst ehrlich sein.“
  • Endet ihr mit einem Spiel, gibt es vielleicht Gewinner und Verlierer. Manchmal kann das ein echt schlechter Abschluss sein. Macht den Sack zu am Ende.

Wie finden der Auf- und der Abbau statt und ist Zeit zum kurzen Austausch, Feedback.

  • Ja, auch das gehört dazu. Es ist ärgerlich, wenn es immer die gleichen sind und nicht darüber gesprochen wurde. Für mich z.B. ist es klar, dass ich eine Stunde vorher da bin. Ich brauch das, um mich zu finden, mir macht das nichts aus, aber das wurde vorher so abgesprochen. Ich freu mich, wenn die Teens dann ne halbe Stunde länger schlafen durften. Manche vertreten, dass gerade junge Mitarbeiter genauso das mitmachen müssen. Ja – aber es muss drüber geredet werden. Ich merke, ich habe mehr davon, es nicht so zu tun und freue mich über tatkräftige Unterstützung beim Abbau.

Des Weiteren darfst dich natürlich auch fragen:

  • Wie erfahren die Eltern heute, was wir im Kindergottesdienst erlebt haben?
  • Wie muss am günstigsten der Raum gestellt werden?
  • Wie setze ich unser Budget am vorteilhaftesten ein?
  • Wie erreiche ich die älteren Kids, wenn die Kleinen mal nicht hinterherkommen?
  • Wie verbessere ich meine kindgerechte Sprache?
  • Wie bekomme ich Emotionen rüber, dass die Geschichten lebendig werden?
  • Wie erkläre ich ein Spiel?
  • Wie integriere ich die Lieder, dass es passt und dass sie nicht ständig sich hinstellen und wieder hinsetzen müssen?
  • Und und und…

Doch du siehst schon, dass sind dann ganz konkrete Sachen, wo sich eine Schulung dann auch lohnt. Wann hattet ihr die? Schulungen sind wichtig. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, auch nicht im Kindergottesdienst.

 

Euer passendes Konzept für den Kindergottesdienst – Teil 2 – WARUM

Euer passendes Konzept für den Kindergottesdienst – Teil 2 – WARUM

Im letzten Artikel ging es um das „WER“. Ich habe euch erzählt, dass wir zwar ein tolles Konzept hatten, welches auch am Anfang funktioniert hat, aber dann aufgrund der Veränderungen nicht mehr. Also ging es darum die Struktur zu verändern und genau hinzuschauen, wer ist denn da als Mitarbeiter.

Doch um gemeinsam am gleichen Strang zu ziehen reicht es ja nun nicht zu wissen, wen wir als Mitarbeiter haben und zu wissen, was jeder gut kann.
Und jetzt kommt der wichtige Knackpunkt, der meines Erachtens nach viel zu oft falsch gemacht wird.
Das, was du jetzt liest, sollte, nachdem du weißt, wer denn als Mitarbeiter dabei ist, die allererste Frage sein, wenn die Kindergottesdienstplanung losgeht.

Es ist die Frage nach dem Warum – warum mache ich heute – und nächsten Sonntag den Kindergottesdienst. Diese Frage muss dein Konzept im Kindergottesdienstdienst beantworten können.

Dabei geht es hier nicht um deine Motivation als Kindergottesdienstmitarbeiter, dazu habe ich HIER schon einen Artikel geschrieben. Lies ihn, wenn du dir gar nicht sicher bist, ob du am richtigen Platz bist. Sondern es geht um das, warum mache ich jetzt am Sonntag Kindergottesdienst, warum müssen die Kids genau das hören sollen.

Tja und vielleicht merkst du jetzt schon, dass es nicht reicht, dass du weißt „Wer gestaltet den Kindergottesdienst?“ oder „Wer sitzt denn da?“. Sondern es geht um mein Lieblingsthema den Zielgedanken. Erst wenn du den hast, dann wirst du es schaffen klaren, strukturierten, Kindergottesdienst zu gestalten.

Die meisten Kindergottesdienste laufen so ab, dass es bestimmte Abläufe und Rituale gibt. Super. Dieser Ablauf beinhaltet in unterschiedlicher Abfolge:

  • Lieder
  • Gebet
  • Biblische Geschichte
  • Basteln
  • eventuell noch Spiel, Gespräch, Handpuppenstück

Alles gut – doch die Frage ist, richten sich ALLE diese Dinge aus nach dem „Warum“?

Wenn nicht, hast du sicher dennoch ein buntes tolles Programm:

  • das Basteln hat etwas mit der Geschichte zu tun,
  • die Lieder singt man, weil sie Spaß machen, auflockern, gute Botschaften haben
  • das Beten gehört halt dazu und ich kann noch kurz was zur Geschichte sagen, was ich davor nicht rüberbringen konnte
  • die Handpuppe – weil es toll ist, die Kids sich freuen und wir ja so kreativ sind
  • das Spiel – naja was Auflockerndes gehört dazu, die Jungs brauchen das, damit sie sich austoben können.

Doch vielleicht sehnst du dich nach mehr? Ich tu das. Mir ist das so zu langweilig, auch wenn es ein guter Weg ist. Ich sehne mich danach die Kids tiefer zu erreichen und ich habe für mich gemerkt, dass ich dann um die „Warum“-Frage nicht drum rum komme.

In vielen kreativen Ausführungen, die es in Büchern oder als pdfs gibt, wird das auch so getan. Ganz am Anfang steht immer ein Zielgedanke. Aber die Frage ist, hast du diesen Zielgedanken im Blick? Dieser Zielgedanke ist das, womit du die Woche vorher „schwanger gehen“ sollst. Und wenn der Zielgedanke in deinem Arbeitsmaterial für dich nicht passt, für deine Kids nicht passt – ja dann überlege dir DEINEN Zielgedanken. Wenn du mehr zum Thema Zielgedanken lesen möchtest, findest du hier in diesem Artikel etwas dazu.

Tja und dann geht es los. Automatisch wirst du z.B. wenn der Zachäus dran ist nicht mehr den Baum basteln, wo der Zachäus drin sitzt, sondern dir wird es wichtiger sein deinen Zielgedanken zu vertiefen. Bei uns war Sonntag Zachäus dran und der Zielgedanke war: Ich bin liebenswert! Sorry, was passt da eine Bastelei von Zachäus im Baum. Klar, kann man auch sagen, wenn ihr ihn seht, dann wisst ihr, dass Jesus ihn lieb gehabt hat… aber ich möchte so gern tiefer gehen. Und so ist die Postkarte entstanden.

Jedes Kind hat sie bekommen und wir sind im Gespräch all diese Eigenschaften durchgegangen und die Kids haben ihre Karte angekreuzt. Ich hatte die 7-9-Jährigen Mädels und bei den Begriffen „wundervoll“ wollte ein Kind den Smiley nicht ausmalen. Und ich fragte: „Wieso malst du den nicht aus?“ „Ja, bin ich das denn?“ „Natürlich!“ antwortete ich aus voller Überzeugung. „Ehrlich?“ „Aber sowas von.“ Und ein Strahlen ging über das Gesicht des Mädchens.

Wenn dir das Warum – der Zielgedanke im Herzen und im Hirn ist, dann wirst du versuchen deine gesamte Stundenplanung danach auszurichten.

Ebenso haben wir das Lied „Spar dir deine Sorgen“ von Mike Müllerbauer gesungen. Ja – ein cooles Lied, doch ich erzählte davor, dass ich mich gar nicht liebenswert gefühlt habe, als ich so 10 Jahre alt war, weil ein bestimmtes Mädchen aus meiner Klasse nicht meine Freundin sein wollte. Eine Stille im Raum der Kids „Kennt ihr das?“ Nicken im Raum. Spannung.
Warum? Ich erzähle von ihnen. Die Kids trifft mein „Warum“ mitten ins Herz. Das passiert leichter, wenn mein „Warum“ für mich klar formuliert ist. Und das kann ich nur, wenn ich weiß, „WER“ vor mir sitzt und was sie brauchen.

Im Übrigen werden bei uns bei der Planung erst die Zielgedanken gesucht und dann wird geschaut welche Geschichte genommen wird – aber ich weiß, dass das in den meisten Gemeinden nicht möglich ist, weil man nach einen bestimmten Plan arbeitet.

Die Frage nach dem Warum ist die, für die ich mir am meisten Zeit nehme bei der Vorbereitung des Kindergottesdienstes. Diesen Zielgedanken kurz, bündig und kindgerecht zu formulieren, ist für mich eine Kunst. Aber wenn ich ihn habe, dieses „Warum werde ich am Sonntag Zeit mir den Kids verbringen“, dann geht mir die Planung von Geschichte, welche Lieder wir singen, was gespielt und gebastelt wird viel leichter von der Hand und irgendwie macht das alles für mich dann viel mehr Sinn.

Probier es aus.