Gott, der Vater – ein Liebesbrief an sein Kind

Gott, der Vater – ein Liebesbrief an sein Kind

Kennst du das? Du möchtest es richtig machen. Ich habe im Laufe meines Christseins viele Phasen durchlebt. Meine Gottesbilder haben sich verändert, obwohl Gott immer der Selbe ist. Und manchmal beschleicht mich die Angst:

Was ist, wenn ich den Kids ein falsches Bild von unserem großartigen Gott vermittle?

Ich habe heute eine Zusammenstellung von Bibelstellen gefunden, die ich dir gerne weitergeben möchte.

Es sind Bibelstellen, die erzählen,

  • wie Gott ist
  • was Gott sich für seine Kinder vorgestellt hat
  • wie er liebt
  • was er sich für seine Kinder wünscht
  • worauf wir vertrauen können
  • usw.

Mir ist bewusst geworden, wenn ich mir immer wieder vor Augen führe, was die Bibel über Gott in Bezug auf seine Kinder sagt, brauche ich keine Angst haben.

Die Bibel ein Liebesbrief Gottes. Gott liebt uns. Jeden Menschen.

Ich möchte das nicht als Selbstverständlichkeit sehen, sondern mir diese Großartigkeit immer wieder neu vor Augen führen. Ich muss ihn dafür nicht ganz begreifen, ich darf es einfach annehmen.

Gott kann jedem Menschen anders begegnen, und er begegnet auch den Kids in deinem Kindergottesdienst auf unterschiedliche Art und Weise. Und du darfst da dabei sein und Hilfestellung geben. Doch dafür ist es wichtig, was du für ein Bild von Gott hast. Ist er

  • heilig
  • mächtig
  • distanziert
  • liebevoll
  • gerecht
  • weit weg
  • ganz nah
  • voller Zorn
  • voller Liebe
  • geduldig
  • wie eine Mutter, ein Fels, eine Burg?

Ja. Ja, das alles ist er. Und so können wir ihn in uns entdecken. Du Frage ist, was möchtest du, dass die Kids in dir entdecken und somit Gott?

Ich möchte dich heute ermutigen, darüber nachzudenken, wie und wer Gott für DICH ist. Und dann gehe in den Sonntag zu deinen Kids und erzähle von IHM, was und wer ER für dich ist.

Denn so kommt ER dir und den Kids ganz nah.

Der Liebesbrief Gottes in Bibelstellen

Mein Kind,

Ich kenne dich durch und durch (Psalm 139,1)
Ich weiß, wann du dich hinsetzt und wann du aufstehst. (Psalm 139,2)
Dein ganzes Leben ist mir vertraut. (Psalm 139,3)
Selbst die Haare auf deinem Kopf sind alle gezählt. (Matthäus 10,29-31)
Du bist als mein Ebenbild geschaffen. (1. Mose 1,27)
Durch mich allein lebst und handelst du, ja, mir verdankst du alles, was du bist. (Apostelgeschichte 17,28)

Ich habe dich schon gekannt, ehe ich dich im Mutterleib bildete. (Jeremia 1,4-5)
Ich habe dich bereits im Augenblick der Schöpfung erwählt. (Epheser 1,11-12)
Du bist kein Zufallsprodukt. (Psalm 139,15)
Alle Tage deines Lebens habe ich in mein Buch geschrieben. (Psalm 139,16)
Ich habe bestimmt, wie lange und wo du leben sollst. (Apostelgeschichte 17,26)
Ich habe dich wunderbar geschaffen. (Psalm 139,14)
Ich habe dich im Leib deiner Mutter gebildet. (Psalm 139,13)
Von Geburt an bin ich dein Halt. (Psalm 71,6)


Mein Bild wurde durch Menschen verunstaltet, die mich nicht kennen. (Johannes 8,41-44)
Ich bin kein ferner und kein zorniger Gott. Ich bin die Liebe in Person. (1. Johannes 4,16)
Ich will dich mit meiner Vaterliebe beschenken. (1. Johannes 3,1)
Einfach, weil du mein Kind bist und ich dein Vater bin. (1. Johannes 3,1)
Ich gebe dir mehr, als dir dein irdischer Vater je geben könnte. (Matthäus 7,11)
Denn ich bin der vollkommene Vater. (Matthäus 5,48)
Alles Gute, was du empfängst, kommt eigentlich von mir. (Jakobus 1,17)
Denn ich sorge für alle deine Bedürfnisse. (Matthäus 6,31-33)
Ich meine es gut mit dir und gebe dir Hoffnung und Zukunft. (Jeremia 29,11)
Weil ich dich schon immer geliebt habe. (Jeremia 31,3)


Meine Gedanken über dich sind zahlreicher als der Sand am Meer. (Psalm 139,17-18)
Wenn ich an dich denke, dann juble ich. (Zefanja 3,17)
Ich werde nie aufhören, dir Gutes zu tun. (Jeremia 32,40)
Du bist in besonderer Weise mein Eigentum. (2. Mose 19,5)
Ich will dir mein Land geben und alles, was darin ist. (Jeremia 32,41)
Ich will dir große und geheimnisvolle Dinge zeigen. (Jeremia 33,3)


Wenn du mich von ganzem Herzen suchst, wirst du mich finden. (5. Mose 4,29)
Freue dich über mich; ich werde dir alles geben, was du dir von Herzen wünschst. (Psalm 37,4)
Denn ich bin es, der beides in dir bewirkt: den Willen und die Kraft, zu tun, was mir gefällt. (Philipper 2,13)
Ich kann viel mehr tun, als du dir vorstellen kannst. (Epheser 3,20)
Ich tröste und ermutige dich, und ich gebe dir Kraft. (2. Thessalonicher 2,16-17)
Meine Barmherzigkeit ist grenzenlos.(2. Korinther 1,3)


Wenn du mich rufst, höre ich dich und rette dich aus jeder Not. (Psalm 34,18)
Wie ein Hirte für seine Schafe sorgt, so sorge ich für dich und leite dich. (Jesaja 40,11)
Eines Tages werde ich alle deine Tränen trocknen. (Offenbarung 21,3-4)
Ich werde jeden Schmerz wegnehmen, den du auf dieser Erde erlitten hast. (Offenbarung 21,4)


Ich bin dein Vater und ich liebe dich genauso, wie meinen Sohn Jesus. (Johannes 17,23)
Meine Liebe zu dir zeigt sich in Jesus. (Johannes 17,26)
Er ist ganz und gar mein Ebenbild. (Hebräer 1,3)
Er ist gekommen, um zu zeigen, dass ich für dich bin und nicht gegen dich. (Römer 8,31)
Und um dir zu sagen, dass ich dir deine Sünden nicht länger anrechne. (2. Korinther 5,18-19)
Jesus ist gestorben, damit du und ich versöhnt werden können. (2. Korinther 5,18-19)
Sein Tod ist der höchste Ausdruck meiner Liebe zu dir. (1. Johannes 4,10)
Ich habe alles aufgegeben, was ich liebe, um deine Liebe zu gewinnen. (Römer 8,32)
Wenn du meinen Sohn Jesus annimmst, nimmst du mich an. (1. Johannes 2,23)
Nichts kann dich von meiner Liebe trennen (Römer 8,38-39)


Komm nach Hause, und ich werde das größte Freudenfest ausrichten, das du je gesehen hast. (Lukas 15,7)
Ich bin immer dein Vater gewesen und werde immer dein Vater sein. (Epheser 3,14-15)
Ich frage dich: „Willst du mein Kind sein?“ (Johannes 1,12-13)
Ich erwarte dich. (Lukas 15,11-32)

In Liebe, dein Vater,

der allmächtige Gott

 

Die Ostergeschichte im Kindergottesdienst

Die Ostergeschichte im Kindergottesdienst

„Wir lassen das mit dem Kreuz und dem Sterben im Kindergottesdienst immer weg.“

Ich war auf einer Schulung und da ist mir dieser Satz, als es um die Kindergottesdienst-Vorbereitung für Ostern ging, hängengeblieben.

Was denkst du dazu? Ich gebe zu, als ich den Satz gehört habe, war ich kurzzeitig sprachlos. Wie weglassen… das ist doch das, worum es geht in unserem Christsein! Ich kann ja viel weglassen, aber die Sache mit dem Kreuz?

Blut Kreuzigung OstergeschichteWie sieht es bei dir aus? Lässt du das mit dem grausamen Tod von Jesus auch am liebsten weg, weil es so brutal ist? Oder kommt es immerhin in einem Nebensatz „Dann haben die Menschen Jesus an ein Kreuz gehängt, doch nach drei Tagen – jippieh – da ist er wieder auferstanden. Und nun können wir feiern.“ Und schwupps bist du im Gespräch mit den Kids, wie man so feiern kann und wie die Kids zu Hause Ostern feiern. Doch verstehen die Kids wirklich, was Ostern bedeutet?

Es gibt auch genau das Gegenteil. Gemeinden, Kindergottesdienst-Mitarbeiter, die von Jesus erzählen und die Sünde, die er am Kreuz für dich und dich und dich (spürst du den Zeigefinger auf dich gerichtet) auf sich genommen hat und gestorben ist und gelitten hat, für alles was du und du und du getan hast. Du schlechter, böser Mensch. Doch verstehen hier die Kids, was Ostern wirklich bedeutet?

Die Ostergeschichte ist in meinen Augen eine der herausforderndsten Geschichten im Kindergottesdienst. Du kannst einerseits das, was Jesus für uns getan hat, klein machen. Andererseits kann es passieren, dass du durch die Art, wie du die Ostergeschichte erzählst, den Kindern nur Angst machst.

Wie du beim Erzählen der Ostergeschichte keine Fehler machst.

1. Denke in gleichberechtigten Szenen.

Hast du schon einmal einen Ostergarten gesehen? Das Prinzip ist, dass du alle Stationen die mit Ostern zu tun haben in einem Bild szenisch darstellst. Das kann ganz unterschiedlich aussehen. Die Martin Luther Schule in Zwickau hat da was Tolles gebaut. Schau mal hier! Auch die katholische Pfarrei St. Wehr war kreativ. Das kannst du dir hier anschauen.

In solchen Ostergärten wird jede Szene der Ostergeschichte gleichberechtigt behandelt. Jede Szene hat ihren Platz

  • der Einzug in JerusalemOstern_Weg
  • das Abendmahl
  • im Garten Gethsemane
  • Jesus vor Pilatus
  • der Gang nach Golgatha
  • die Kreuzigung
  • das Grab, der Grabstein
  • das leere Grab mit dem Engel oder Maria

Frage dich also, ob du die Kreuzigungsszene gleichberechtigt behandelst – an Zeit beim Erzählen, im Gespräch mit den Kindern, in der kreativen Vertiefung.

Natürlich kannst du mit den Kids auch einen Ostergarten basteln, so hast du wunderbar einen roten Faden durch die Geschichten um Ostern. Es kann dir eine Hilfe sein, jede Szene zu thematisieren und nicht über für dich schwierige Szene „rüberzuhuschen“.

2. Erkläre, was passiert ist.

Wenn du die Ostergeschichte nicht kennen würdest, würdest du wissen, was eine Kreuzigung ist? Könntest du mit dem Satz „Jesus ist gekreuzigt worden.“ etwas anfangen? Ich glaube nicht.
Vielleicht fühlt sich die Kreuzigungsgeschichte ein wenig an wie ein Aufklärungsgespräch mit deinem Sohn. Auch das ist etwas, wovor sich viele Eltern drücken. Und ja, das ist nicht einfach, aber notwendig und sinnvoll.

Ostern, Ostergeschichte, Kreuzigung im Kindergottesdienst erzählenJa, die Kreuzigung zu erzählen, braucht Übung. Und ich empfehle dir, wenn du diese Geschichte erzählen möchtest, dir Zeit zu nehmen und aufzuschreiben, was du erzählst. Und dann schau selbst, welche Worte verstehen die Kids, die vor dir sitzen. Erkläre dabei nicht Fremdwörter mit Fremdwörtern. Wenn du dir nicht sicher bist, dann gib jemand anderen den Text zum Lesen.

 

Hier eine Liste von Wörtern, die in der Ostergeschichte nichts zu suchen haben oder erklärt werden müssen.
Als Übung für dich kannst du genau diese Worte in 1-2 Sätzen kindgerecht erklären.

  • Kreuzigung
  • Sünde
  • für dich gestorben
  • Schwamm mit Essig
  • erlöse dich selbst
  • die Gräber taten sich auf
  • der Vorhang zerriss (erkläre diesen Hammer-Vorhang)
  • hinabgestiegen in das Reich der Toten
  • Auferstehung

3. Erzähle neutral.

Diese Geschichte hat keinen Platz zum Aufbauschen. Es ist eine dramatische Geschichte.

Vertraue darauf, dass sie einfach für sich stehen kann.

Ostergeschichte KreuzigungWenn du zum Beispiel erklärst, was eine Kreuzigung ist, lasse Attribute weg.  Furchtbare Hinrichtung, qualvoller Tod muss nicht sein. Es reicht für Kinder auch nur das Wort Tod oder Sterben. Wenn du ihnen erklärst, wie eine Kreuzigung passiert, wie Nägel durch die Hände geschlagen werden, erzähle es neutral. Kinder verstehen auch ohne deine Dramatik die Dramatik und fühlen den Schmerz.

4. Gib Raum für Fragen.

Kreuz2Hab keine Angst vor den Fragen der Kids. Es geschieht selten, dass die Kids wirklich Fragen zu der Geschichte stellen dürfen.

Wie ist es bei dir? Presst du die Geschichte in einen Zielgedanken, den du steuerst? Lass los. Gerade bei den älteren Kids, die die Geschichte schon 1000 Mal gehört haben. Fordere sie heraus Fragen zu stellen. Vielleicht lässt du sie auch anonym auf Zettel Fragen stellen. Gerade bei dieser Geschichte wünsche ich dir, dass du dem heiligen Geist vertraust. Du musst nicht in irgendeine Richtung pushen. Lass den Kids ihr Tempo.

5. Lies aus der Bibel.

Kinderbibel

Kaufe über diesem Link und 10% kommen deinem Kindergottesdienst-Coach zu Gute. Danke dafür.

Wenn du dir das Erzählen der Geschichte nicht zutraust, dann lies die Geschichte aus der Bibel vor. Leider haben wir das Geschichten vorlesen schon fast verlernt. Du kannst dazu übrigens eine Kinderbibel nehmen. Besonders schön finde ich die Kinderbibel von Sarah Young. „Ich bin bei dir“. Die Ostergeschichte, wie sie dort beschrieben ist, lässt auch noch 8-Jährige zuhören. Lies langsam. Lass die Worte wirken. Lass Gottes Geschichte wirken.

Denn das, was Jesus für dich tat, wird die Kinder auch berühren, so wie es dich berührt hat. Darauf darfst du vertrauen. Und dann darfst du laut rufen:

„Der Herr ist auferstanden!“

Und die Kids schreien zurück:

„Er ist wahrhaftig auferstanden!“ und ich hoffe, du hast erklärt, was „wahrhaftig“ und was „auferstanden“ bedeutet, denn nur so können sie es wirklich verstehen.

Gott segne dich dabei.

Jahresrückblick 2015 deines Kindergottesdienst-Coaches

Jahresrückblick 2015 deines Kindergottesdienst-Coaches

Wenn du im April 2015 das Wort „Kindergottesdienst-Coach“ gegoogelt hättest, dann wären bei google 0 Einträge dazu erschienen. Es gibt Einträge zu Kindergottesdienst oder Kinderkirche. Auch zum Wort Coaching gibt es einiges aber das Wort „Kindergottesdienst-Coach“ gab es nicht.

7Im April habe ich eine Sichtbarkeits-Challenge für Coaches im Internet absolviert (Dank an Christina Emmer auf diesem Wege.). 21 Tage ging es darum, was bin ich als Coach, was will ich als Coach und wen möchte ich erreichen. Und diese 3 Wochen waren ein total einschneidendes Erlebnis für mich. Als ich letztes Jahr meine Zusatzqualifikation als Coach absolviert habe, dachte ich einfach, ich möchte gern Christen coachen. Doch in dieser Challenge ging es darum meinen wirklichen Wunschklienten zu finden. Wer genau soll vor mir stehen? Wo möchte ich als Coach Lösungen anbieten und wo habe ich auch das Wissen und Können und die Erfahrung zu unterstützen und zu coachen? Wo fangen meinen Augen an zu leuchten?

Und dann im Mai wurde es mir klar – es seid ihr – die Kindergottesdienst-Mitarbeiter. Mein Herz schlägt für euch.

Als ich meinem Umfeld davon erzählt habe, gab es genau 2 Reaktionen.

  1. Jo, das genau bist du!
  2. Und was willst du da machen? Wie willst du damit Geld verdienen?

Ganz ehrlich – ich bin nun seit 3 Jahren selbständig und finanziell konnte es nicht schlechter werden. Ich liebe es auf Kinderbibeltage zu fahren und Schulungen in Gemeinden durchzuführen, aber leben davon??? Also war es doch einen Versuch wert ;).

Doch die Frage war, wie kann ich dich als Kindergottesdienst-Mitarbeiter erreichen?

Im Mai stürzte ich mich also in Videotutorials und Blogartikel zum Thema Bloggen, WordPress und Marketing:

  • Wie erstelle ich eine WordPress-Seite? Danke an Jessica Ebert.
  • Wie schreibe ich Blog-Artikel? Klar, kann ich einfach drauf los schreiben, aber was ich da alles auch beachten kann. Große Hilfe war mir dabei der Affenblog.
  • Wie schreibe ich gute Überschriften?
  • Wieviel Wörter sollte ein Artikel haben?
  • Was ist SEO? – Zur Kurzinfo – das ist das, wie man seinen Blog schreiben muss, damit man ihn auch in den Suchmaschinen findet – sprich du ihn findest.
  • Wie kann mirt Facebook, Twitter etc. dabei helfen? Dazu hat Sandra Holtze soviel Gutes geschrieben.
  • Wie funktioniert das denn mit dem Newsletter? Dass du dich eintragen kannst und du dann auch Mails von mir bekommst.
  • Wie funktioniert das mit einer Umfrage?
  • Wer kann meine Artikel Korrektur lesen? (Danke Petra.)
  • Was sind Freebies? (Das sind Sachen, die ich kostenlos erstelle, zum Beispiel ein pdf und dass Menschen dann herunterladen, aber dafür ihre Emailadresse dalassen – und schwupps sind sie in meinem Newsletter. Ja alles Marketing-Taktik. Ich plaudere aus dem Nähkästchen ;).
  • Welche Freebies interessieren Kindergottesdienst-Mitarbeiter?
  • Wie funktioniert ein Online-Kurs? Ich sag euch, technisch war das für mich wirklich herausfordernd.
  • Tja und dann sollte es auch noch gut aussehen :).

Es war ein toller Monat, denn ich liebe es, mich da weiterzubilden und neue Sachen zu lernen. Neue Programm zu erforschen.

Im Juni 2015  ging der „Kindergottesdienst-Coach“ online.

Zuerst hatte ich Bammel, schließlich reicht es ja nicht eine Homepage zu haben, sondern dieser Blog möchte gefüttert werden. Jede Woche einen Artikel schreiben. Manche haben mich gefragt: „Und was willst du da schreiben?“ Doch es läuft von selbst und daran merke ich, wie wichtig du mir bist. Auch nach einem halben Jahr habe ich viele Ideen, was für den Kindergottesdienst – für dich relevant sein kann.

Und das Coole ist: es funktioniert.

Menschen die in Kinderkirche oder Sonntagschule mitarbeiten, finden meine Seite. Sie tragen sich in meinen Newsletter ein. Das war neu für mich. Bisher hatten mich nur Leute bei „Problemen“ bezüglich Arbeit mit Kids in der Gemeinde, angeschrieben, die mich kannten. Doch nun schrieben mir Menschen, aus ganz Deutschland, die mich nicht kannten.

Es ist nach wie vor toll für mich zu sehen, dass Menschen meine Meinung wichtig finden, und ich nach einer Mail oder einem Telefonat das Gefühl habe, ich konnte wirklich etwas dazu beitragen, dass der andere nun klarer sehen kann.

Sei es

  • im Ablauf eines Familiengottesdienst,
  • einer Bewegung für ein Kinderlied,
  • einer Idee, wie man die biblische Geschichte erzählt,
  • die Frage, wie man sich als Team neu aufstellen kann oder
  • zur Disziplin im Kindergottesdienst.

Aus euren Fragen sind die Umfragen entstanden und die Artikel entstanden. Du bist derjenige, der die Artikel bestimmt. Dass das funktioniert fasziniert mich.

Doch nur von Artikel schreiben und den Reaktionen darauf, kann ich nicht leben. Und ganz ehrlich, das ist echt im christlichen Bereich soviel schwieriger.

Kurze Zwischenpredigt:
Wir sind verwöhnt, dass alles ehrenamtlich ist und wir uns einfach so einbringen für Jesus. Und das ist auch ok. Dennoch bin ich der festen Überzeugung, dass, wenn wir Menschen erreichen wollen, professioneller werden müssen und gute Qualität bringen müssen, damit die Menschen überhaupt kommen. Gott hat uns seinen Heiligen Geist gegeben, keine Frage – aber auch Verstand und Gaben, die geschult werden müssen. Es tut mir weh, wie wenig wir oft bereit sind als Gemeinde finanziell zu investieren. Und da geht es nicht nur um mich. Es ist fast selbstverständlich, dass ein Pastor oder Pfarrer angestellt wird, aber im Kinder- und Jugendbereich sieht es immer noch ganz anders aus. Oder auch im künstlerischen Bereich. Es ist traurig, dass Gemeinden oft denken, Musiker müssen nicht bezahlt werden oder wenn dann mit einem Hungerlohn, der echt peinlich ist. Auch wenn wir zur Ehre Gottes arbeiten, müssen wir auch leben.
Flöten unterm WeihnachtsbaumKinder sind das Fundament unserer Gemeinde und wenn Kids nicht gerne kommen, dann wird die gesamte Familie nicht kommen. Kultur (zum Beispiel Theater und Musik) schaffen es, dass Menschen in unsere Gemeinde kommen. Die Zeit der Gitarren-, Flöten- und Blasorchester sind zum Erreichen von Menschen die nicht an Jesus glauben vorbei. Und zum Spaß haben, Gemeinschaft haben, zum Beschafttigen kann das ein super Ort sein. Auch der gemischte oder der Jugendchor reißt Kirchenfremde nicht vom Hocker. Nicht falsch verstehen, es gibt Menschen die das mögen. Wenn in unserer Gemeinde der Männerchor gesungen hat, hab ich das geliebt – aber ich bin nicht das non plus ultra.

Wann sind wir bereit für Qualität zu zahlen?
Wann wird das zur Selbstverständlichkeit?

Im Oktober startete meine erste Onlineschulung „Mit Kindern Bewegungslieder singen“.

Da zeigte sich bei mir, wieviel Gottvertrauen ich habe.
HerbstAm Anfang sagte ich mir, wenn sich 10 Menschen anmelden – wow. Innerlich hörte ich dann: „Komm schon, denk größer.“ Ok, auf 50 habe ich mich dann eingelassen. Und, willst du es wissen? 69 Menschen haben an der Schulung teilgenommen. Wow – wie cool ist das denn. Ich habe viel gelernt in und an der Schulung. Die Schulung kann man stets jederzeit einfach buchen und loslegen. 7 Wochen – Onlinetraining.
Durchgehalten hat ungefähr die Hälfte der Teilnehmer. Es bröckelte am Ende immer mehr und ich habe mich und andere gefragt, woran das liegt.
Ein wichtiger Punkt ist, denke ich, dass der Kurs damals nur ein Euro gekostet hat. Und da bin ich ganz bei mir. Wenn ich etwas nahezu kostenlos bekomme, dann habe ich ja selbst nicht soviel investiert und es fällt mir schwerer dran zu bleiben, mich motiviert zu halten. Wenn ich ordentlich Kohle hingeblättert habe, ist das anders, dann möchte ich auch alles für mein Geld rausholen.
Ich glaube es war gut, den Starter-Kurs so durchzuführen, auch für mich. Aber mir tut es für die Kindergottesdienst-Mitarbeiter leid, die nicht durchgehalten haben, weil ich total von der Schulung überzeugt bin und auch das Feedback von den „Durchhaltern“ super war.

Im November passierte etwas Faszinierendes. Christliche Verlage schickten mir kostenlos Material zu.

Ich hätte das nie gedacht, aber es gibt nun tatsächlich Kooperationen, dass wenn man über meine Seite über diesen Link des Verlages kauft, ich dann 10% für die Arbeit als Kindergottesdienst-Coach bekomme. Und natürlich kann ich nun die verschiedenen Materialen durchgucken und euch empfehlen, was ich gut finde. Ich glaube, die Verlags-Menschen sind gespannt, was ich euch dann in den Artikeln weitergebe.

Ich habe durch die Arbeit als Kindergottesdienst-Coach viele neue Menschen kennengelernt.

Menschen, die ein Herz für die Arbeit mit Kids in der Gemeinde haben und wirklich ein anderes Level erreichen wollen. Ich spüre, wie Gott mich genau an diesen Platz gestellt hat und bin dankbar für die Begabungen die er mir geschenkt hat um genau das zu tun.

kletternVielleicht hast du es ein wenig herausgehört, ich liebe das, was ich tu und ich weiß, Gott wird mich auch finanziell versorgen, er hat es auch die letzten Jahre getan. Aber es ist echt nicht einfach.
Es fällt mir schwer über Geld zu reden, da in unseren Gemeinden und somit auch in meinem Gehirn weiterhin das Wort „ehrenamtlich“ verankert ist. Mir ist es unangenehm darüber zu reden und ich frage mich sehr oft, warum das so ist? Ich wünsche mir für mich persönlich, dass ich davon wegkomme. Dass ich selbstbewusst dazu stehe, dass das was ich tue wertvoll ist und Geld wert ist.
Ich wünsche, mir, dass Gemeinden da auch umdenken. Das würde es mir und vielen anderen Freiberuflern im christlichen Bereich überlebensmöglich machen. Es ist normal, dass wenn du etwas 100% macht und Zeit hast in etwas zu investieren, dass du Profi darin wirst. Das ist doch in jedem Beruf so und wir wollen doch in der Schule, beim Hausbauen, in der Medizin die qualifiziertesten Menschen und bezahlen selbstverständlich dafür.
Ich wünsche mir, dass diese Selbstverständlichkeit auch in die Arbeit für unsere Gemeinden Einzug hält.

Warum?

Damit Jesus auch im neuen Jahr immer mehr verherrlicht werden kann. Und, weil ich wirklich gern von dem, was ich hier tu, finanziell unabhängig leben möchte.

  • Danke, dass du hier dabei warst und weiter bist.
  • Danke, wenn du persönlich Kontakt zu mir gesucht hast.
  • Danke, dass du deinen Kindergottesdienst auf ein anderes Level bringen möchtest.
  • Danke für dein Feedback durch Kommentare oder Anruf oder Email.
  • Danke, wenn du still mitliest.
  • Danke für ein sehr bewegendes Jahr 2015.

Wir lesen und hören uns im neuen Jahr 2016.

 

Du möchtest deinen Kindergottesdienst-Coach unterstützen?

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Refugees welcome – Flüchtlinge willkommen – Menschen willkommen

Refugees welcome – Flüchtlinge willkommen – Menschen willkommen

Ich lebe voll gern in Deutschland. Ich mag die Sprache, ich mag die Jahreszeiten, ich mag die Ostsee, ich mag die Möwen, den Rhein, Berlin. Ich lebe einfach gern hier.
Früher habe ich oft gesagt, dass ich hoffe, dass Gott mich nicht ins Ausland in die Mission schickt. Gott liebt mich, er hat es (bisher) auch nicht getan und ich bin davon überzeugt, dass er das auch nicht tun wird, sondern, dass er mich genau hier in Deutschland zum Kindergottesdienst-Coach berufen hat.

Doch was wäre, wenn…

Was wäre, wenn ich, obwohl es mir hier in Deutschland gut geht, den Drang verspüre, nach Japan, Bulgarien, Island, Taiwan, Äthiopien oder Hawaii umziehen zu wollen. Einfach so. Ich würde wollen, dass ich das einfach kann. Dass ich das darf. Ok, der Papierkram, ok Geld für Visum und so. Aber ich möchte das dürfen können. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, ob ich es dürfte.

Ich möchte dorthin ziehen dürfen, einfach weil ich möchte.

Ich gebe zu, ich habe nicht viel Ahnung von Politik. Doch ich bin Mensch und habe eine genaue Vorstellung, wie mit mir umgegangen werden soll. Und ein Prinzip, egal ob Christ oder nicht, ist für mich da ganz logisch:

So, wie ich möchte, wie man mit mir umgehen soll, genau so habe ich den Anspruch an mich, möchte ich mit anderen Menschen umgehen.

In der Bibel wird das als die  Goldene Regel  bezeichnet. Sie steht in Matthäus 7,12.

„Alles, was ihr von anderen erwartet, das tut auch ihnen!“

Sprich, das heißt für dich:
Alles, was du von anderen erwartest, das tu auch ihnen.

Was erwartest du?

Ich erwarte sogar, dass ich einfach nur, wenn ich Lust habe, woanders hinziehen kann. Ist das dreist? Nö. Ich finde diese Erwartung total in Ordnung.

Was passiert derzeit? Menschen machen sich auf den Weg, in ein anderes Land. Viele nach Europa. Ganz ehrlich, mir ist der Grund piepsegal. Aber diese Menschen haben den Grund, dass sie in ihrer alten Heimat:

  • nicht gewollt sind
  • vielleicht sterben würden, denn es ist Krieg
  • ihre Familie nicht ernähren können
  • keine Ausbildung machen können
  • ihre Lebensqualität dort einfach so dermaßen schlecht ist, wie wir hier in Deutschland es uns gar nicht mehr vorstellen können
  • leiden
  • Hunger haben
  • nicht sicher sind
  • Angst haben
  • ach und so viel mehr

Na, wenn das keine wirklichen Gründe sind.

Diese Menschen haben sich auf den Weg gemacht, sie kommen. Wir können sie nicht wegschicken, denn sie sind da. Hörst du? Sie sind da. Das ist die Situation.

Refugees Welcome - Fluechtlinge willkommenDu kannst dir jetzt überlegen, ob du sagst „ich will euch aber nicht“ und sie feindlich anstarrst, nichts machst oder sie gar blöd anmachst oder ob du diese Menschen so behandelst, wie du behandelt werden möchtest. Ich dachte, für uns – gerade als Christen – ist klar: „Jeder ist willkommen.“ In jedem Schaukasten unserer Kirchen steht ein „Herzlich willkommen“. Ja, was ist denn nun? Doch nicht, oder wie?!

Nochmal, sie sind da und sie kommen. Menschen kommen zu uns. Es liegt allein an dir und an uns als Gemeinde, wie wir damit umgehen.

Mir ist es egal, was für Menschen kommen – ob sie als Wirtschaftsflüchtlinge kommen oder als Kriegsflüchtlinge.

Die Frage ist doch, warum kommen sie? Und die Antwort ist: Sie kommen, weil sie eine neue Heimat suchen. Sie suchen ein neues zu Hause. Und wenn ich diesen Grund weiß, dann kann ich nichts anderes sagen, als „Herzlich willkommen“. Ja, ich möchte das „Warum“ dieser Menschen kennen. Vielleicht ist es blauäugig oder naiv von mir. Doch wenn es diese Sehnsucht von Menschen ist, die Sehnsucht nach „zuhause“, dann reicht mir das sowas von aus.

  • ein Dach über dem Kopf
  • spielen mit meinen Kindern
  • sehen, dass sie lachen
  • Ausbildung machen können
  • zur Schule gehen können
  • genug zu essen haben

Herzlich willkommen.

Ich möchte nicht schimpfen, auf das was blöd, falsch oder zu langsam läuft und nur darüber reden, was andere falsch machen. Das raubt doch nur Energie. Energie, Kraft und Zeit, welche ich anders verwenden kann und möchte.

Nein, ich möchte mit Verantwortung übernehmen, für das, was nun in unserem Land passiert. Ich, Katrin Schneller. Und ich möchte die Menschen so behandeln, wie ich behandelt werden möchte. Und du?

Und dabei ist wichtig – nicht Angst soll mein Motivator sein, sondern mein Menschsein.

Hey, es gibt überall die, die was kaputt machen – übrigens auch im Kindergottesdienst. Na und, gebe ich deswegen auf? Sage ich: „Ab heute gibt es keinen Kindergottesdienst mehr?“ Nein.
Angst hemmt. Angst versetzt in Starre und die beste Möglichkeit sie zu bekämpfen ist, sie konkret zu hinterfragen. Sich zu fragen, wovor genau habe ich Angst.

Vielleicht bist du jemand, der Angst hat. Vor dem was passiert, wenn so viele Menschen, die anders sind als du, eine andere Kultur haben als du, eine andere Religion haben als du plötzlich und unvorbereitet da sind.

Dann frage dich, was genau ist es, was in deinen Augen passieren kann? Ganz konkret. Dann frage dich, ob das, was du denkst, was passiert, wirklich passieren kann. Ob das wirklich wahr ist, was du dir da ausmalst. Sei konkret. Bleib nicht in deiner Angst stecken, sondern stell dich deiner Angst. Benenne sie.

Ja, jetzt. Nimm dir die Zeit.

Und nun ist es deine Entscheidung, ob du ängstlich und negativ auf das schaust oder positiv. Vielleicht birgt das Ganze ja auch eine riesen Chance für uns als Gemeinden?! Schon mal drüber nachgedacht?
Menschen kommen zu uns. Sie suchen hier bei uns eine neue Heimat.

Wie oft heulen wir als Gemeinde, da

  • keine „Fremden“ kommen,
  • wieder evangelistische Tage sind und nur Gemeinde-Leute da sind, oder Menschen aus anderen Gemeinden, die unser Programm cool finden,
  • kaum Kinder im Kindergottesdienst sind.

Was für eine Chance.

Ich kann sie förmlich riechen, was das heißen könnte. Ja, da kommt Neues, Anderes und Befremdliches auf uns zu. Doch wie blöd wären wir, diese Gelegenheit nicht beim Schopfe zu packen. Wir haben die Chance, Menschen zu zeigen, was es heißt Christ zu sein. Vielen Menschen. Wie cool ist das denn.

Nein, ich möchte nicht, dass Angst alles übertüncht. Angst, vor diesem einen Prozent Eventualität, dass sich ein „gefährlicher Mensch“ einschleicht und wir deswegen nein sagen zu dieser riesen Chance.
Es liegt an dir – an mir – an uns, was wir damit machen. Jeder von uns kann seinen Beitrag leisten, dass Integration geschieht.

Für mich ist „Integration“ das Zauberwort.

Integration, wo jeder von uns mitwirken kann, indem er in Liebe den Menschen, die zu uns kommen, begegnet. Ich möchte meinem Gegenüber zuerst Vertrauen schenken, ich möchte positiv rangehen. Denn das ist das, was ich auch von meinem Gegenüber erwarte.

Ich möchte nicht erst beweisen müssen, dass ich „nett“ bin. Möchtest du das?

Ich glaube daran, dass Integration möglich ist, doch wir müssen das wollen. Du musst das wollen. Und dann fangen wir an.

Ich bin dabei ein Konzept zu entwickeln. Die „Sofa-Zeit“.

SOFA – Sei offen für alle.

Ein Konzept, wie ein Arbeitszweig mit Kids in der Gemeinde aussehen kann.

Ganz bewusst nenne ich es nicht eine Arbeit mit Flüchtlingskindern. Durch diese Wortwahl trenne ich die Flüchtlingskinder schon wieder von den Kindern aus unserer Gemeinde. Alle sind Sofa-Kinder. Kinder, die in der Gemeinde willkommen sind, die sich gegenseitig akzeptieren und Freunde werden. Ja und auch mal streiten. So sind wir halt. Menschen.

Sofa-Zeit. Eine Zeit, in der christliche Werte gelebt werden. Eine Zeit, wo man auf dem Sofa chillt. Sofa ist gemütlich, Sofa ist zu Hause. Bei der Sofa-Zeit ist jeder willkommen.

Refugees welcome – Flüchtlinge willkommen – Menschen willkommen.

Denn ich möchte auch als Mensch überall willkommen sein und auf dem Sofa Platz nehmen können – für immer zu Hause sein. Also möchte ich auch jeden, der ein Sofa sucht – ein zu Hause sucht – willkommen heißen, hier in Deutschland.

Du auch?

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