Neu starten im Kindergottesdienst – doch welches Konzept?

Neu starten im Kindergottesdienst – doch welches Konzept?

Was für ein großartiger Moment ist es, wenn man als Gemeinde sagt: „Wir wollen endlich sonntags (wieder) mit einem Kindergottesdienst starten.“

Ich höre immer wieder: „Wir wollen es anders machen. Wir wollen keinen 0-8-15 Kigo gestalten.“ Und die Frage, die ich gestellt bekomme, ist: „Welches Konzept gibt es und können wir für den Kindergottesdienst nehmen?“

Heute erfährst du ein paar grundlegende Sachen, die ich dir ans Herz legen möchte, wenn ihr in der Kirche mit einer neuen Kindergruppe starten wollt.

Welche Kindergottesdienst-Konzepte gibt es?

Eine Frage, die mir oft gestellt wird, ist, welches Kindergottesdienst-Konzept kannst du uns empfehlen. Und sorry, ich muss dir sagen: „Keins!“

Es geht nicht darum, irgendein Konzept als Gemeinde zu kopieren, sondern wie Bill Hybels so schön sagt: „Kapieren, nicht kopieren.“

Und das gilt natürlich auch im Kindergottesdienst. Es gibt nicht DAS Konzept, welches in jedem Kindergottesdienst funktioniert und ich finde es auch unlogisch, sich als Team zusammen zu setzen und aus einer Auswahl von Konzepten sich was rauszusuchen.

Heute erfährst du die 4 Schritte, die ich gehen würde, wenn ich mit einer neuen Kindergottesdienst-Arbeit starten würde. Dabei geht es viel nur um Fragen, die ihr euch stellen könnt, um selbständig zu einem Konzept für eure Kindergottesdienst-Arbeit zu gelangen.

Schritt eins: Was haben wir?

  1. Wie viele Räume haben wir für unseren Kindergottesdienst und das neue Konzept?

Schon die Antwort auf diese Frage sortiert viele Möglichkeiten aus.

  • Können wir mehrere Kleingruppen in unterschiedlichen Räumen gestalten?
  • Haben wir einen Ort, wo wir mit allen Kids zusammenkommen können, um auch gemeinsame Aktivitäten zu starten?
  1. Wie viele Kids haben wir, in welchem Alter?
  2. Wie viele Mitarbeiter haben wir?

Und ein paar Zusatzfragen noch:

  1. Steht die Gemeindeleitung/der Kirchenvorstand hinter uns?
  2. Will die Gemeinde auch einen Kindergottesdienst?
  3. Haben wir Geldressourcen? Hier geht es nicht um konkrete Zahlen, sondern einfach nur, um ein kurzen Blick auf den Ist-Zustand.

Schritt zwei: Wen haben wir?

Diese Frage ist in meinen Augen ein ganz großer Knackpunkt. Es geht nicht darum, was für ein Konzept machen wir, sondern stellt euch als erstes die Frage, um wen geht es?

  1. Was haben wir für Kinder?

Natürlich hilft es auch zu träumen, wo ihr gern hinwollt, aber als erstes gilt es die Kids zu erreichen, die ihr habt. Sie kommen, also konzentriert euch auf sie. Wenn sie Spaß haben, laden sie von allein Kids ein. Nehmt euch Zeit dafür die Kids zu „analysieren“. Was lieben sie und was mögen sie gar nicht. Konzepte erweitern und ausbauen könnt ihr immer. Aber es geht darum einen Start zu finden. Es kann sein, dass dabei herauskommt, dass ihr nur 11-jährige Jungs habt und ja, dann konzentriert euch auf diese 11-Jährigen. Was sie lieben und was sie ätzend finden.
Nirgendwo steht, dass man basteln oder spielen oder singen MUSS. Dieser Gedanke ist nur in unserer Vorstellung, weil wir es so kennen. Ihr wollt, dass die Kids gern kommen? Dann macht das, was sie gerne tun. Christlichen Inhalt könnt ihr in alle Methoden und Aktivitäten reintun.

So eine Liste könnte zum Beispiel so aussehen:

Was_kinder_moegen2. Was haben wir für Mitarbeiter?

Ja, hier geht es um dich. Und auch hier gilt das Gleiche, wie für die Kids. Das was du gern tust, das wirst du auch ausstrahlen. Wenn ihr niemanden habt, der gerne singt, dann lasst es sein. Du wirst nie Freude für’s Singen den Kids vermitteln, wenn du selbst keine hast, sondern nur denkst, dass sich das so gehört. Habt Mut zur Lücke. Dinge entwickeln sich und das ist gut so. Und wenn in 2 Jahren jemand kommt, der gerne mit den Kids singt, dann freut euch und fangt an mit den Kids zu singen. Es ist super schwer, wenn ihr Elemente in eurem Kindergottesdienst einbaut, weil sich das so gehört, aber niemandem Spaß machen, wenn man dann jemanden Neues gewinnt, der diesen Missmut ändern muss.

Startet mit dem, was ihr könnt, was ihr liebt und was mit den Kids zusammen passt.

Und ja, dazu gehört, dass ihr euch zusammensetzt und ehrlich darüber redet, was denn jeder mag. Versucht eure vorgefertigten Gedanken, wie ein Kindergottesdienst zu sein hat, in diesem Schritt beiseite zu legen.

MerkenSchritt drei: Was wollen wir und warum?

Ihr wisst nun, wen ihr habt – als Kids und als Mitarbeiter. Nun geht es darum wirklich zu überlegen, was wollen wir denn überhaupt mit dem Kindergottesdienst?

Ziele eines Kindergottesdienstes in Gemeinden können grundunterschiedlich sein. Steht zu euch. Aus meiner Erfahrung ist die Motivation für das, was ich tue, aber umso größer, wenn ich genau weiß, warum ich etwas tu und auch zu 100% dahinterstehe.

Warum ist ein Ziel wichtig?

  • Eine Formulierung ist für uns als Team wichtig, damit wir wissen, was wir wollen.
  • Eine Formulierung ist wichtig, um sie Menschen aus der Gemeinde greifbar zu machen, damit sie in das Geschehen des Kindergottesdienstes mit hineingenommen werden und so auch Mitarbeiter gewonnen werden können.
  • Eine Formulierung ist nicht im Gespräch zu den Kids wichtig.
  • Je klarer ein Ziel ist, umso leichter ist es, ein Konzept dafür zu entwickeln, Schritte dafür zu formulieren.
  • Je kürzer etwas formuliert ist, umso leichter können wir es verinnerlichen und heften es nicht nur in unserem Ordner ab. Oft reichen Schlagworte aus, um das Gehirn in eine Richtung zu aktivieren.

Ziele könnten sein:

  • Wir wollen den Kids die Bibel nahe bringen.
  • Wie wollen, dass auch Kinder Programm haben, wenn die Erwachsenen Programm haben.
  • Wir wollen, dass die Kids Spaß haben.
  • Wir wollen, dass sie Gott als liebenden Vater kennenlernen. Oder wollt ihr lieber, dass sie Jesus kennenlernen? Oder die Bibel als wahr erachten? Oder dass sie Christen werden?
  • Vielleicht wollt ihr ihnen auch Werte vermitteln (welche?), die ihr als wichtig erachtet? Habt ihr die gleichen Werte?
  • Wir wollen, dass die Gemeinde ein zu Hause wird für die Kids. Wann ist man denn zu Hause?
  • Wir wollen, dass die Kids sich wohlfühlen?
  • Wir wollen als Unterstützung für die Eltern da sein.
  • Wir wollen, dass am Sonntag bei Mittagstisch ein Austausch über die Inhalte des Sonntags stattfinden können.

Vielleicht könnt ihr bei fast allen Sachen „ja“ sagen. Aber versucht wirklich euer Ziel zu finden. Je mehr quantitativ ihr hier nämlich formuliert, umso mehr verzettelt ihr euch.

Denkt dabei auch daran, inwieweit eine Zusammenarbeit mit den Eltern wichtig ist. Wo sollten sie gerade auch in eurer Planung dabei sein?

Und ein zweiter wichtiger Punkt ist, wie findet eine Interaktion in der Gesamtgemeinde statt.

Meine Empfehlung 🙂 zur Zielfindung des Kindergottesdienstes:

Habt zwei Ziele – ein frommes und ein „nichtfrommes“:). Hört sich vielleicht blöd an, aber ich glaube wirklich, es ist wichtig, dass das Ziel „Spaß haben“ oder „sich zu Hause fühlen“ genauso wichtig sein muss, wie „Jesus“. Denn genau das ist der Grund, warum viele Kindergottesdienste nicht funktionieren. Man fällt auf der einen Seite herunter. Entweder man hat nur Spaß und Action – doch das kann es nicht sein. Oder man versucht verbissen Sonntagvormittag alle christlichen Inhalte reinzupressen und sorry, das geht dann leider auch total am Kind und oft auch am Mitarbeiter vorbei.

Dein persönliches Kindergottesdienst-Mitarbeiter-Ziel:

Und dann gibt es auch noch die vielen „Warums“, für dich persönlich als Mitarbeiter. Und das ist das Coole daran, weil das kann variieren. Wichtig ist, die unterschiedlichen Ziele stehen zu lassen, denn Gott schenkt uns ganz bewusst für unterschiedliche Dinge ein Herz – auch wenn es bei allem, um die Kids geht. Bei den unterschiedlichen Zielen geht es um eine Ergänzung. Warum bist du dabei? Was ist deine Motivation?

  • Ich liebe es, Kids Geschichten zu erzählen.
  • Ich liebe es, Beziehung zu Kids aufzubauen.
  • Ich liebe es, Vorbild zu sein und möchte deswegen transparent sein.
  • Ich liebe es, vorne zu stehen und Kids zu begeistern.

Unterstützt euch in diesen Motivationszielen. Freut euch daran, dass ihr diese unterschiedlichen Ziele habt und euch so ergänzt.

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MerkenSchritt vier: Was machen wir nun wie?

Aus den ersten drei Schritten ergibt sich diese Schlussfolgerung:

Zielerreichen_KindergottesdienstMeines Erachtens nach ist der Kindergottesdienst in drei Phasen aufgeteilt:

Phasen im Kindergottesdienst

Und nun schaut, wie das, was die Kids wollen und das was ihr wollt und könnt in diese drei Phasen hineinpasst.

  1. Was ist den Kids wichtig, wenn sie ankommen? Was brauchen sie? Was können und wollen wir deswegen.
  2. Wie kann das, was wir den Kids nahebringen wollen und können auf eine Art und Weise vermittelt werden, dass die Kids Spaß haben?
  3. Was können wir ihnen mitgeben in die Woche, was sie stärkt.

Es gibt nicht DAS Konzept. Ihr seid eure Gemeinde. Ihr seid ein Team deswegen lebt das, was ihr seid und wollt und wofür euer Herz schlägt. Fangt klein ein, wollt nicht zu viel. Verzettelt euch nicht in dem, was man alles muss oder auch will. Und bleibt immer offen für Veränderungen.

Ich wünsche euch Gottes reichen Segen.

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Biblische Geschichten lebendig erzählen

Biblische Geschichten lebendig erzählen

Die Kids werden unruhig. Sie gähnen. Sie hören nicht zu, wenn du die biblische Geschichte erzählst und du denkst: „Dann bin ich wohl einfach kein Geschichten-Erzähler.“

Vielleicht hat dir aber auch einfach noch nie jemand gesagt oder gezeigt, wie man eine Geschichte zum Leben erweckt?!

Nur darum geht es – biblische Geschichten zum Leben zu erwecken.

Kinder hören zu, wenn die Geschichte lebendig ist. Wenn du erzählst und bei deinen Zuhörern läuft ein innerer spannender Film ab, dann hast du es geschafft.

Das Zauberwort dafür ist:

Emotion

Wenn du es schaffst, den Kids die Emotionen die in den Personen der Geschichte abgehen rüberzubringen, dann werden die Kids im Kindergottesdienst auch zuhören.

Im Sommer 2014 habe ich verschiedene Kurz-Schulungs-Videos für Kindergottesdienst-Mitarbeiter aufgenommen. Die Qualität ist nicht die beste, aber eins davon möchte ich dir heute hier zeigen.

Das Video zeigt dir, wie du es schaffst, dich in bestimmte Situationen hineinzuversetzen und damit die biblischen Geschichten auch zum Leben zu erwecken.

Lass dich in dem Video auf eine 5-minütige Reise ein.

Ich bin der festen Überzeugung, dass es genau das ist, worauf du dich einlassen musst. Das Fühlen, Sehen, Schmecken, Hören, Riechen, was die biblische Person gerochen, gefühlt und geschmeckt hat. Denn wenn du das fühlst, wird deine Sprache, deine Mimik und Gestik genau das auch ausdrücken und genau das macht eine Geschichte lebendig.

Probier es aus.

Ja, dadurch wird die Geschichte länger und vielleicht macht genau das dir das Angst.

Wenn du eine Methode kennenlernen möchtest, wie ich mir Geschichten erarbeite, dann schau doch mal bei der Mindmap-Erzählung vorbei (Klick hier).

Wenn du noch ein paar Tipps und Tricks haben möchtest, wie du alleine lebendige biblische Geschichten erzählst, dann schau HIER vorbei. Auch dort findest du ein Video aus dem Jahr 2014 :). Damals war ich noch kein Kindergottesdienst-Coach sondern alle Dinge liefen unter „Schnellersteine – innovative Bausteine für die Gemeindearbeit“. Dennoch absolut sehenswert.

Du möchtest ein Geschichten-Erzähler, dem die Menschen zuhören? Dann begib dich in die Person hinein und lebe sie. Denn nur wer lebt, ist lebendig und kann lebendig biblische Geschichten erzählen.

Viel Spaß dabei.

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Zielgedanken im Kindergottesdienst kreativ verpackt

Zielgedanken im Kindergottesdienst kreativ verpackt

Ich bin immerwieder auf der Suche nach neuen Ideen, wie du im Kindergottesdienst besonders die älteren Kids aus der Reserve locken kannst.

Dabei ist es besonders cool, wenn wir den Zielgedanken, den wir den kids rüberbringen wollen irgendwie kreativ verpacken können.

Das funktioniert super mit der

Negativschrift.

Doch bevor du das Video (weiter unten) zur Negativschrift anschaust, solltest du dir noch einmal klar machen, was genau der Zielgedanke ist. Ich merke immer wieder, wie herausfordernd die Formulierung des Zielgedankens ist, damit er wirklich im Kindergottesdienst genutzt werden kann, als

  • Aussage
  • für Spiele
  • dass Kids ihn verstehen
  • dass er klar und deutlich ist
  • zum Basteln.

Der Zielgedanke, ist das Fundament für einen gelungenen Kindergottesdienst.

Jeder Kindergottesdienst, jede Veranstaltung steht unter einem Thema.
Als Mitarbeiter dieser Veranstaltung ist es wichtig, dieses Thema – oder auch Zielgedanken immer im Blick zu haben. Damit die Kids im Kindergottesdienst am Ende wirklich wissen, worum es ging, ist es am effektivsten jeden einzelnen Programm-Baustein mit diesem Zielgedanken zu verbinden.

Jeder Programm-Punkt sollte etwas mit dem Zielgedanken zu tun haben. Je mehr du das schaffst, umso mehr bleibt bei den Kids auch hängen, was du ihnen sagen möchtest. Geschichte, Lieder, Spiele, Gespräch, Basteln, Begrüßung, Ansagen und was es sonst noch gibt – versuche alles unter einen Zielgedanken zu stellen.

Am besten gelingt dir das, wenn du dir den Zielgedanken ganz klar überlegst. Dieser Zielgedanke bildet schließlich das Fundament und solltest du dich auch gut überlegen, was genau der Zielgedanke ist. Der Zielgedanke ist keine biblische Geschichte, sondern er erklärt warum, du diese Geschichte erzählst.

Der Zielgedanke sollte ein kurzer Satz sein, den auch Kinder verstehen.

Es bringt gar nichts, wenn nur du den Satz verstehst, ihn aber den anderen noch erklären musst. Alle Worte des Satzes kommen aus der Alltagsprache. Wörter wie Gnade, Buße, Sünde haben in einem Zielgedanken nichts zu suchen, denn Sätze wie „Komme mit deiner Sünde zu Jesus.“ sind nicht klar umsetzbar. Was ist Sünde? Wie soll ich zu Jesus kommen?
Wenn ein Zielgedanke sofort Fragen aufwirft, ist es kein verständlicher Zielgedanke. Wohingegen der Zielgedanke „Jeder macht Fehler.“ auch jeder versteht.

Ein weiterer Grund für einen klaren, einfachen und verständlichen Satz ist folgender:

Je einfacher er gehalten ist, umso leichter fällt es dir, in alle Programm-Punkte diesen Satz auch einzubinden. Dieser Satz wird dir auch im Spiel leicht über die Lippen kommen. Zum Beispiel in einem Spiel zu sagen „Jeder macht Fehler.“ funktioniert, aber zu sagen „Komm mit deiner Sünde zu Jesus.“ funktioniert nicht.

Noch ein Vorteil ist, wenn es sogar ein Wort gibt, welches den Zielgedanken-Fokus besitzt. Zum Beispiel bei dem Satz „Jeder macht Fehler.“ überlege dir, ob der Schwerpunkt auf „Fehler“ liegt oder auf „jeder“.

Merkst du?
Schon bei dieser unterschiedlichen Gewichtung, verschiebt sich der Fokus, bei dem, was du sagen möchtest. Geht es darum, dass es jedem passiert, dass niemand perfekt ist? Das wäre besonders geeignet, wenn Kinder öfter mal die Augen verdrehen bei einem anderen Kind. Oder geht es um die Fehler? Wenn es Kindern zum Beispiel schwerfällt, sich zu entschuldigen oder öfter kommt „Ich war das nicht.“, ist eine Analyse über Fehler sehr sinnvoll, denn es ist nicht schlimm – wir sind Menschen da ist das so.

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Diese Methode „Negativschrift“ ist nicht nur geeignet wenn du mit dem Sketchboard Geschichten erzählst. Wenn dich dieses Thema interessiert habe ich HIER einen langen Artikel dazu geschrieben.

Im Gegenteil. Wenn du die Geschichte erzählt hast, mit einer Methode deiner Wahl (Theater, Pantomime, Vorlesegeschichte) ist es immer gut, wenn du in das Thema mit einer neuen Methode einsteigst.

In dem Video habe ich jetzt nur die Buchstaben nahegebracht, aber vielleicht wirst du ja aktiv und kre-aktiv und überlegst dir auch, wie du Symbole und Bildchen nutzen kannst. Sterne, Herzen, Pfeile, Smilies, Häuser, Sonne, Kreuz – all das sind Sachen, die du auch mit der Negativschrift darstellen kannst.

Kids lieben diese Art von Schrift, weil es gleichzeitig ein Rätsel ist.

Und wenn die ersten Kids rausbekommen haben, wie es geht, dann hole sie vor und lass sie selbst probieren.

Viel Spaß dabei 🙂

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Kleidung im Kindergottesdienst – zwischen Schlabberlook und High Heels

Kleidung im Kindergottesdienst – zwischen Schlabberlook und High Heels

Vielleicht denkst du: „Jetzt übertreibt Katrin aber. Jetzt will sie auch noch an meiner Kleiderordnung rumdoktorn.“

Richtig, das möchte ich. Selbst wenn du an allen Punkten am Ende ein Häkchen setzen kannst, weil du das alles schon tust oder nicht tust, glaube ich, dass es gut ist, wenn du dir die Zeit nimmst und darüber beim Lesen reflektierst, wie das mit deinem Klamottenstil im Kindergottesdienst so ist.

MerkenWie komme ich auf dieses Thema: Kleidung in der Kinderkirche

Badelatschen

Mich solltest du nicht im Kindeegottesdienst tragen.

Ich gebe zu, eigentlich hatte ich nur überlegt, wie ich meinen neuen Online-Shop, wo es hauptsächlich Klamotten gibt, mit von mir designte  Grafiken drauf, bewerben kann. Wenn ich auf Kinderwoche oder Mitarbeiterschulung unterwegs bin, spricht mich mindestens eine Person auf meine Shirts an, wo ich die herhabe und wo man die kaufen kann. Also habe ich bei Spreadshirt einen Kindergottesdienst-Shop eröffnet und wenn du dort was kaufst, gehen 10-15% der Arbeit des Kindergottesdienst-Coaches zu gute. Und ja, die von mir designten Shirts oder Hoodies oder Badelatschen oder Taschen, gibt es nur dort. Ich würde mich also freuen, wenn du vorbeischaust :). Werbung off.

Doch beim kreativen Gedankenwälzen, kamen mir immer mehr Punkte, die in Bezug auf Kleidung im Kindergottesdienst total relevant sind. Und genau das ist auch ein Grund, warum ich angefangen habe, eigene Shirts zu gestalten, weil es in meinen Augen nicht 100% das Passende gab, was ich, wenn ich unterwegs bin, anziehen möchte. Ich bin nicht so der 08/15 Typ. Ich liebe es,

  • wenn etwas wirklich eine Aussage hat,
    alles-bleibt-aber-anders-maenner-t-shirt-von-american-apparel

    Klick mich! Ich freu mich :).

  • wenn es zum Nachdenken anregt
  • wenn es zum Schmunzeln bringt
  • wenn es fromm ist, aber nicht plump
  • wenn ich gefragt werde, was das bedeutet.

Wirklich, ich habe schon einige richtig gute Gespräche geführt, wegen meiner Shirts.
Doch was hat es nun mit Schlabberlook und High Heels im Kindergottesdienst auf sich?

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Was strahlst du aus?

revolution-kigo-frauen-premium-t-shirt

Klick mich und ich freu mich :).

Schon allein das Wort „strahlen“ sagt vieles. Also, hast du mindestens einen Farbklecks in deiner Kleidung oder läufst du nur in grauen und schwarzen Sachen herum? Ein Paradebeispiel für Farbkleckse, die fröhlich machen und Optimismus ausstrahlen ist Daniel Kallauch. Was ist sein Markenzeichen? Seine farbige (oft rote) Brille. Das ist nicht albern oder kindisch, sondern in meinen Augen super geeignet, um Fröhlichkeit zu verbreiten.

Also schau mal deine Klamotten am Sonntagmorgen an? Welche Farben sind dabei? Wie sind die Accessoires?

MerkenKannst du dich bewegen?“

sprung, voller EInsatz mit richtigen KlamottenRennen, rumhüpfen, auf den Boden schmeißen, sich runterbeugen, im Kreis drehen, Kinder hochheben, Schrubberfußball spielen, auf kleinsten Stühlen sitzen oder gar auf dem Boden, aufspringen, weil ein gefüllter Getränkebecher kippt. Das alles gehört zum Alltag im Kindergottesdienst.

Ich höre oft: „Unsere Kids machen nicht mit“. Vielleicht liegt es ja daran, weil du auch nicht richtig mitmachst? Und das Problem ist gar nicht, dass du nicht mitmachen möchtest, sondern deine Kleidung dich dabei ein wenig hemmt.

Hier deine Checkliste:

  • Wie eng ist meine Hose? Kann ich ohne Probleme hoch- und wieder runtergehen, ohne Angst zu haben, dass sie gleich reißt?
  • Wie kurz ist mein Rock? Kann ich in die Hocke gehen, ohne Angst zu haben, dass mir jemand drunterguckt? Kann ich das Bein höherreißen, als die Kids, ohne dass alle gleich erschrocken gucken?
  • Wie tief ist mein Ausschnitt? Kann ich mich beim Basteln so herunterbeugen, dass eine Hand nicht immer meinen Ausschnitt zudrücken muss?
  • Wie hoch kann ich hüpfen? Wie schnell kann ich rennen? Wie gefahrenlos kann ich mich drehen, ohne aufgrund meines Schuhwerks, mir die Beine zu brechen? Auch wenn du vielleicht echt geübt bist, auf Stöckelschuhen zu laufen, Zeit mit Kids hat da echt noch mal andere Anforderungen.

Ja, wie du siehst – hauptsächlich eine Frauen-Checkliste.

Kannst du dich dreckig machen?

Ich freue mich auf Sonntag, auch weil ich dort andere Sachen anziehe, als in meinem Alltag. Nach einer Kinderwoche, wenn der Familiengottesdienst folgt, höre ich mindestens ein „oh Katrin“ mit einem erstaunten Unterton, weil sie wohl nie gedacht haben, dass auch ein bisschen chicer geht. Da so ein gutes Zwischending zu finden, zwischen Kindergottesdienst-geeignet und so, wie ich gerne in den Gottesdienst gehen würde, fällt mir manchmal schwer.

geliebt Hoodie Kindergottesdienst

Schau vorbei und klick mich.

Mir hilft in dem Moment, meinen Blick auf mein Ziel zu richten und das sind eindeutig die Kids. Es darf nicht schlimm sein, wenn dir mal jemand auf den Fuß latscht. Dein Fokus sollte im Kigo nicht darauf liegen, nicht dreckig zu werden. Wer mit Kids unterwegs ist, hantiert mit Farbe, Säge, Stiften, Klebstoff. Also zieh dich entsprechend an.

Ich liebe es zum Beispiel, mich draußen vor der Gemeinde auf die Stufen zu den Kids zu setzen. Du möchtest Beziehung bauen, dann überlege, ob du dich in der Kleidung, die du anhast, dazusetzen würdest.

MerkenLacht man mit dir oder über dich?

Ein schwieriges aber wichtiges Thema. Du wirst es kaum glauben, es ist ein Thema, zu dem ich oft gefragt werde, wie ich das machen würde, wenn… Los geht’s.

Nicht nur du solltest für dich so angezogen sein, dass der Fokus auf den Kids liegen kann, sondern du solltest auch so angezogen sein, dass die Kids nicht abgelenkt sind.

Ich habe dir mal ein paar Fragen herausgesucht, die mir zugemailt worden sind.
Vielleicht entdeckst du dich wieder. Lies sie, und prüfe für dich selbst, ob für dich da etwas dran ist und ändere es.

  • Mein Team-Kindergottesdienst-Mitarbeiter liebt Knoblauch und Zwiebeln. Es scheint so, als ob er sie besonders Samstagabend liebt. Die Kids nehmen manchmal sogar Abstand, weil er so stark Mundgeruch hat. Wie soll ich es ihm sagen?
  • Bei uns sollen die Kids im Kindergottesdienst keine Kaugummis kauen. Süßigkeiten gibt es nur in besonderen Situationen. Wie soll ich damit umgehen, dass er sich selbst nicht an die Regeln hält, die wir den Kids geben? Ich finde Kaugummikauen auch echt unhöflich, wenn er da von Vorne die Geschichte erzählt und Lobpreis-Lieder mit den Kids singt.
  • Ich arbeite wirklich gerne mit … zusammen. Aber immer, wenn er sich runterbeugt, rutscht seine Hose so tief, dass man seine A… – Ritze sieht. Die Kids grinsen sich dann immer einen ab. Ich trage auch gern Hosen, die tiefer sitzen, aber hab dann extra eine lange Bluse an oder ein Unterhemd, welches ich in die Hose stecke. Denkst du, ich kann ihm das einfach sagen?
  • … ist echt nett, aber seine T-Shirts sind ihm zu klein. Oft schaut sein Bauch raus oder sein nackter Rücken, wenn er den Kids beim Basteln hilft. Wie soll ich es ihm sagen?

revolution cap kindergottesdienstcoach

Starte die Revolution – jetzt!

Ich kann dir nicht sagen, wie du damit umgehen sollst, wenn andere so sind. Ich kann nur sagen, fange bei dir an. Und vielleicht gibt es ja irgendwann den Augenblick, wo du ganz mutig bist und voller Liebe, so dass die richtigen Worte kommen, um über ein unangenehmes Thema zu reden. Der Grund, warum du es nicht tust, wird wahrscheinlich sein, dass du den anderen nicht verletzen möchtest, aber wer weiß, vielleicht ist er ja auch dankbar. Der Ton macht die Musik.

Und ich bin dir dankbar, wenn du nun hier vorbeischaust :).

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Sketchnotes, Sketchboard – biblische Geschichten malen

Sketchnotes, Sketchboard – biblische Geschichten malen

Hach wäre das nicht schön, wenn du so richtig toll malen könntest? Wie krass du damit den Kindergottesdienst gestalten könntest. Die Kids würden gebannt zuschauen, wenn du vorne am Whiteboard eine Geschichte malend zauberst. Tja, schade – du kannst nicht malen.

 STOPP!

Hallo – jeder kann malen, auch du.

Heute zeige ich dir alles, wie du eine biblische Geschichte, eine kreative Vertiefung oder einen Zielgedanken zum biblischen Thema malen kannst. Und ich verspreche dir, auch du wirst das super hinbekommen. Mit ein paar Grundkniffen, die du in diesem Artikel kennenlernst, wirst du wunderbare Geschichten auf das Whiteboard, den Overheadprojektor, das Flipchart oder das Papier zaubern können.

Sketchboard – die 12 Grundformen um Objekte zu malen 

Sketchnotes sind eine Mischung aus Bildern, Texten und Strukturen, mit denen du eine etwas visualisierst. Es setzt sich zusammen aus dem englischen Wort Sketch (Skizze) und Notes (Notizen). Sketchboard ist die Tafel, das Whiteboard, auf dem der Inhalt dann zu sehen ist. Da du ja möchtest, dass mehrere Kids die Geschichte auch sehen können. Ist im christlichen Kontext das Wort Sketchboard malen oder auch von ganz früher Tafelbilder malen üblich.

Es gibt insgesamt 12 Elemente, mit denen du alles zeichnen kannst. Wirklich alles.

Sketchboard biblische Geschichte erzählen

Hier noch ein paar biblische Objekte, die genau aus diesen Elementen entstanden sind.

Sketchboard - biblische Objekte Geschichte erzählen

Sketchboard - biblische Objekte Geschichte erzählenSketchboard - biblische Objekte Geschichte erzählenSketchboard - biblische Objekte Geschichte erzählenSketchboard - biblische Objekte Geschichte erzählenMerken

Me

Sketchnotes – Menschen malen

Du hast vier einfache Möglichkeiten, wie du Menschen malen kannst.

  1. Die Strichmännchen

Strichmännchen biblische Geschichte erzählenDie Strichmännchen bestehen fast ausschließlich aus einfachen Linien. Der Kopf ist die einzige Form an dieser Figur. Ganz nach Bedarf und Geschmack kannst du weitere Körperteile aus Figuren bestehen (meist Bauch, Hände, Füße). Diese Figuren werden normalerweise schon im Kindergartenalter erlernt. Jedoch trauen sich viele irgendwann nicht mehr, mit diesen einfachen Figuren zu arbeiten.

2. Die Sternmännchen

Menshcen malen biblische GeschichteDie Sternmännchen haben im Vergleich zu den Strichmännchen etwas Volumen und lassen sich eher als Körper erkennen. Wer einen fünfzackigen Stern malen kann (und das ist nur Übungssache), dem gehen die Sternmännchen relativ leicht von der Hand. Du lässt die obere Zacke einfach weg und ersetzt sie durch einen Kreis, der den Kopf darstellt.

3. Das Kullermännchen

Geschichte aus der Bibel malen - KinderkircheDer Schwierigkeitsgrad der Kullermännchen bewegt sich zwischen den Strich und den Sternenmännchen. Sie lassen sich besonders einfach um kleine Dinge ergänzen, die der Figur schnell Charakter verleihen.

Du malst einen Kreis und einen Bogen untendrunter als Körper. Beine und Arme sind nur vorhanden, wenn du damit etwas Bestimmtes noch ausdrücken möchtest, wenn die Person zum Beispiel noch etwas in der Hand hält oder rennt.

4. Die Gelenkmännchen

Kindergottesdienst kreativ Geschichte erzählenDiese Figur erscheint am kompliziertesten, ist es aber gar nicht. Du malst einen Kopf und einen rechteckigen Kasten als Körper ran. Die Arme und Beine sind Striche. Jeweils am Ende und in der Mitte der Striche sind die die Gelenke. Als Hände und Füße malst du ovale Kreise.

 

Ich persönlich bevorzuge so ein Mittelding zwischen Strich-  und Gelenkmännchen. 🙂

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MerkenSketchboard – Gesichter malen, Emotionen zeigen

Gesichter malen biblische GeschichteViele Personen kommen ohne Gesichter aus. Besonders wenn du Geschichten erzählst, ist das Gesicht nicht wichtig. Weniger ist oft mehr. Dennoch gibt es Situationen, wo eine Emotion besonders wichtig ist. Zum Beispiel wenn es um das Staunen geht, dass Jesus ein Wunder getan hat. Oder sich jemand freut und davor traurig war. Bei allem musst du dir überlegen, worauf möchtest du den Schwerpunkt legen. Ein Geschichte die du mit Sketchnotes füllst kann auch nur aus Gesichtern bestehen, weil genau das das Wichtige für dich ist in der Geschichte – wie die Emotionen sich im Verlauf geändert haben.

Emotionen malenGrundsätzlich gilt, die Nase kannst du weglassen. Bzw. wenn, dann male sie unauffällig. Augenbrauen dagegen können sehr viel Emotionen rüberbringen.

Sketchnotes_AustenKleon

 

 

 

Austin Kleon hat auch ein schönes und sehr einfaches Modell entwickelt zum Malen von Emotionen.

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Gliedernde Elemente beim Sketchboard malen

Damit du nun Dinge hervorheben kannst, ist es wichtig, dass du bestimmte Dinge in Boxen schreibst oder malst.

Pfleie Sprechblasen beim Malen von biblischen geschichtenAndere Elemente sind auch Pfeile, Sterne, Punkte, Sprechblasen, Denkblasen, Schilder. Damit kannst Dinge aufzählen, z.B. welche Krankheiten hat Jesus geheilt oder auch Zusammenhänge darstellen, z.B. eine Richtung wohin Jesus geht. Einfach ein Pfeil an die Jesusfigur und schon läuft er los.

Hier eine Malerklärung für Pfeile mit Fläche:

  1. Eine Linie malen
  2. Eine weitere Linie parallel daneben
  3. Jetzt kommt die Pfeilspitze. Hierzu kurze Linien im rechten Winkel nach oben und unten anfügen. Die Spitze des Pfeils wird mit einem Punkt markiert.
  4. Die Enden der senkrechten Linien werden jetzt mit dem Punkt verbunden, fertig ist die Pfeilfläche.

Überlege dir ein System, was dicke Striche, gestrichelte Linien, dünne Linien bedeuten. Die Blöcke, in denen du Szenen malst dürfen nicht die gleiche Strichdicke haben, wie die Linien beispielsweise eines Weges, damit die Kids besser das Bild erkennen können.

Boxen Rahmen, Verzierungen für Szenen

Schön sind Umrandungen für Szenenblöcke –
hier ein paar Umrandungsmöglichkeiten:

MerkeDie 3 Schritte zur biblischen Sketchboard-Geschichte

Du hast nun die Grundlagen kennengelernt. Doch die Kunst ist es eigentlich aus diesen Elementen die Geschichte zu zaubern. Dazu empfehlen möchte ich dir den Artikel zu Mindmap-Geschichten. Dort lernst du deine Geschichte in Szenen zu erstellen und in Szenen zu denken. Und genau darum geht es auch, wenn du als ein Bild eine biblische Geschichte erzählen möchtest.

  • Überlege dir die Szenen – wie viele sind es, was kann ich streichen. Denn das Können beim Sketchboard-Zeichnen besteht darin, die Geschichte auf die Hauptelemente der Geschichte zu kürzen. Was muss mit rein – welche Menschen, was ist die Kulisse, welche Gegenstände.
  • Überlege dir die Überschrift, den Zielgedanken. Wo kann er in deinem Bild vorkommen. Das Coole ist ja, es steht noch nicht da, aber beim Erstellend er Überschrift kannst du schon mal die Grundinfos den Kids erzählen. Spannend ist auch das Zielwort. Ich lasse das Gern bis zum Ende hin leer und erst am Ende fülle ich diese Lücke aus, um den Spannungsbogen zu halten.
  • Und nun überlege dir, was malst du schon vorher und wo vervollständigst du die Sachen. Sinn des Malens ist ja nicht, dass die Kids dir die ganze Zeit zugucken, wie du malst. Der Schwerpunkt liegt dennoch im Erzählen der Geschichte. Das Malen ist die Visualisierung, um die Kids immer wieder in den Bann zu ziehen. Es entsteht etwas und das finden die Kids spannend.

Eine Schritt für Schritt Anleitung zu der Geschichte von Hagar findest du bei „The whole Story“ – eine Homepage, die die Geschichten der gesamten Bibel nach und nach kreativ erstellt.

Klick hier zur Schritt für Schritt Anleitung.

Dort siehst du die 4 Szenen und was du schon davor malen kannst und was im Erzählen vervollständigt wird.

Das Ganze geht nicht nur mit der biblischen Geschichte. Es gehen genauso Zielgedanken.

Sketchboard-Videos zu biblischen Geschichten

Ich habe dir noch ein paar Youtube-Videos zusammengestellt zur Inspiration, wie du malen könntest. Die Videos sind auf englisch – aber es geht ja um die Bilder. Ich persönlich male nie mit Tusche. Ich bin ein eher Whiteboardmaler, bzw. habe mein Pen-Tablet am PC. So sind auch alle Bilder hier in diesem Artikel entstanden. Finde dein Medium, wie es für dich passt. Klick einfach auf den jeweilgien Titel und du kommst zu dem Video.

 

Und nun wünsche ich dir viel Spaß beim Malen. Und wenn du mal ein Sketchboard zu einer Geschichte hast der zu einem Zielgedanken – poste ihn unten in den Kommentaren.

Das Kigo-ABC – letzte Rettung im Kindergottesdienst

Das Kigo-ABC – letzte Rettung im Kindergottesdienst

Sicher kennst du das:

  • irgendwie sind die Kids unruhig als sonst
  • das Thema passt nicht so, wie es sollte
  • der Gottesdienst geht länger und der Kindergottesdienst muss in die Länge gezogen werden

Heute gebe ich dir ein ganzes Kigo-ABC  an die Hand. Kreative Ideen, Spiel, und andere Möglichkeiten, um irgendwie doch noch die Kurve im Kindergottesdienst zu bekommen.

Los geht’s.

A wie „Abgeworben“Kigo-ABC Zeit überbrücken

  • Bei diesem Spiel werden die Kinder in zwei gleich große Teams eingeteilt.
  • Jedes Team hat drei Figuren. Den König, ein Drache und die Prinzessin. Diese werden still und heimlich in der Mannschaft bestimmt.
  • Das Spiel beginnt dann, wenn die Teams fertig gewählt haben und gegenüber voneinander stehen.
  • Der Spielleiter gibt ein Kommando. In dem Fall müssen die Prinzessinnen einen Kuss in die Runde werfen, der Ritter sein Schwert zücken und der Drache seine Arme hoch heben.
  • Gewertet wir das Ganze so. Der Drache gewinnt gegen die Prinzessin, der König gewinnt gegen den Drachen und die Prinzessin gegen den König. Der Spieler der verloren hat, muss in die gegnerische Mannschaft wechseln. Er wurde abgeworben.

B wie „Blinzeln bis du umfällst“Kigo-ABC Zeit überbrücken

Ein Klassiker unter den Spielen – das Gute ist, es ist leise.

Ein Kind wird nach draußen geschickt. Währenddessen bestimmt die Gruppe einen Blinzelkönig. Danach darf das Kind wieder in den Raum zurückkommen. Alle Kinder gehen im Raum spazieren. Werden diese vom Blinzelkönig angeblinzelt, stürzen sie zu Boden und bleiben liegen. Das Kind welches draußen war, muss herausfinden, wer der Blinzelkönig ist und zwar bevor alle umgefallen sind. Schafft er es, bevor alle umgefallen sind, hat er gewonnen. Wenn nicht, gewinnt der Blinzelkönig und das Kind muss wieder nach draußen.

C wie „Chaos-Spiel“Kigo-ABC Zeit überbrücken

“Manche kennen es auch als „Gordischer Knoten“ oder „Mutter, Mutter wir haben uns verheddert“

Alle Kinder stellen sich im Kreis auf. Sie strecken ihre Hände zur Kreismitte und schließen die Augen. Anschließend sucht jedes Kind für seine beiden Hände entsprechende Partner (Hände) zu finden. Jede Hand muss dabei eine andere Hand finden. Wenn möglich sollte vermieden werden, zwei Hände der gleichen Person zu fassen. Tja und schon ist das Chaos perfekt und dieses muss nun gelöst werden. Die Hände dürfen sich dabei natürlich nicht loslassen. Je nach Ausgangssituation können dabei mehrere Kreise übrig bleiben, die auch ineinander verschlungen sein können.

D wie „Du willst es wissen“Kigo-ABC Zeit überbrücken

Kinder möchten gern vieles wissen. Aber besonders aufmerksam sind sie, wenn du von dir erzählst. Wie wäre es denn mal mit einer (anonymen) Fragezeit? Sie können auf Zettel fragen schreiben, die zettel werden eingesammelt und dann darfst du beantworten. Du wirst merken, es wird euch ein ganz schönes Stück zusammenschweißen. Wichtig – sei ehrlich.

E wie „Eingeprägt“Kigo-ABC Zeit überbrücken

Vielleicht hast du ja Sachen mit, die zur Geschichte gehören und die du im Raum verteilst.

Am Anfang bilden die Kids Zweierteams. Nun führt ein Kind seinen Partner, der die Augen geschlossen hat, durch den Raum, indem er ihn an den Schultern dirigiert.
Wenn es einen interessanten Gegenstand sieht, hält es an, bringt den Kopf des Partners in die Position, dass dieser den Gegenstand gut sehen kann und macht ein „Foto“, indem es leicht mit der Handfläche auf den Kopf des Partners drückt. Der Partner muss nun kurz die Augen öffnen, sich den Gegenstand gut einprägen und schließt die Augen wieder.
Nachdem so etwa fünf Gegenstände „fotografiert“, lässt du die Kids erzählen, was sie so gesehen haben. Kommt darüber ins Gespräch, was das mit der Geschichte zu tun hat. Dann wird gewechselt (auch die Gegenstände).

F wie „Freiheit“Kigo-ABC Zeit überbrücken

Bei Jesus sind wir frei.

Die Gruppe stellt sich im Kreis auf und hält sich an den Händen fest. Eine Person stellt sich in die Mitte des Kreises und versucht aus dem Kreis auszubrechen, damit es in die Freiheit kommt.  Da, wo der Ausbruch gelingt, müssen diese beiden Personen in den Kreis und sind die neuen Ausbrecher, um in die Freiheit zu gelangen.

G wie „Ganz nah bei Jesus“Kigo-ABC Zeit überbrücken

Etwa ein Drittel der Gruppe bildet einen inneren Kreis und stellt sich mit gegrätschten Beinen auf. In der Mitte kannst du ein Plakat, wo Jesus drauf steht hinlegen.

Die restlichen 2/3 der Gruppe läuft um den Kreis herum. Auf Kommando hin versucht jedes Kind durch ein gegrätschtes Beinpaar zu kriechen. Diejenigen, die es als erste schaffen dürfen anschließend den inneren Kreis bilden.

H wie „Hutspiel“Kigo-ABC Zeit überbrücken

Ganz ehrlich ich liebe dieses Spiel – eines meiner Liebsten :).

Also:
Du stehst mit einem Hut hinter den Kids – dann bekommen sie durcheinander den Hut aufgesetzt und müssen zu einem bestimmten Thema ein Wort sagen, wer keins weiß oder eins sagt, welches schon genannt worden ist, fliegt raus. Das können Personen aus der Bibel sein, Lieder singen, Orte aus der Bibel, Dinge die in der Geschichte vorkommen usw.

I wie „Ich bin besonders“Kigo-ABC Zeit überbrücken

Kinder sind begabt und können viele Sachen. Manche Sachen machen sie auch besonders.

Das Spiel geht so ähnlich wie Kofferpacken, nur dass Besonderheiten die man hat gezeigt werden.

  • Das erste Kindergottesdienst-Kind beginnt und sagt: „Ich heiße… und ich kann… (Kopfschütteln, Fußtritt, Nase reiben, Handschütteln, verneinende Kopfbewegung, …)“.
  • Zum jeweiligen Satz wird gleichzeitig die entsprechende Bewegung gemacht.
  • Dann ist das nächste Kind an der Reihe, zeigt auf und spricht den Text des vorherigen Kindes nach: „Das ist… (Name des Kindes) und er/sie kann… (Bewegung nennen und ausführen.) Ich bin… (eigener Name) und kann… (eigene weitere Geste nennen und ausführen).“

Mal sehen, wer im „Sichmerken“ ganz besonders ist.

J wie „Ja – Nein“Kigo-ABC Zeit überbrücken

Die eine Seite des Raumes ist die JA-Seite, die andere Seite ist die NEIN-Seite.

Nun stellst du Fragen die die Kids mit Ja oder Nein beantworten können. Je nachdem, für was sie sind, sollen die Kids auf diese Seite des Raumes rennen.

Benutze dazu die Geschichte, die du erzählt hast oder ein Thema. Welches dran war.

Komme nach jeder Frage kurz – wirklich nur kurz, ins Gespräch, warum die Kids so oder so geantwortet haben.

K wie „Klopfspiel“Kigo-ABC Zeit überbrücken

  • Alle sitzen im Kreis und legen jeweils die Hände auf den Oberschenkel des rechten und linken Nebensitzers.
  • Ein Mitspieler beginnt und schlägt mit der Hand auf den Oberschenkel des Nachbarn.
  • Der „Schlag muss klar und deutlich sein, aber nicht zu doll. Im Uhrzeigersinn geht dieser Impuls nun reihum indem die nächste Hand mit dem Impuls an der Reihe ist.
  • Wird zweimal auf den Oberschenkel geschlagen bedeutet das Richtungswechsel.
  • Wer zu früh schlägt nimmt diese Hand aus dem Spiel (auf den Rücken).
  • Wird auch mit der zweiten Hand ein falscher Impuls gegeben scheidet derjenige endgültig aus.

Wer wird der Sieger sein?

L wie „Lach doch mal“Kigo-ABC Zeit überbrücken

Gerade bei den Vorschulkids sehr beliebt.

  • Ein Freiwilliger versucht die anderen zum Lachen zu bringen.
  • Alle anderen machen ein ernstes Gesicht.
  • Gelingt es ihm jemandem zum Lachen zu bringen, so muss dieser in die Kreismitte und sein Glück versuchen.

M wie „Memory à la Mensch“Kigo-ABC Zeit überbrücken

Warum immer nur Memory mit Karten spielen. Es geht auch anders?

  • In dem Fall müssen zwei Kids den Raum verlassen. Alle anderen Kinder bilden 2er Gruppen und denken sich jeweils eine Grimasse oder Bewegung aus.
  • Nun setzen sich alle Kinder verteilt im Raum zu Boden.
  • Die beiden Kinder werden wieder  in den Raum gerufen und dürfen mit dem Suchen beginnen.
  • Ein Kind startet, benennt 2 Kinder die ihre Bewegung oder Grimasse machen.
  • Sind sie gleich, hat es sozusagen ein Pärchen und darf noch mal, wenn nicht, ist das andere Kind dran.

Gewonnen hat der, der die meisten Pärchen hat.

N wie „Noch ein Wort“Kigo-ABC Zeit überbrücken

Hierbei geht es darum zusammen einen langen Satz zu bilden, der etwas mit dem heutigen Kindergottesdienst zu tun hat.

Die erste Person beginnt einen Satz mit einem Wort,der Nebensitzer wiederholt das Wort und fügt ein weiteres Wort an.Das geht so weiter bis mit der Zeit ein langer Satz entsteht, ohne dass Fehler gemacht werden.

  • Timo: Heute –
  • Johanna: Heute ging –
  • Paul: Heute ging es –
  • Emmi: Heute ging es um –
  • Jakob: Heute ging es um die –
  • Ben: Heute ging es um die Maria –

und so weiter.

O wie „Oh wie schön“Kigo-ABC Zeit überbrücken

Teile die Kids in Gruppen von 2-4 Personen. Sie sollen sich in der Gruppe ein Standbild überlegen, welches eine Szene aus der biblischen Geschichte war. Wenn alle sich etwas überlegt haben. Kommt eine Gruppe vor, macht ihr Standbild und die anderen raten, welche Szene genau das war. Natürlich kannst du auch jeder Gruppe speziell die Szene schon sagen, wenn du denkst, dass das einfacher ist.

Wichtig ist – es wird gelobt, gestaunt… halt „oh wie schön“.

P wie „Plumps“Kigo-ABC Zeit überbrücken

Ehrlich gesagt, ich habe keine Ahnung, warum das Spiel so beliebt ist, aber es wird immer gern gespielt.
Der Satz „Eine Ente, mit 2 Beinen, springt ins Wasser, plumps!“ geht reihum, wobei jede Person nur einen Teil des Satzes sagt. Also: Person 1 sagt: „Eine Ente“, Person 2 fährt fort: „…mit 2 Beinen“, Person 3 macht weiter: „springt ins Wasser“, Person 4 sagt: „plumps!“.
Dann macht Person 5 weiter: „Zwei Enten“, Person 6 sagt: „mit 4 Beinen“, Person 7 sagt: „springen ins Wasser“, Person 8 sagt: „plumps“, Person 9 sagt: „plumps!“. Bei jeder neuen Satzrunde erhöht sich also die Entenanzahl, und die Anzahl der Beine entsprechend und auch das Wort plumps geht entsprechend der Anzahl der Enten nach oben. Dabei darf das Wort „plumps“ nur von einer Person einmal genannt werden.
Bei 10 Enten sagten 10 Mitspieler plumps nacheinander auf.
Auf wieviel Enten bringt es die Gruppe, bis der erste Fehler gemacht wird?

Q wie „Quasseln verboten“Kigo Alphabet

Bilde zwei Gruppen. Dann gibst du verschiedene Sachen vor, in welcher Reihenfolge sich die Kids in ihrer Gruppe aufstellen sollen. Dabei ist das Quasseln aber verboten. Die Frage ist, welche Gruppe schafft es am schnellsten? Die Sortierungen können zum Beispiel das Alter, die Schuhgröße, wer, wenn er seine Arm hochstreckt am höchsten kommt, wer die meisten Spiele hat usw. sein.

R wie „Rollenspiel“Rollenspiel im Kigo - ABC

Kids lieben es das, was schon war noch einmal nachzuspielen. Und meistens gibt es ja auch eine biblische Geschichte. Lass sie dabei selbst aktiv werden.
Nicht alle müssen Schauspieler sein. Einige können sich ein kleines Buhnenbild überlegen. Wer stellt den Zuschauerraum? Wer macht die Kostüme? Gibt es eine Ansage? Wer ist das Publikum? Lass sie überlegen, was sie als Publikum als Applaus am Ende rufen können.
Halte für alle Bereiche Material bereit (Pappen, Stoffe, Zeitungen, Verkleidungszeug).
Gib eine Zeit vor und gib jeweils an, wie spät es ist und wie viel Zeit sie noch haben. 5 Minuten zusammen überlegen. 5 Minuten Material durchsuchen. 5 Minuten Sachen erstellen. 5 Minuten nochmal alles kontrollieren. Viel Spaß beim Theater :).

S wie „Stationen“Stations-Spiel Kindergottesdienst

Kinder lieben Stationen. Einfach weil sie so das Gefühl haben, sie dürfen selbst entscheiden, was sie tun. Das Gute an Stationen ist, dass du es dennoch in der Hand hast, und sie führen kannst, in welche Richtung das Ganze gehen soll. Theoretisch kann man fast die gesamte Kleingruppenzeit in Stationen packen. Sieh zu, dass bei den Stationen verschiedene Sinne angesprochen werden.
Stationen können alle im gleichen Raum sein und die Kids können frei wählen, wo sie hingehen. Bei Schulkindern können sie auch alleine laufen. Erkläre ihnen vorher die Stationen und dann lass los.
Super geeignet sind immer Plakate, wo sie was malen oder schreiben können und ihr am Ende mal schaut, was dabei herausgekommen ist. Rätsel sind auch immer schön. Gut sind auch Zettel, die dann irgendwo hinkleben, abreißen, oder zerstören, wenn es zum Thema passt. Vielleicht hast du zum Thema auch ein Lied oder eine Filmsequenz, die zum Thema passt. Eine andere Idee ist den Bibeltext auslegen und sie sollen das für sie wichtigste Wort unterstreichen.

Wenn du mehr Kontrolle haben möchtest, dann fertige einen Laufzettel an. So geht auch jedes Kind zu allen Stationen. Hilfreich kann auch eine Klingel sein, die signalisiert, dass die Kids die Stationen wechseln sollen.

Am Ende der Stationen solltest du die Möglichkeit haben mit ihnen über das Erlebte ins Gespräch zu kommen.

T wie „Torten-Massage“Massage Kindergottesdienst

Wenn Kinder sich wieder mal nicht beruhigen wollen, kannst du Folgendes versuchen. Die Torten-Massage (vielleicht kennst du es auch als Pizza-Massage). Nach dieser werden die Kids sicher wieder dabei sein oder sich beruhigt haben. Die Kids sitzen in einer Reihe oder im Kreis, so dass sie den Rücken des Vorder-Kindes sehen. Dann beginnt das Tortebacken.

  • Teigkneten,
  • glatt streichen,
  • kosten,
  • Obstschneiden,
  • Obst rauflegen,
  • Sahne schlagen usw.

Du erzählst, was passiert und alle backen. Vielleicht hast du ja dann sogar eine Erdbeertorte dabei, die ihr alle essen könnt.

U wie „Ungelogen“ungelogen Lügen in der Kinderkirche

Spinnt doch mal die biblische Geschichte, wie sie auch hätte sein können. Gerade bei älteren Kids oft ein Renner. Einer fängt an die Geschichte zu erzählen. Dazu setzt er sich z.B. in die Mitte auf einen Stuhl. Wenn jemand anderes weitererzählen möchte, springt er einfach auf und der in der Mitte muss gehen, oder wenn der in der Mitte nicht weiter weiß, steht er auf. Am einfachsten ist es, wenn du mit der Geschichte anfängst, aber den Verlauf gleich am Anfang änderst.

Zum Beispiel:

  • Als der Fisch Jona an Land spukte, dachte Jona gar nicht daran nach Ninive zu gehen, sondern…
  • Als Jesus Bartimäus fragte, was er möchte, sagte Bartimäus, ich möchte gern eine andere Arbeit haben, immer das Betteln ist mir so langweilig.
  • Als David Goliath sah, bekomm er Angst und rannte weg. Er rannte und rannte und landete in…

Wichtig ist, dass du den Kids am Anfang sagst, dass es nicht darum geht, sich lustig zu machen, sondern dass Gott auch Humor hat und uns Phantasie geschenkt hat.

V wie „Vermalt“malen im Kindergottesdienst

Es werden 2 Gruppen gebildet. Jeweils dem ersten Kind wird gleichzeitig ein Bild mit einem Begriff gezeigt (Sonne, Wolke, Auto, Blume, Dreieck, Strich). Dieser Begriff wird nun auf den Rücken der nächsten Person gezeichnet, welche wiederum das „empfangene“ Bild auf den Rücken des nächsten Kindes weitergibt.

Kann die letzte Person das Bild auf ein Blatt Papier zeichnen oder den richtigen Begriff nennen?
Das Spiel ist ähnlich wie „Stille Post“.

W wie „Wortkette“Wortkette Kindergottesdienst

Dieses Spiel kannst du gut nutzen, um das Thema oder die Geschichte noch einmal zu vertiefen.

Das erste Kind nennt ein Wort. Zum Beispiel: „Wunder.“ Das zweite Kind muss dann aus dem Endbuchstaben wieder ein Wort bilden. In dem Fall wäre es das „R.“ Wenn das Kind jetzt „riesig“ sagt, muss das nächste ein Wort mit „G“ finden. Natürlich darf jedes Wort nur einmal gesagt werden. Wenn ein Wort kommt, wo ihr den Zusammenhang zur Geschichte nicht versteht, muss das Kind es erklären können. Zum Beispiel: „Ich finde es riesig, dass Jesus Wunder tut.

X wie „X-mal“kreativ Kindergottesdienst X-mal

Dies ist eine Lernvers – Lernaktion. Verse irgendwie drauf zu haben ist gut, aber sie einfach nur auswendig zu lernen ist auch langweilig. Hier geht es darum den Lernvers X-mal aufzusagen. Doch der Schwierigkeitsgrad wird immer mehr erhöht. Gern kannst du auch Mädchen gegen Jungs spielen lassen.

Den Schwierigkeitsgrad steigerst du durch bestimmte Bewegungen etc. die dazu kommen. Hüpfen, drehen, am Ohr ziehen, Augen drehen, Mund muss aufgerissen bleiben, Zunge raus usw.
Ja, und du verstehst das richtig, es kommen immer mehr Sachen dazu.

Y wie „Yen oder Euro“yen Euro geld Kindergottesdienst

Warst du gespannt, was beim Y kommt? Eigentlich ist „Yen“ totaler Quatsch :).
Also – hier geht es ums Geld, vielleicht ist das Thema kostbar oder so etwas in der Art. Es treten wieder 2 Kids gegeneinander an. Sie bekommen ihre Augen verbunden und dann bekommen sie Geldstücke (die gleichen) erst einmal eins dann auch mehr. Sie müssen ertasten, was es ist, bzw. dann auch zusammenrechnen.

Welche Gruppe hat die besten Treffer?

Z wie „Zahnlos“ABC Alphabet Kinderkirche

Klingt vielleicht albern, aber wird wenigstens kurzzeitig die Konzentration steigern. Stelle zum Thema Fragen und die Kids müssen antworten ohne ihre Zähne zu zeigen.

Wer es doch tut, fliegt raus. Und wer weiß, vielleicht fliegst du ja als erstes?


Babämm – das war das ganze Alphabet 🙂

Fallen dir noch kreative Lückenfüller, Kreativmacher, Spaßfaktoren ein? Dann teile sie uns unten in den Kommentaren mit :).

Fußball in der Kinderkirche

Fußball in der Kinderkirche

Die Europameisterschaft hat gestartet und auch ich sitze gebannt vor dem Fernseher und bibbere mit meiner Mannschaft. Da ich nicht so Ahnung von den Mannschaften habe, suche ich mir oft erst mitten im Spiel aus, für wen ich eigentlich bin.

Erstaunlich ist, welche Parallelen es beim Fußball zum Kindergottesdienst gibt und diese Parallelen möchte ich dir nicht vorenthalten.

Die Mannschaft – durch dick und dünn

Man sagt ja immer Kerle sind so hart und zeigen keine Emotionen. Bliblablub – das ist im Fußball ja wohl sowas von anders. Herrlich, wenn einer ein Tor geschossen hat und alle seine Mannschaftskameraden kommen auf ihn zugestürmt und schmeißen sich auf ihn. Oder wenn der Pokal in ihren Händen liegt. Wir sind eine Mannschaft. Sie sind eins. Aller Stress, alle Streitigkeiten sind wie weggeblasen. Sie reißen ihre Münder für das Sieger-Gemeinschafts-Photo sperrangelweit auf. Herrlich.

Was seid ihr für ein Team im Kindergottesdienst? Wenn es gut lief, bekommen die anderen es mit? Jubeln sie mit dir? Weinen sie mit dir? Steht ihr füreinander ein? Ein funktionierendes mit-fühlendes Team ist so wichtig. Und wenn du alleine Kinderkirche machst, dann suche dir eine Person, die mit dir mitfühlt, mitlacht, mitweint. Fußball ist ein Mannschaftssport und Kindergottesdienst ist auch im Team am schönsten.

Der Schiri – alles im Blick

Fußball Schiri in der KinderkircheGanz ehrlich, ich möchte nicht der Schiri sein beim Fußball. Wie oft der angemeckert wird… Und wenn er einen Fehler macht… wouhwww – das kann das ganze Spiel zum Kippen bringen und es gewinnt am Ende der Falsche. Und dennoch, der Schiedsrichter ist ein Mensch, und es passiert nun mal, egal wie viele Hilfsmittel es gibt, dass man einen Fehler macht.

Doch was fatal in einem Spiel ist, wenn der Schiedsrichter im Fußball nicht konsequent und klar ist. Fußball wird einfach nur ätzend, wenn die Spieler merken, sie können machen, was sie wollen – der Schiedsrichter hat das Spiel eh nicht unter Kontrolle.

Die Aufregung ist genauso groß, wenn der Schiedsrichter im Fußball unfair ist.

Du bist der Schiri im Kindergottesdienst.

  • Sei konsequent.
  • Sei fair.
  • Sei klar.
  • Doch bei allem, wisse: Du bist ein Mensch. Fehler passieren, verzeih dir.

Verloren – wirklich?

Diese 90 Minuten hätte ich mir auch sparen können!“ oder „Wow, was für ein Spiel!“ So sieht es auch oft nach dem Kindergottesdienst aus. Was ich dir sagen möchte: „Das ist einfach manchmal so!“ So, wie sich alle Spieler angestrengt haben und das Training vorher gut lief, kann es dennoch einfach mal in die Hose gehen. Doch wie in der Vorrunde, deswegen ist nicht alles verloren. Nein, beim nächsten Spiel geht’s weiter. Doch wie cool, ist es, wenn es richtig gut gelaufen ist – durch das effektive Training, kamen die Pässe an, das Zusammenspiel hat harmoniert, die Mannschaft hat Tore geschossen. Man  geht als Sieger vom Platz. Glücksgefühl. Ich wünsche dir, dass du dieses Gefühl auch oft hast, wenn es Sonntagnachmittag ist.

  • Die Vorbereitung lief ohne Stress und du hattest genug Zeit.
  • Deine kreativ-Ideen kamen bei den Kids an.
  • Ihr habt euch im Team super ergänzt.
  • Der Zielgedanke machte eine Punktlandung – er traf bei den Kindern genau ins Herz.

Der Elfmeter – die Entscheidung

Elfmeter im KindergottesdienstEgal, ob das Spiel in die Verlängerung gegangen ist, oder ob es mitten im Spiel einen Elfer gibt. Das Herz pumpt, der Atem stockt. Und dann Jubel – hoffentlich. In der Bibel steht, dass wenn ein Mensch zu Jesus findet, ein Freudenfest im Himmel ist. So wie die Menschen von den Sitzen springen, jubeln, sich um den Hals fallen und Freudetränen in den Augen haben. Hast du’s? Dieses Gefühl?

Jedem Kind im Kindergottesdienst solltest du die Möglichkeit geben, eine Entscheidung für oder auch gegen Jesus  selbst fällen zu dürfen. Ja, dir wird das Herz pumpen, aber verpasse es nicht, den Kids die Möglichkeit zu geben, sich zu entscheiden. Und dann juble.

Die Schwalbe – alles nur Fake

Fußball schwalbeBoah, kann ich mich da aufregen, wenn so ein Heinz tut als ob. Wie so ein Memmchen, liegt er dann am Boden und flennt: „Der hat mir wehgetan.“ Durch die Hände schaut er dann, ob der Schiri guckt und wenn der nichts mitbekommen hat… Huch, auf einmal kann er wieder aufspringen und losstürmen. Bah, sag ich da nur.
Warum das Ganze, auch wenn es oberpeinlich ist? Er erhofft sich dadurch, dass seine Mannschaft einen Vorteil bekommt. Bestenfalls sogar ein Tor schießt, einen Elfer rausholt und gewinnt.

Gewinn durch Manipulation

So könnten wir das Ganze nennen. Und auf einmal wird es persönlich. Manchmal habe ich den Eindruck, dass ich auch manipuliert worden bin als Kind und Jugendlicher in meiner Gemeinde. Und das sitzt ganz tief. Und es ist etwas, was ich auf keinen Fall möchte. Ja, das passiert mit gutem Grund „Wir wollen die Kids für Jesus gewinnen“. Aber Manipulation ist der falsche Weg. Ich möchte, dass sich jedes Kind, jeder Jugendliche und Erwachsene selbst entscheiden kann, und möchte weder durch Angst-Mache noch durch Schönfärberei die Menschen für Jesus gewinnen. Ich bitte dich, achte darauf.

Die Fans – Begeisterung pur

Was ist Fußball ohne seine Fans? Nichts. Ist doch so. Wenn es keine Fans gäbe, würden wir keine Spiele im Fernsehen oder in riesen Stadien sehen. Im Fußball ist das Fanwerden mittlerweile ein Selbstläufer. Im Kindergottesdienst nicht.

Fußball Fans KinderkircheVielleicht ist Fansein ein komischer Ausdruck in Bezug auf Kindergottesdienst. Lass mich erklären, wie ich es meine. Der Kindergottesdienst oder generell der Kinderbereich wird meines Erachtens nach immer noch viel zu wenig gesehen und beachtet. Im Kopf ist das Denken beim Pfarrer oder Kirchenvorstand, bei den Ältesten und Gemeindemitgliedern vorhanden, dass es diesen Zweig in der Gemeinde gibt. Und vom Kopf her ist ihnen das auch wichtig.

Doch ich finde, wir sollten unsere Gemeinde zu Fans vom Kindergottesdienst machen.

Auch wenn sie das Spiel nicht bestreiten, wenn sie nicht wie du der Schiedsrichter sind. Ich wünsche uns Kindergottesdienst-Mitarbeitern, dass die Gemeinde

  • jubelnd dasteht, wenn es phantastischen Kindergottesdienst gibt
  • uns unterstützt, wenn es mal nicht so läuft
  • Zeit und Geld investiert
  • interessiert zuhört, wenn es um die Kinderkirche geht
  • voll hinter der Arbeit im Kinderbereich steht

und das mit ganz viel Herz.

Vielleicht gehörst du zu den vielen Kinderkirchen-Mitarbeitern, die nicht gesehen werden. Die das Gefühl haben, dass „denen da oben“ es piepsegal ist, was du tust.

Es ist nicht egal.

Wenn du Ideen hast oder selbst schon erlebt hast, wie die Gemeinde, der Kirchenvorstand oder der Pfarrer Fan von der Kinderkirche werden kann, dann poste es doch unten in einen Kommentar. Durch viele Zuschriften von euch, weiß ich, dass das ein wichtiges Thema ist:

„Wie schaffen wir es, dass der Pfarrer oder der Kirchenvorstand uns wichtig nimmt?“

Wenn du da eine Anregung hast, teile sie uns mit. Danke dafür.

Und nun lasst uns die EM 2016 genießen – und zwar ohne Meckerei.

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Glauben glaubhaft vermitteln – die 10- bis 12-Jährigen im Kindergottesdienst

Glauben glaubhaft vermitteln – die 10- bis 12-Jährigen im Kindergottesdienst

Heute war ich wieder im Kindergottesdienst. Das war total schön. Unsere Kindergottesdienstmitarbeiterin hat eine Geschichte erzählt, wir haben ein Bewegungslied gesungen und alle haben mitgemacht. Dann hat jeder noch ein Bild zum Ausmalen bekommen.

Was denkst du, hat das ein 11-Jähriger Junge gesagt?

Natürlich nicht, doch wenn du jetzt überlegen musst, dann solltest du auf jeden Fall weiterlesen, denn heute geht es darum, dass du besser verstehen kannst, wie ca. 9- bis 12-Jährige ticken und wie du genau sie im Kindergottesdienst begeistern kannst.

Vorne weg – Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Dennoch gibt es schon Dinge, die du in der Kinderkirche beachten kannst, wenn du diese Altersgruppe hast. Ich nenne ihn mal den „Fast-Teenie“ – denn so ist es. Wir befinden uns in dem Stadium, wo das Mädchen oder der Junge nicht mehr nur noch Kind ist, aber auch noch kein wirklicher Teenie oder gar Jugendlicher ist.

Was geht ab bei 10- bis 12-Jährigen

Und da haben wir auch schon die spannende Herausforderung. Denn in einer Spannung lebt der 10- bis 12-Jährigen. Er liebt es nach wie vor:

  • Dinge zu erforschen
  • Mechanismen zu verstehen
  • er ist lern- und begeisterungsfähig
  • er ist kreativ und motiviert
  • er versteht mehr und mehr Zusammenhänge

Auf der anderen Seite, geht es immer mehr darum cool zu sein, in zu sein. Egal ob in der Bücherwurmgruppe oder dem Fußballteam. Tja, und wenn man das sein möchte, dann ist man der Checker und gibt ungern zu, dass man Sachen vielleicht doch noch nicht so geschnallt hat.

  • Wenn du als Fast-Teenie nicht mithalten kannst, dann hast du verloren.
  • Wenn du als Fast-Teenie nicht dazugehörst, dann gehst du unter.

Der 10- bis 12-Jährige wächst und wächst. Der eine früher, der andere später. Vielleicht erinnerst du dich daran. Wenn nicht, versetze dich nochmal in die Zeit, als du in dem Alter warst. Wie war es, als dein Körper angefangen hat, nicht nur in die Höhe zu schießen, sondern auch anfing erwachsen zu werden.  Und je nachdem, wo der Fast-Teenie ist, ist es entweder toll, schon “weiter“ zu sein oder halt total Panne.

Der Fast-Teenie ist immer in der Bredouille:

„Passe ich mich an oder bin ich ich.“ Er sehnt sich danach zu verstehen, wie er ist und wer er ist und dennoch, ist es enorm wichtig in dieser Phase „reinzupassen“.

Dadurch agiert er oft so, wo wir Erwachsenen einfach nur den Kopf schütteln oder total bescheuert finden. Und das spüren sie. Sie fühlen sich unverstanden und einsam. Sie verstehen sich ja selbst oft nicht. Doch zugeben, würden sie das nie. So schwanken sie zwischen Emotionen und haben das reinste Gefühlschaos in sich.

Wenn du jeden Monat einmal in ein Fast-Teenie-Zimmer gehst, wirst du immer wieder Veränderungen feststellen können. Besonders bei den Mädchen, werden die Wände mit Postern zugekleistert. Fast-Teenies starten damit, nach Idolen und Vorbildern zu suchen.

Und der 10- bis 12-Jährige lernt (hoffentlich) langsam ganz bewusst sich für ein „Ja“ oder ein „Nein“ zu entscheiden.  Die Zeiten wo der Papa motiviert sagt: „Los komm wir spielen das, das macht Spaß!“ – selbst losrennt und das Kind rennt mit, ist vorbei. Der Fast-Teenie weiß selbst, was ihm Spaß macht oder nicht, auch wenn das von Monat zu Monat was anderes sein kann. Fußball, Ballett, Pferde, Badminton, Theater, Schlagzeug. Denke nicht, nur weil vor 3 Monaten der Fast-Teenie von etwas geschwärmt hat, dass das immer noch so ist. Von einem Tag auf den anderen kann das Saxophon das furchtbarste Instrument sein und nun die Triangel total cool sein.

Glauben glaubhaft vermitteln als Kindergottesdienst-Mitarbeiter

Wenn du deine 10- bis 12-Jährigen kennst, wirst du schon einen kleinen Blick in die Zukunft werfen können, was aus diesen grandiosen Menschen einmal werden könnte.

Und da sind wir schon genau am Kern in diesem Alter. Wenn du vorher noch mit gut erzählten Geschichten punkten konntest oder dich große Kinderaugen dankbar anschauten, weil du ihnen beim Ausschneiden geholfen hast, gelten hier die folgenden 2 Grundsätze:

Baue Beziehung. Schaffe Vertrauen.

Wie machst du das?

  1. Rede mit ihnen.

Beziehung bauen EntwicklungspsychologieDu kannst im Kindergottesdienst nicht mehr DEIN Programm durchziehen. Wenn ihnen etwas auf der Seele brennt, dann höre zu, dann sei da, dann rede mit ihnen. Sie lieben es, wenn du dich wirklich mit ihnen unterhältst. Sie werden dir zuhören, wenn du von dir erzählst. Von deiner Menschlichkeit, von deinen Kämpfen. Sie werden dir zuhören, wenn du Antworten gibst auf IHRE Fragen und nicht auf das, was du denkst, was für sie wichtig ist. Erziehe sie nicht an der kurzen Leine, behandle sie als Partner. Sie wollen verstehen, wie sie werden und genau du kannst ihnen dabei helfen, indem du ihnen die Erwachsenen-Welt erklärst und ihnen zeigst, wie du sie siehst. Erinnerst du dich, sie brauchen Vorbilder. Vielleicht möchtest du ihr Vorbild sein, ihr Mentor. Das schaffst du, indem du dich öffnest und ihnen die Schatten- und Sonnenseiten des Lebens und des Glaubens zeigst.

  1. Schenke Vertrauen.

Sie wollen keine Kinder mehr sein und das sind sie nun auch langsam nicht mehr, also behandle sie auch nicht so. Auch wenn das öfter gefühlt für dich in die Hose geht. Gebe ihnen, wenn sie wollen und danach fragen, Verantwortung. Und auch da wieder, wenn sie es verpeilt haben, dann rede mit ihnen darüber,

  • nicht als Lehrer, sondern frage, warum es nicht geklappt hat
  • nicht vor den anderen, denn nichts ist schlimmer, als sich vor den anderen die Blöße zu geben

Salz, Tipp, KindergottesdienstUnd dann probiere es erneut, wenn sie wollen. Sie brauchen das Gefühl, dass du ihnen dennoch vertraust. Ja, in dem Alter brauchen sie es, Dinge ausprobieren zu dürfen.

Und dann lobe sie und erkenne an, was sie getan haben.

  1. Fordere sie.

Nichts ist schlimmer, als wenn du sie unterforderst. Im Kindergartenalter ein „Kenn ich schon!“ ist keine Kritik, sondern, das Kind freut sich über sich selbst. Doch bei einem 10- bis 12-Jährigen ist das knallharte Kritik. Erzähle ihnen nichts, was sie schon kennen, sondern lasse sie persönliche Erfahrungen machen mit den Geschichten die sie kennen. Gehe an ihre Grenze, aber nicht drüber.

  1. Schau hinter die Kulisse

hinter die Kulisse schauenUnd das ist der Schlüssel bei allem. Schau hinter die Kulisse der Geschichte, die deinen Zielgedanken vertieft. In dem Alter reicht es als Kindergottesdienst-Mitarbeiter nicht mehr aus, nur die Geschichte zu erzählen. Die kennen sie meistens eh schon.  Bring deinen Laptop mit und stöbere mit ihnen zusammen in den Bildern von Jerusalem rum. Begreifst du die Zusammenhänge der Geschichte Israels? Hast du dich damit beschäftigt? Du musst nicht besser sein als sie, aber dann sei ehrlich und erforsche, entdecke und staune mit ihnen gemeinsam. Du musst nicht mehr den Anspruch haben, mehr Ahnung zu haben. Wichtig ist deine Beziehung zu Gott, wie du dein Christsein lebst und vorlebst.

Lass sie sich in die Personen hineinversetzen. Lass die Menschen der Bibel oder andere Persönlichkeiten Mensch werden, so dass sie sich darin wiederentdecken. Es geht nicht mehr um Geschichten, es geht um die Menschen dahinter.[/text_output][/vc_column][/vc_row][vc_row padding_top=“0px“ padding_bottom=“0px“ border=“none“ parallax_image=““][vc_column fade_animation=“in“ fade_animation_offset=“45px“ width=“1/1″][ultimate_heading main_heading=“Worum geht es wirklich bei den 10- bis 12-Jährigen?“ heading_tag=“h4″ spacer=“line_with_icon“ spacer_position=“bottom“ line_style=“inset“ line_height=“1″ line_color=“#295719″ icon_type=“custom“ icon_img=“559″ img_width=“48″ line_width=“20″] [/ultimate_heading][/vc_column][/vc_row][vc_row padding_top=“0px“ padding_bottom=“0px“ border=“none“ parallax_image=““][vc_column fade_animation=“in“ fade_animation_offset=“45px“ width=“1/1″][text_output]Um alles oder nichts. Auch wenn sie sich davor vielleicht schon für einen Weg mit Jesus entschieden haben, als Fast-Teenie hast du als Kindergottesdienst-Mitarbeiter die Möglichkeit, Hilfestellung zu geben, dass sie eine wirkliche Beziehung zu Jesus aufbauen. Und Beziehung meint auch  Beziehung. Geh an die Ecken und Kanten des Christseins. Speise sie nicht mit leeren Floskeln ab. Ein „wenn du betest, wird alles gut“ funktioniert nicht mehr, denn manchmal heißt es auch zu warten oder auch ein Nein hinzunehmen. Und ja, der einzige Weg ist es, dabei persönlich zu werden,

  • durch die Personen der Bibel (z.B. Paulus, Petrus, Johannes)
  • durch andere Biografien von Menschen, die sie faszinieren könnten
  • und durch dich

Weitere Fragen stellen sich.

  • Hat der Fast-Teenie bei dir in der Gruppe auch den Raum persönlich zu sein?
  • Wie ist die Atmosphäre?
  • Inwieweit kann dort ungefiltert gesprochen werden?
  • Herrscht ein Raum der Akzeptanz dort? Gruppe Beziehung
  • Hat jeder 10- bis 12-Jährige mindestens einen Freund in der Gruppe oder gehört zu einer Teilgruppe dazu?

Wenn das nicht so ist, musst du dich nicht wundern, wenn jemand nicht gern oder nicht mehr kommt. Freunde sind die Grundlage des Wohlfühlens in einem Raum oder der Grund überhaupt zu einer Veranstaltung zu kommen. Wenn die beste Freundin nicht kommt, ist alles doof.

Was der 10- bis 12-Jährigen erleben kann und möchte.

1. Ich kann Gott begegnen!
  • Zum Beispiel durch die Bibel – bringt alle eure Bibeln mit. Was für Anstreichsysteme benutzt ihr? Warum? Wie hat die Bibel schon einmal zu dir gesprochen? Konkret.
  • Zum Beispiel durch Stille – ich bin gespannt, ob ihr Stille wirklich aushaltet.
  • Zum Beispiel durch Singen – und da gilt nicht deine Musik, sondern lass die Kids ihre Musik auch mitbringen und warum sie zu ihnen spricht. Und nochmal, nimm sie ernst – jeder Geschmack kann unterschiedlich sein.
  • Zum Beispiel durch die Natur – ja dann geht doch mal raus!
2. Gott hat mich begabt!

Vielleicht geht ihr nicht nur auf die Standards ein. Es gibt zum Beispiel auch die Begabung wie

  • Zuzuhören
  • Sachen zu sehen, die andere nicht sehen,
  • Andere in Schutz zu nehmen

Denk weiter und lass die Kids weiterdenken. Es geht nicht nur um Sport, Mathe und Gedichte aufsagen. Es geht um Eigenschaften, die die Kids auch im Alltag gebrauchen können.

3. Ich lerne gute Entscheidungen zu treffen!

Wo haben Menschen schon schlechte Entscheidungen getroffen. Stelle sie bewusst vor Konflikte und lasse sie es aushalten. Zu einem Menschen zu stehen, der in der Schule der Looser ist, scheint christlich zu sein, aber was hat man davon, wenn man dann auch ein Looser ist? Nein, man kann nicht immer so oberfromm sein. Und sei ehrlich, du bist es auch nicht.

4. Was bedeutet für mich Nachfolge Jesu – will ich das? Was heißt das konkret für mich.

Für mich heißt Nachfolge, Gott zu lieben, meinen Nächsten zu lieben und mich selbst zu lieben. Darin eine Balance zu finden, ist die Herausforderung des Lebens, denn auch ich selbst darf nicht hinten runterfallen, denn dafür hat Gott auch mich genauso lieb wie die anderen. Leben als Christ ist nicht einfacher als ein Leben, wenn man sich gegen Gott entscheidet. Das ist so. Und genau deswegen ist es so spannend mit ihnen den Weg der Nachfolge zu gehen und da zu sein.

Und wenn sie sich entschieden haben, dann mit ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe. Ich wünsche dir, dass du das erlebst.Wegbegleiter für 10- bis 12-Jährige

Möchtest du da sein?
Möchtest du Beziehung bauen?
Möchtest du Vertrauen schenken?
Möchtest du Wegbegleiter sein?

Dann bist du hier – bei den 10- bis 12-Jährigen – genau richtig.

Was macht den Kindergottesdienst zum Kindergottesdienst

Was macht den Kindergottesdienst zum Kindergottesdienst

Vielleicht heißt es bei euch Sonntagschule oder Kinderkirche oder Spurensuche oder Abenteuerland oder ganz anders. Ganz egal. Ich möchte dir heute ganz bewusst die Frage stellen, was macht den Kindergottesdienst aus. Was macht diese Veranstaltung so besonders.

Wenn du spontan antworten würdest, was würdest du sagen?

  • Kindergottesdienst soll den Kids einen Rundblick durch die biblischen Geschichten vermitteln.
  • Kindergottesdienst ist dafür da, damit die Kids auch Programm über Gott haben, wenn die Erwachsenen im Gottesdienst sitzen.
  • Kindergottesdienst ist Gottesdienst für Kinder, wobei sich hier die Frage stellt, was ist Gottesdienst.
  • Im Kindergottesdienst sollen die Kids ein Gottes Bild vermittelt bekommen und Jesus kennenlernen.
  • Im Kindergottesdienst lernen die Kids nicht nur Jesus kennen, sondern, lernen, dass er ihr Freund ist. Sie sollen sich für Jesus entscheiden.

So oder so ähnliche Antworten bekomme ich von Kindergottesdienst-Mitarbeitern, wenn ich sie frage.

Diese Antworten sind nicht falsch und doch habe ich gemerkt, um wirklich einen guten Kindergottesdienst zu gestalten, muss ich noch tiefer gehen.

Natürlich wünsche ich mir, dass die Kids sich für Jesus entscheiden. Natürlich möchte ich, dass sie sich in der Bibel auskennen und wer meine Artikel aufmerksam liest, der wird wissen, dass ich ein Verfechter bin von „Was ist der Zielgedanke dieser Geschichte, was wollen wir den Kids damit sagen?“ Empfehlen möchte ich dir zu diesem Thema den Artikel „Mindmap-Erzählungen“ (KLICK).

Ich möchte dir zwei Fragen stellen.

1. Warum ist es dir wichtig, dass die Kids biblische Geschichten kennenlernen?

Ich frage mich das wirklich. Keine Sorge, ich liebe biblische Geschichten und natürlich gehören sie für mich in den Kindergottesdienst rein, aber ich erzähle sie nicht, damit Kids biblische Geschichten kennen und sich in der Bibel auskennen. Also warum ist es dir wichtig?

2. Warum möchtest du, dass sie Jesus kennenlernen?

Ja, ich möchte das auch, und es gibt kaum schönere Momente, als bei einer Kinderwoche, wenn ein Kind auf mich zukommt und sagt, dass es Jesu Freund werden möchte – einfach so. Aber wenn du keine Antwort darauf hast, dann ist es schwierig ein Konzept für deinen Kindergottesdienst zu haben. Kannst du nur sagen: „Na weil es das Beste ist, was einem passieren kann.“ Oder kannst du wirklich konkret darauf antworten?

„Kindergottesdienst gibt es eben einfach.“ Ganz ehrlich, ist das nicht traurig?

Also, lass uns mal alles was wir wissen wegwischen und zusammen überlegen, warum wir Kindergottesdienst gestalten.

Ich wünsche mir, dass der Kindergottesdienst der Ort ist:

  • Wo sie so sein dürfen, wie sie sind.
  • Wo sie wissen, dass sie angenommen sind.
  • Wo sie die Erfahrung machen (und nicht nur von Jesus hören), dass sie geliebt sind, von dir als Kindergottesdienst-Mitarbeiter.
  • Wo sie sich zu Hause und sicher fühlen.
  • Wo sie sich vom Stress der Schule erholen können, weil dort das „müssen“ und der Leistungsdruck vorherrscht. Sonntag ist „Muss-freie-Zone“. Vielleicht sträubt es sich schon ein wenig bei dir. Aber denke drüber nach, wieviel die Kids heutzutage müssen, wie voll ihr Terminkalender ist. Gott hat uns den 7. Tag zum Ausruhen gegeben, somit ist auch (nicht nur) chillen erlaubt. Haja und wenn ein Kind mal nicht mitbasteln möchte… solange es dabei nicht stört, ist doch alles gut.
  • Ich wünsche mir, dass sie im Kindergottesdienst die Freiheit haben zu sagen, was sie denken. Dass sie nicht ausgelacht werden.
  • Ich möchte ihnen nicht mein Gottes Bild aufdrücken, sondern möchte ihnen mein Gottes Bild vorleben und sie dürfen entscheiden, ob sie das auch so sehen.
  • Und ja, natürlich wünsche ich mir, dass sie Jesus im Kindergottesdienst kennenlernen und ich möchte den Kids einen liebenden und gerechten Gott als Vater vorstellen.

Wow, ich wünsche mir ganz schön viel. Aber stell dir vor genau so ein Raum wäre der Kindergottesdienst?

Ich möchte dich ermutigen, dass du dir konkret überlegst – oder ihr auch als Team, was der Grund ist, warum es euren Kindergottesdienst gibt.Was ist der Grund, der dich motiviert. Nicht der Grund, der es irgendwie sein sollte, weil du es denkst.

Male dir ein Bild.

Möchtest du Beziehung? Möchtest du zu Hause oder geht es um Wissensvermittlung? Ja, ich weiß schon, du denkst: „Ich möchte beides“. Aber ich bin mir sicher, wenn die Kids gerne kommen, dann haben sie auch Bock was zu lernen. Doch das wohlfühlen ist die Grundlage dafür. Du kannst ja mal kurz darüber nachdenken, wie es bei dir ist, in welcher Situation du am besten Dinge aufnimmst, wissbegierig bist. Das wirklich tolle wissen, habe ich in Wohlfühlmomenten und nicht wo ich gezwungen worden bin, es langweilig war oder unter Druck stand.

  • Hast du dein Bild?
  • So und nun schau, wie ist der Kindergottesdienst, den du gestaltest?
  • Passt es?
  • Welche Elemente füllen euren Kindergottesdienst. Schau dir jedes Element an und entscheide:
  • Ist es für mein Bild vom Kindergottesdienst relevant?
  • Ist es förderlich?
  • Oder ist es einfach da, weil du denkst oder dir gesagt wurde: „Das muss so sein!“

3 abschließende Gedanken

  1. Vergiss bei allem nicht, dass das Bild, welches du malst, auch in deine Gemeinde passen muss. Kindergottesdienst ist Teil der Gemeinde. Vielleicht habt ihr eine Gemeinde-Vision.
  2. Hast du dich schon einmal mit den Eltern darüber unterhalten, was sie für ihre Kids wollen? Entfache auch bei ihnen ein Bild, welches sie motiviert ihre Kids zu dir in den Kindergottesdienst zu schicken. Und wer weiß, vielleicht gewinnst du dadurch auch neue Freunde oder Mitarbeiter.
  3. Wie alt sind die Kids, mit denen du Sonntagmorgens zusammenkommst? Spätestens wenn sie in der Schule sind, kannst du auch mit ihnen darüber reden, warum sie sonntags kommen, wozu das Ganze ist und sie auch fragen, was sie wollen. Wichtig bei dem Gespräch mit den Kids ist, dass du dein Bild hast und es für sie bunt und positiv malst. Sei nicht der Bestimmer, sondern nimm sie in das Bild deins Kindergottesdienstes hinein.

Und nun mach den Kindergottesdienst zum Kindergottesdienst. Es steht nirgends in der Bibel, wie er auszusehen hat, aber was dort steht, ist, dass Jesus wollte, dass die Kids zu ihm kommen und er sie knuddelte und mit ihnen lachte. Ich denke, er hat ihnen sicher auch eine Geschichte erzählt.

Mindmap-Erzählung:  Biblische Geschichten auswendig lernen – nicht mit mir

Mindmap-Erzählung: Biblische Geschichten auswendig lernen – nicht mit mir

Es ist Freitag.
Die Kinderbibelwoche, zu der ich eingeladen bin, ist schon wieder fast vorbei.
Bibel geschichte Katrin SchnellerEin Junge von 10 Jahren baut sich vor mir auf.
„Ja?“
„Das was du machst, könnt ich nie!“
„Was genau meinst du?“ frage ich zurück.
„Naja die ganzen Geschichten die du erzählst, dass du die alle auswendig kannst.“

Ich grinse, denn ich bin wirklich grottenschlecht im Auswendiglernen. Er ist neugierig und möchte wissen, wie ich das mache, die Geschichten so zu erzählen. Und schon sitzen wir auf den Stufen der Gemeindebühne, haben meinen Kinderwochen-Vorbereitungs-Ordner auf dem Schoß und ich erkläre ihm, wie ich es schaffe, jeden Tag eine neue Geschichte frei zu erzählen.

Dieses Erlebnis in der Art habe ich nahezu bei jedem Event, wo ich die biblische Geschichte erzähle. Mal ist es ein interessierter Junge, mal ein Mitarbeiter, mal ein kleines Mädchen mit großen Kulleraugen oder ein Teenie.

Du möchtest wissen, wie du eine Geschichte erzählen kannst,

  • ohne am Blatt zu kleben,
  • ohne in der Zeile zu verrutschen und nicht mehr zu wissen, wo du gerade bist,
  • ohne stundenlang auswendig zu lernen?

Dann ist die Mindmap-Erzählung vielleicht genau das Richtige für dich.

Die Vorbereitung zur Mindmap-Erzählung

Du wirst nicht drum herumkommen, dich mit der Geschichte auseinander zu setzen. Denn egal, ob du danach noch mit den Kids ins Gespräch kommst oder nicht, du selbst musst wissen:

  • was ist cool an der Geschichte
  • was möchte ich den Kids sagen – denke dabei immer daran nur einen Zielgedanken zu haben
  • wie ticken die Menschen in dieser Geschichte, was für Charaktere haben sie

Damit du dafür nicht ewig Zeit investierst, empfehle ich dir – falls du es noch nicht hast – das E-Paper: „Keine Zeit um den Kindergottesdienst vorzubereiten“ (KLICK) von mir. Dort erkläre ich dir kurz und bildhaft, was du tun musst, um ein Thema oder eine biblische Geschichte zu verinnerlichen.

Die Grundregel
für das Erzählen einer biblischen Geschichte

Und hier spreche ich besonders zu den Menschen, die schon immer in die Gemeinde gehen und denken, dass sie die Geschichten eh alle schon kennen. Lies die Geschichte in der Bibel. Genau! Schlag sie auf und lies sie wirklich, um noch mal zu kontrollieren, ob du sie wirklich kennst. Manchmal passieren da ganz verblüffende Sachen, z.B. man entdeckt, dass Daniel ein alter Mann war, als er in der Löwengrube war oder man stellt fest, dass die drei Weisen ja überhaupt nicht am Stall waren an der Krippe, obwohl sie jeder heutzutage zur Weihnachtskrippen-Szenerie dazustellt.

Das Erstellen der Mindmap-Erzählung

Ein Mindmap sieht meistens aus wie eine Sonne. Das ist für das biblische Geschichte erzählen sehr praktisch nutzbar, denn so kannst du als Mittelpunkt gleich festlegen, was der Zielgedanke, oder sogar nur das Zielwort der Geschichte ist. Denn um dieses Wort soll sich die gesamte Geschichte kreisen.

1. Überlege dir den Mittelpunkt der Mindmap-Erzählung

Also, bevor du loslegst und die Geschichte in Szenen teilst und so die Strahlen mit der Geschichte füllst, habe deinen Zielgedanken klar vor Augen. Beim Geschichte erzählen, geht es nie darum nur eine Geschichte zu erzählen, sondern jede Geschichte hat eine Aussage. Genieße das. Du wirst merken, wie viel wertvoller eine Geschichte wird, wenn du genau weißt, warum du die Geschichte erzählst, was du weitergeben möchtest. Du kannst dadurch so viel gewinnen, wenn du schon in der Geschichte rüberbringen kannst, was Ziel des gesamten Kindergottesdienstes ist. Und übrigens – genau so musst du nicht die Predigt oder Andacht danach starten, denn du kannst den Zielgedanken schon in die Geschichte einbauen. Eine Predigt gehört in keinen Kindergottesdienst.

2. Zerlege die Geschichte in Szenen

Du hast die Bibel vor dir? Super! Und nun gibt es erst einmal nichts weiter zu tun, als zu schauen, welche Szenen in der Geschichte vorkommen.

Hier ist eine Mindmap-Erzählung von mir.

MIndMap_Erzaehlung

Du siehst in der Mitte mein Zielwort in gelb.
In orange siehst du meinen erweiterten Zielgedanken. So habe ich das immer vor Augen und weiß, ich möchte das Wort Frieden so oft es geht benutzen.
Desweiteren möchte ich in der Erzählung meinen Zielgedanken „Verzichten, um des Friedens willen“ mindestens drei Mal in der Geschichte nutzen.
Die Geschichte kann natürlich auch einen ganz anderen Zielgedanken für dich haben. Du musst ihn nur wissen.

Das Coole an Mindmaps ist, sie zwingen dich dazu, dir die wichtigsten Schlagworte zu überlegen.

Ein Mindmap hat keine ganzen Sätze, sondern es liegt an dir, dir DAS Wort zu überlegen, um zu wissen, was du dazu sagen möchtest. Und wenn du dieses eine Wort siehst, kommt dir automatisch der Inhalt dessen, was du erzählen möchtest.
Vertrau darauf, dass das funktioniert.
Vielleicht kennst du das, jemand sagt ein Wort und dir fällt prompt eine Geschichte dazu ein. Bei meiner Mutter ist das so. Ich erzähle ihr etwas und auf einmal sagt sie: „Ach kennste schon den Witz…?“ Ein Wort – ein ganzer Witz kommt ihr ins Hirn. Und genau so funktioniert Mindmap. Ein Wort – und dir fällt die Szene oder der Inhalt ein, den du den Kids erzählen möchtest.

Ich habe es mir irgendwann angewöhnt oben rechts bei der Mindmap-Erzählung zu starten und dann gegen den Uhrzeigersinn Szene für Szene weiterzugehen und ich ende dann unten rechts. Das ist ganz allein deine Sache, wie du das machst. Du brauchst dafür auch kein Computerprogramm, so wie ich es hier nutze, sondern es reichen Zettel und Stift.

Vielleicht hast du es schon erkannt, es handelt sich bei der Geschichte um „Abraham und Lot“, bzw. um die Hirten, die sich um das Wasser streiten und dass sich dann Abraham und Lot (um des lieben Friedens willen) trennen.

Ich habe die Geschichte in 4 Szenen eingeteilt.

Mindmap-Erzählung – Nimm die Kinder in die Geschichte hinein

Bevor ich direkt in die Geschichte einsteige, überlege ich mir einen Einstieg, um die Kids abzuholen. Ich möchte ihr Gehirn aktivieren. Ich möchte, dass sie sich in die Situation hineinversetzen können. Hier ist das unter dem Strahl „Verwandtschaft“. Du siehst – ein Wort und ich weiß, was kommt. Ich frage die Kids: „Wenn jemand sagt, du bist mein Neffe, wer sagt das?“ Wenn du mit einer Frage einsteigst, dann achte darauf, dass es eine Frage ist, die auch zum Denken herausfordert. Die älteren Kinds sollten schon ein bisschen überlegen müssen, sonst schalten sie sofort ab, weil es Kindergartenkram ist.

Es ist auch nicht wichtig, dass du ihnen sagst, welche Geschichte du erzählst. Die Checker, die die Geschichten kennen, werden schon früh genug drauf kommen, bzw. je später, desto cooler ist es doch. Es macht so Spaß Geschichten zu erzählen, und die alt eingesessenen Pappenheimer kommen erst drauf, welche Geschichte es ist, wenn sie schon fast vorbei ist.

Ebenso ist in der 1. Szene mein Anliegen, den Kids zu verdeutlichen, was es damals hieß, reich zu sein. Um ihnen das klar zu machen, frage ich sie erst einmal was es so für Tiere gibt, auf dem Bauernhof. Sprich ich interagiere. Das funktioniert in fast allen Geschichten, dass du so mit den Kids ins Gespräch kommst.

  • Zachäus – Was ist ein Maulbeerbaum? Wo habt ihr die besten Kletterbäume?
  • Maria und Martha – Wer räumt von euch gerne auf? Wer kann kochen und was habt ihr schon gekocht?
  • Paulus Missionsreise – Wer hat schon einmal eine Schlage angefasst? Wer war schon im Krankenhaus?

Mindmap-Erzählung – die Dramatik

Drama_Emotion_imKindergottesdienstNun geht sie los die Geschichte. Hier ist es der Streit. In jeder Geschichte gibt es eine Dramatik. Und die musst du finden. Was ist der Konflikt? Es gibt keine Geschichte ohne Konflikt und den genieße, lebe ihn, damit jeder versteht, worum es geht. Hier ist bei mir das Schlagwort „Streit“. Mach die Augen zu und stelle dir einen Streit vor. So und nun packe diesen Streit auf die Hirten und dann erzähle oder spiele ihn, diesen Streit.

  • Maria und Josef – das Kind kommt oder sie finden keinen Ort zum Schlafen (Drama)
  • Josef und seine Träume – die neidischen Brüder (Drama)
  • Alle Wunder – was für ein Drama und am Ende, was für eine Freude

HautAb_MindMapErzaehlungAlso – suche das Drama und die Emotionen. Überlege dir die Emotionen aus einer heutigen Geschichte, die du erlebt hast und dann packe sie in deine Erzählung.
Ich steigere in dieser Geschichte übrigens das Drama, in dem ich die Kids in 2 Gruppen teile – die Lot-Hirten und die Abraham-Hirten. Dann lasse ich sie immer wieder rufen:
„Haut ab!“ und die anderen rufen zurück
„Haut ihr doch ab.“ Weiter geht’s mit:
„Pöh!“ und „Selber pöh!“
Merkst du es? Ich nutze die Worte, die ich verwenden würde, wenn ich streite. Oder eher, wenn Kinder streiten.

Mindmap-Erzählung – Wissensvermittlung

Überlege dir genau, welche Infos zum Verständnis der Geschichte notwendig sind. Heutzutage ist es nicht mehr so, dass die Älteren bestimmen dürfen. Damals war das so, also erkläre ich das. Diese Informationen sind das Salz der Geschichte. Zuviel davon, würde die Geschichte ungenießbar machen. Wenn du zu viel Infos in deine Geschichte packst, wird es langweilig.

Übe dich darin die Dialoge in der persönlichen Rede zu erzählen. Wenn du beim Erzählen leicht den Kopf hin und her drehst, je nachdem, wer spricht, geht das hervorragend. Wie das genau geht, kannst du in diesem Artikel lesen und dir auch ein entsprechendes Video von mir anschauen: KLICK HIER.

Schau selbst, wie viele Szenen es in der Geschichte gibt. Wenn eine Person an verschiedenen Orten ist, hast du schon die verschiedenen Szenen. Vielleicht beginnt auch eine neue Szene, wenn die Zeit sich ändert (es wurde Nacht) oder wenn eine Person dazukommt.

Die Schluss-Szene der Mindmap-Erzählung

Wann geht in einem Theater der Vorhang zu? Wenn das Drama gelöst ist. Wann ist ein Roman zu Ende? Wenn sich die beiden endlich in den Armen halten. Wann fängt ein neues Kapitel in der Bibel an? Wenn das Gleichnis zu Ende ist.

Warum ist das bei dir nicht so.

Wir wundern uns so oft, warum die Kids unruhig sind, nicht mehr zuhören oder hin und her hampeln. Der Grund ist: Die Geschichte ist zu Ende.

Kids interessiert keine Predigt oder eine Warum-Erklärung die nach dem Ende der Story kommt. Wenn Bartimäus jubelnd ruft: „Ich kann wieder sehen.“, dann ist die Geschichte zu Ende. Das bedeutet, dass ein neuer Programm-Punkt kommen  muss: ein Lied, ein Spiel, ein Ortswechsel zum Reden. Egal was. Aber die Geschichte ist zu Ende. Was du bist dahin nicht gesagt hast, strahlt nicht mehr. Gehört nicht zu deiner Mindmap-Sonne dazu.

Abraham und Lot entschieden sich, sich zu trennen – sie umarmen sich fett, sagen ok und dann ist die Geschichte zu Ende.

  • davor hat Lot sich vergewissert, ob er wirklich entscheiden darf
  • davor hat Abraham betont, dass er um des lieben Friedens willen, verzichtet zu entscheiden
  • davor hat man erlebt, dass die Hirten nicht friedvoll waren
  • davor habe ich eine Geschichte von mir erzählt, dass ich nicht auf alles verzichten muss, aber zum Beispiel auch teilen kann

Um Geschichten zu erzählen, musst du nicht auswendig lernen. Aber du musst wissen, worum es in der Geschichte geht und die Szenen vor Augen haben. Du musst wissen, welche Gefühle in welche Szene gehören. Und… du musst wissen, wie deine Geschichte endet. Und das, ist das einzige, was ich ab und zu auswendig lerne. Den krönenden Abschlusssatz.

Ich persönlich liebe es, das Mindmap mit Bildchen und Symbolen zu vervollkommnen.

  • Fragezeichen: Komme mit den Kids ins Gespräch
  • Glühbirne: Zielgedanke einbauen
  • Herz: Emotionen und vieles mehr…

Traust du dich eine Mindmap-Erzählung zu starten? Berichte davon in einem Kommentar.

Hier gibt es einen Freedownload (KLICK) für ein Mindmap-Programm.

Hast du sonst noch Tricks auf Lager, um die biblische Geschichte den Kids nahe zu bringen? Dann erzähl uns davon. Ich würde mich sehr darüber freuen.