Das Kigo-ABC – letzte Rettung im Kindergottesdienst

Das Kigo-ABC – letzte Rettung im Kindergottesdienst

Sicher kennst du das:

  • irgendwie sind die Kids unruhig als sonst
  • das Thema passt nicht so, wie es sollte
  • der Gottesdienst geht länger und der Kindergottesdienst muss in die Länge gezogen werden

Heute gebe ich dir ein ganzes Kigo-ABC  an die Hand. Kreative Ideen, Spiel, und andere Möglichkeiten, um irgendwie doch noch die Kurve im Kindergottesdienst zu bekommen.

Los geht’s.

A wie „Abgeworben“Kigo-ABC Zeit überbrücken

  • Bei diesem Spiel werden die Kinder in zwei gleich große Teams eingeteilt.
  • Jedes Team hat drei Figuren. Den König, ein Drache und die Prinzessin. Diese werden still und heimlich in der Mannschaft bestimmt.
  • Das Spiel beginnt dann, wenn die Teams fertig gewählt haben und gegenüber voneinander stehen.
  • Der Spielleiter gibt ein Kommando. In dem Fall müssen die Prinzessinnen einen Kuss in die Runde werfen, der Ritter sein Schwert zücken und der Drache seine Arme hoch heben.
  • Gewertet wir das Ganze so. Der Drache gewinnt gegen die Prinzessin, der König gewinnt gegen den Drachen und die Prinzessin gegen den König. Der Spieler der verloren hat, muss in die gegnerische Mannschaft wechseln. Er wurde abgeworben.

B wie „Blinzeln bis du umfällst“Kigo-ABC Zeit überbrücken

Ein Klassiker unter den Spielen – das Gute ist, es ist leise.

Ein Kind wird nach draußen geschickt. Währenddessen bestimmt die Gruppe einen Blinzelkönig. Danach darf das Kind wieder in den Raum zurückkommen. Alle Kinder gehen im Raum spazieren. Werden diese vom Blinzelkönig angeblinzelt, stürzen sie zu Boden und bleiben liegen. Das Kind welches draußen war, muss herausfinden, wer der Blinzelkönig ist und zwar bevor alle umgefallen sind. Schafft er es, bevor alle umgefallen sind, hat er gewonnen. Wenn nicht, gewinnt der Blinzelkönig und das Kind muss wieder nach draußen.

C wie „Chaos-Spiel“Kigo-ABC Zeit überbrücken

“Manche kennen es auch als „Gordischer Knoten“ oder „Mutter, Mutter wir haben uns verheddert“

Alle Kinder stellen sich im Kreis auf. Sie strecken ihre Hände zur Kreismitte und schließen die Augen. Anschließend sucht jedes Kind für seine beiden Hände entsprechende Partner (Hände) zu finden. Jede Hand muss dabei eine andere Hand finden. Wenn möglich sollte vermieden werden, zwei Hände der gleichen Person zu fassen. Tja und schon ist das Chaos perfekt und dieses muss nun gelöst werden. Die Hände dürfen sich dabei natürlich nicht loslassen. Je nach Ausgangssituation können dabei mehrere Kreise übrig bleiben, die auch ineinander verschlungen sein können.

D wie „Du willst es wissen“Kigo-ABC Zeit überbrücken

Kinder möchten gern vieles wissen. Aber besonders aufmerksam sind sie, wenn du von dir erzählst. Wie wäre es denn mal mit einer (anonymen) Fragezeit? Sie können auf Zettel fragen schreiben, die zettel werden eingesammelt und dann darfst du beantworten. Du wirst merken, es wird euch ein ganz schönes Stück zusammenschweißen. Wichtig – sei ehrlich.

E wie „Eingeprägt“Kigo-ABC Zeit überbrücken

Vielleicht hast du ja Sachen mit, die zur Geschichte gehören und die du im Raum verteilst.

Am Anfang bilden die Kids Zweierteams. Nun führt ein Kind seinen Partner, der die Augen geschlossen hat, durch den Raum, indem er ihn an den Schultern dirigiert.
Wenn es einen interessanten Gegenstand sieht, hält es an, bringt den Kopf des Partners in die Position, dass dieser den Gegenstand gut sehen kann und macht ein „Foto“, indem es leicht mit der Handfläche auf den Kopf des Partners drückt. Der Partner muss nun kurz die Augen öffnen, sich den Gegenstand gut einprägen und schließt die Augen wieder.
Nachdem so etwa fünf Gegenstände „fotografiert“, lässt du die Kids erzählen, was sie so gesehen haben. Kommt darüber ins Gespräch, was das mit der Geschichte zu tun hat. Dann wird gewechselt (auch die Gegenstände).

F wie „Freiheit“Kigo-ABC Zeit überbrücken

Bei Jesus sind wir frei.

Die Gruppe stellt sich im Kreis auf und hält sich an den Händen fest. Eine Person stellt sich in die Mitte des Kreises und versucht aus dem Kreis auszubrechen, damit es in die Freiheit kommt.  Da, wo der Ausbruch gelingt, müssen diese beiden Personen in den Kreis und sind die neuen Ausbrecher, um in die Freiheit zu gelangen.

G wie „Ganz nah bei Jesus“Kigo-ABC Zeit überbrücken

Etwa ein Drittel der Gruppe bildet einen inneren Kreis und stellt sich mit gegrätschten Beinen auf. In der Mitte kannst du ein Plakat, wo Jesus drauf steht hinlegen.

Die restlichen 2/3 der Gruppe läuft um den Kreis herum. Auf Kommando hin versucht jedes Kind durch ein gegrätschtes Beinpaar zu kriechen. Diejenigen, die es als erste schaffen dürfen anschließend den inneren Kreis bilden.

H wie „Hutspiel“Kigo-ABC Zeit überbrücken

Ganz ehrlich ich liebe dieses Spiel – eines meiner Liebsten :).

Also:
Du stehst mit einem Hut hinter den Kids – dann bekommen sie durcheinander den Hut aufgesetzt und müssen zu einem bestimmten Thema ein Wort sagen, wer keins weiß oder eins sagt, welches schon genannt worden ist, fliegt raus. Das können Personen aus der Bibel sein, Lieder singen, Orte aus der Bibel, Dinge die in der Geschichte vorkommen usw.

I wie „Ich bin besonders“Kigo-ABC Zeit überbrücken

Kinder sind begabt und können viele Sachen. Manche Sachen machen sie auch besonders.

Das Spiel geht so ähnlich wie Kofferpacken, nur dass Besonderheiten die man hat gezeigt werden.

  • Das erste Kindergottesdienst-Kind beginnt und sagt: „Ich heiße… und ich kann… (Kopfschütteln, Fußtritt, Nase reiben, Handschütteln, verneinende Kopfbewegung, …)“.
  • Zum jeweiligen Satz wird gleichzeitig die entsprechende Bewegung gemacht.
  • Dann ist das nächste Kind an der Reihe, zeigt auf und spricht den Text des vorherigen Kindes nach: „Das ist… (Name des Kindes) und er/sie kann… (Bewegung nennen und ausführen.) Ich bin… (eigener Name) und kann… (eigene weitere Geste nennen und ausführen).“

Mal sehen, wer im „Sichmerken“ ganz besonders ist.

J wie „Ja – Nein“Kigo-ABC Zeit überbrücken

Die eine Seite des Raumes ist die JA-Seite, die andere Seite ist die NEIN-Seite.

Nun stellst du Fragen die die Kids mit Ja oder Nein beantworten können. Je nachdem, für was sie sind, sollen die Kids auf diese Seite des Raumes rennen.

Benutze dazu die Geschichte, die du erzählt hast oder ein Thema. Welches dran war.

Komme nach jeder Frage kurz – wirklich nur kurz, ins Gespräch, warum die Kids so oder so geantwortet haben.

K wie „Klopfspiel“Kigo-ABC Zeit überbrücken

  • Alle sitzen im Kreis und legen jeweils die Hände auf den Oberschenkel des rechten und linken Nebensitzers.
  • Ein Mitspieler beginnt und schlägt mit der Hand auf den Oberschenkel des Nachbarn.
  • Der „Schlag muss klar und deutlich sein, aber nicht zu doll. Im Uhrzeigersinn geht dieser Impuls nun reihum indem die nächste Hand mit dem Impuls an der Reihe ist.
  • Wird zweimal auf den Oberschenkel geschlagen bedeutet das Richtungswechsel.
  • Wer zu früh schlägt nimmt diese Hand aus dem Spiel (auf den Rücken).
  • Wird auch mit der zweiten Hand ein falscher Impuls gegeben scheidet derjenige endgültig aus.

Wer wird der Sieger sein?

L wie „Lach doch mal“Kigo-ABC Zeit überbrücken

Gerade bei den Vorschulkids sehr beliebt.

  • Ein Freiwilliger versucht die anderen zum Lachen zu bringen.
  • Alle anderen machen ein ernstes Gesicht.
  • Gelingt es ihm jemandem zum Lachen zu bringen, so muss dieser in die Kreismitte und sein Glück versuchen.

M wie „Memory à la Mensch“Kigo-ABC Zeit überbrücken

Warum immer nur Memory mit Karten spielen. Es geht auch anders?

  • In dem Fall müssen zwei Kids den Raum verlassen. Alle anderen Kinder bilden 2er Gruppen und denken sich jeweils eine Grimasse oder Bewegung aus.
  • Nun setzen sich alle Kinder verteilt im Raum zu Boden.
  • Die beiden Kinder werden wieder  in den Raum gerufen und dürfen mit dem Suchen beginnen.
  • Ein Kind startet, benennt 2 Kinder die ihre Bewegung oder Grimasse machen.
  • Sind sie gleich, hat es sozusagen ein Pärchen und darf noch mal, wenn nicht, ist das andere Kind dran.

Gewonnen hat der, der die meisten Pärchen hat.

N wie „Noch ein Wort“Kigo-ABC Zeit überbrücken

Hierbei geht es darum zusammen einen langen Satz zu bilden, der etwas mit dem heutigen Kindergottesdienst zu tun hat.

Die erste Person beginnt einen Satz mit einem Wort,der Nebensitzer wiederholt das Wort und fügt ein weiteres Wort an.Das geht so weiter bis mit der Zeit ein langer Satz entsteht, ohne dass Fehler gemacht werden.

  • Timo: Heute –
  • Johanna: Heute ging –
  • Paul: Heute ging es –
  • Emmi: Heute ging es um –
  • Jakob: Heute ging es um die –
  • Ben: Heute ging es um die Maria –

und so weiter.

O wie „Oh wie schön“Kigo-ABC Zeit überbrücken

Teile die Kids in Gruppen von 2-4 Personen. Sie sollen sich in der Gruppe ein Standbild überlegen, welches eine Szene aus der biblischen Geschichte war. Wenn alle sich etwas überlegt haben. Kommt eine Gruppe vor, macht ihr Standbild und die anderen raten, welche Szene genau das war. Natürlich kannst du auch jeder Gruppe speziell die Szene schon sagen, wenn du denkst, dass das einfacher ist.

Wichtig ist – es wird gelobt, gestaunt… halt „oh wie schön“.

P wie „Plumps“Kigo-ABC Zeit überbrücken

Ehrlich gesagt, ich habe keine Ahnung, warum das Spiel so beliebt ist, aber es wird immer gern gespielt.
Der Satz „Eine Ente, mit 2 Beinen, springt ins Wasser, plumps!“ geht reihum, wobei jede Person nur einen Teil des Satzes sagt. Also: Person 1 sagt: „Eine Ente“, Person 2 fährt fort: „…mit 2 Beinen“, Person 3 macht weiter: „springt ins Wasser“, Person 4 sagt: „plumps!“.
Dann macht Person 5 weiter: „Zwei Enten“, Person 6 sagt: „mit 4 Beinen“, Person 7 sagt: „springen ins Wasser“, Person 8 sagt: „plumps“, Person 9 sagt: „plumps!“. Bei jeder neuen Satzrunde erhöht sich also die Entenanzahl, und die Anzahl der Beine entsprechend und auch das Wort plumps geht entsprechend der Anzahl der Enten nach oben. Dabei darf das Wort „plumps“ nur von einer Person einmal genannt werden.
Bei 10 Enten sagten 10 Mitspieler plumps nacheinander auf.
Auf wieviel Enten bringt es die Gruppe, bis der erste Fehler gemacht wird?

Q wie „Quasseln verboten“Kigo Alphabet

Bilde zwei Gruppen. Dann gibst du verschiedene Sachen vor, in welcher Reihenfolge sich die Kids in ihrer Gruppe aufstellen sollen. Dabei ist das Quasseln aber verboten. Die Frage ist, welche Gruppe schafft es am schnellsten? Die Sortierungen können zum Beispiel das Alter, die Schuhgröße, wer, wenn er seine Arm hochstreckt am höchsten kommt, wer die meisten Spiele hat usw. sein.

R wie „Rollenspiel“Rollenspiel im Kigo - ABC

Kids lieben es das, was schon war noch einmal nachzuspielen. Und meistens gibt es ja auch eine biblische Geschichte. Lass sie dabei selbst aktiv werden.
Nicht alle müssen Schauspieler sein. Einige können sich ein kleines Buhnenbild überlegen. Wer stellt den Zuschauerraum? Wer macht die Kostüme? Gibt es eine Ansage? Wer ist das Publikum? Lass sie überlegen, was sie als Publikum als Applaus am Ende rufen können.
Halte für alle Bereiche Material bereit (Pappen, Stoffe, Zeitungen, Verkleidungszeug).
Gib eine Zeit vor und gib jeweils an, wie spät es ist und wie viel Zeit sie noch haben. 5 Minuten zusammen überlegen. 5 Minuten Material durchsuchen. 5 Minuten Sachen erstellen. 5 Minuten nochmal alles kontrollieren. Viel Spaß beim Theater :).

S wie „Stationen“Stations-Spiel Kindergottesdienst

Kinder lieben Stationen. Einfach weil sie so das Gefühl haben, sie dürfen selbst entscheiden, was sie tun. Das Gute an Stationen ist, dass du es dennoch in der Hand hast, und sie führen kannst, in welche Richtung das Ganze gehen soll. Theoretisch kann man fast die gesamte Kleingruppenzeit in Stationen packen. Sieh zu, dass bei den Stationen verschiedene Sinne angesprochen werden.
Stationen können alle im gleichen Raum sein und die Kids können frei wählen, wo sie hingehen. Bei Schulkindern können sie auch alleine laufen. Erkläre ihnen vorher die Stationen und dann lass los.
Super geeignet sind immer Plakate, wo sie was malen oder schreiben können und ihr am Ende mal schaut, was dabei herausgekommen ist. Rätsel sind auch immer schön. Gut sind auch Zettel, die dann irgendwo hinkleben, abreißen, oder zerstören, wenn es zum Thema passt. Vielleicht hast du zum Thema auch ein Lied oder eine Filmsequenz, die zum Thema passt. Eine andere Idee ist den Bibeltext auslegen und sie sollen das für sie wichtigste Wort unterstreichen.

Wenn du mehr Kontrolle haben möchtest, dann fertige einen Laufzettel an. So geht auch jedes Kind zu allen Stationen. Hilfreich kann auch eine Klingel sein, die signalisiert, dass die Kids die Stationen wechseln sollen.

Am Ende der Stationen solltest du die Möglichkeit haben mit ihnen über das Erlebte ins Gespräch zu kommen.

T wie „Torten-Massage“Massage Kindergottesdienst

Wenn Kinder sich wieder mal nicht beruhigen wollen, kannst du Folgendes versuchen. Die Torten-Massage (vielleicht kennst du es auch als Pizza-Massage). Nach dieser werden die Kids sicher wieder dabei sein oder sich beruhigt haben. Die Kids sitzen in einer Reihe oder im Kreis, so dass sie den Rücken des Vorder-Kindes sehen. Dann beginnt das Tortebacken.

  • Teigkneten,
  • glatt streichen,
  • kosten,
  • Obstschneiden,
  • Obst rauflegen,
  • Sahne schlagen usw.

Du erzählst, was passiert und alle backen. Vielleicht hast du ja dann sogar eine Erdbeertorte dabei, die ihr alle essen könnt.

U wie „Ungelogen“ungelogen Lügen in der Kinderkirche

Spinnt doch mal die biblische Geschichte, wie sie auch hätte sein können. Gerade bei älteren Kids oft ein Renner. Einer fängt an die Geschichte zu erzählen. Dazu setzt er sich z.B. in die Mitte auf einen Stuhl. Wenn jemand anderes weitererzählen möchte, springt er einfach auf und der in der Mitte muss gehen, oder wenn der in der Mitte nicht weiter weiß, steht er auf. Am einfachsten ist es, wenn du mit der Geschichte anfängst, aber den Verlauf gleich am Anfang änderst.

Zum Beispiel:

  • Als der Fisch Jona an Land spukte, dachte Jona gar nicht daran nach Ninive zu gehen, sondern…
  • Als Jesus Bartimäus fragte, was er möchte, sagte Bartimäus, ich möchte gern eine andere Arbeit haben, immer das Betteln ist mir so langweilig.
  • Als David Goliath sah, bekomm er Angst und rannte weg. Er rannte und rannte und landete in…

Wichtig ist, dass du den Kids am Anfang sagst, dass es nicht darum geht, sich lustig zu machen, sondern dass Gott auch Humor hat und uns Phantasie geschenkt hat.

V wie „Vermalt“malen im Kindergottesdienst

Es werden 2 Gruppen gebildet. Jeweils dem ersten Kind wird gleichzeitig ein Bild mit einem Begriff gezeigt (Sonne, Wolke, Auto, Blume, Dreieck, Strich). Dieser Begriff wird nun auf den Rücken der nächsten Person gezeichnet, welche wiederum das „empfangene“ Bild auf den Rücken des nächsten Kindes weitergibt.

Kann die letzte Person das Bild auf ein Blatt Papier zeichnen oder den richtigen Begriff nennen?
Das Spiel ist ähnlich wie „Stille Post“.

W wie „Wortkette“Wortkette Kindergottesdienst

Dieses Spiel kannst du gut nutzen, um das Thema oder die Geschichte noch einmal zu vertiefen.

Das erste Kind nennt ein Wort. Zum Beispiel: „Wunder.“ Das zweite Kind muss dann aus dem Endbuchstaben wieder ein Wort bilden. In dem Fall wäre es das „R.“ Wenn das Kind jetzt „riesig“ sagt, muss das nächste ein Wort mit „G“ finden. Natürlich darf jedes Wort nur einmal gesagt werden. Wenn ein Wort kommt, wo ihr den Zusammenhang zur Geschichte nicht versteht, muss das Kind es erklären können. Zum Beispiel: „Ich finde es riesig, dass Jesus Wunder tut.

X wie „X-mal“kreativ Kindergottesdienst X-mal

Dies ist eine Lernvers – Lernaktion. Verse irgendwie drauf zu haben ist gut, aber sie einfach nur auswendig zu lernen ist auch langweilig. Hier geht es darum den Lernvers X-mal aufzusagen. Doch der Schwierigkeitsgrad wird immer mehr erhöht. Gern kannst du auch Mädchen gegen Jungs spielen lassen.

Den Schwierigkeitsgrad steigerst du durch bestimmte Bewegungen etc. die dazu kommen. Hüpfen, drehen, am Ohr ziehen, Augen drehen, Mund muss aufgerissen bleiben, Zunge raus usw.
Ja, und du verstehst das richtig, es kommen immer mehr Sachen dazu.

Y wie „Yen oder Euro“yen Euro geld Kindergottesdienst

Warst du gespannt, was beim Y kommt? Eigentlich ist „Yen“ totaler Quatsch :).
Also – hier geht es ums Geld, vielleicht ist das Thema kostbar oder so etwas in der Art. Es treten wieder 2 Kids gegeneinander an. Sie bekommen ihre Augen verbunden und dann bekommen sie Geldstücke (die gleichen) erst einmal eins dann auch mehr. Sie müssen ertasten, was es ist, bzw. dann auch zusammenrechnen.

Welche Gruppe hat die besten Treffer?

Z wie „Zahnlos“ABC Alphabet Kinderkirche

Klingt vielleicht albern, aber wird wenigstens kurzzeitig die Konzentration steigern. Stelle zum Thema Fragen und die Kids müssen antworten ohne ihre Zähne zu zeigen.

Wer es doch tut, fliegt raus. Und wer weiß, vielleicht fliegst du ja als erstes?


Babämm – das war das ganze Alphabet 🙂

Fallen dir noch kreative Lückenfüller, Kreativmacher, Spaßfaktoren ein? Dann teile sie uns unten in den Kommentaren mit :).

Fußball in der Kinderkirche

Fußball in der Kinderkirche

Die Europameisterschaft hat gestartet und auch ich sitze gebannt vor dem Fernseher und bibbere mit meiner Mannschaft. Da ich nicht so Ahnung von den Mannschaften habe, suche ich mir oft erst mitten im Spiel aus, für wen ich eigentlich bin.

Erstaunlich ist, welche Parallelen es beim Fußball zum Kindergottesdienst gibt und diese Parallelen möchte ich dir nicht vorenthalten.

Die Mannschaft – durch dick und dünn

Man sagt ja immer Kerle sind so hart und zeigen keine Emotionen. Bliblablub – das ist im Fußball ja wohl sowas von anders. Herrlich, wenn einer ein Tor geschossen hat und alle seine Mannschaftskameraden kommen auf ihn zugestürmt und schmeißen sich auf ihn. Oder wenn der Pokal in ihren Händen liegt. Wir sind eine Mannschaft. Sie sind eins. Aller Stress, alle Streitigkeiten sind wie weggeblasen. Sie reißen ihre Münder für das Sieger-Gemeinschafts-Photo sperrangelweit auf. Herrlich.

Was seid ihr für ein Team im Kindergottesdienst? Wenn es gut lief, bekommen die anderen es mit? Jubeln sie mit dir? Weinen sie mit dir? Steht ihr füreinander ein? Ein funktionierendes mit-fühlendes Team ist so wichtig. Und wenn du alleine Kinderkirche machst, dann suche dir eine Person, die mit dir mitfühlt, mitlacht, mitweint. Fußball ist ein Mannschaftssport und Kindergottesdienst ist auch im Team am schönsten.

Der Schiri – alles im Blick

Fußball Schiri in der KinderkircheGanz ehrlich, ich möchte nicht der Schiri sein beim Fußball. Wie oft der angemeckert wird… Und wenn er einen Fehler macht… wouhwww – das kann das ganze Spiel zum Kippen bringen und es gewinnt am Ende der Falsche. Und dennoch, der Schiedsrichter ist ein Mensch, und es passiert nun mal, egal wie viele Hilfsmittel es gibt, dass man einen Fehler macht.

Doch was fatal in einem Spiel ist, wenn der Schiedsrichter im Fußball nicht konsequent und klar ist. Fußball wird einfach nur ätzend, wenn die Spieler merken, sie können machen, was sie wollen – der Schiedsrichter hat das Spiel eh nicht unter Kontrolle.

Die Aufregung ist genauso groß, wenn der Schiedsrichter im Fußball unfair ist.

Du bist der Schiri im Kindergottesdienst.

  • Sei konsequent.
  • Sei fair.
  • Sei klar.
  • Doch bei allem, wisse: Du bist ein Mensch. Fehler passieren, verzeih dir.

Verloren – wirklich?

Diese 90 Minuten hätte ich mir auch sparen können!“ oder „Wow, was für ein Spiel!“ So sieht es auch oft nach dem Kindergottesdienst aus. Was ich dir sagen möchte: „Das ist einfach manchmal so!“ So, wie sich alle Spieler angestrengt haben und das Training vorher gut lief, kann es dennoch einfach mal in die Hose gehen. Doch wie in der Vorrunde, deswegen ist nicht alles verloren. Nein, beim nächsten Spiel geht’s weiter. Doch wie cool, ist es, wenn es richtig gut gelaufen ist – durch das effektive Training, kamen die Pässe an, das Zusammenspiel hat harmoniert, die Mannschaft hat Tore geschossen. Man  geht als Sieger vom Platz. Glücksgefühl. Ich wünsche dir, dass du dieses Gefühl auch oft hast, wenn es Sonntagnachmittag ist.

  • Die Vorbereitung lief ohne Stress und du hattest genug Zeit.
  • Deine kreativ-Ideen kamen bei den Kids an.
  • Ihr habt euch im Team super ergänzt.
  • Der Zielgedanke machte eine Punktlandung – er traf bei den Kindern genau ins Herz.

Der Elfmeter – die Entscheidung

Elfmeter im KindergottesdienstEgal, ob das Spiel in die Verlängerung gegangen ist, oder ob es mitten im Spiel einen Elfer gibt. Das Herz pumpt, der Atem stockt. Und dann Jubel – hoffentlich. In der Bibel steht, dass wenn ein Mensch zu Jesus findet, ein Freudenfest im Himmel ist. So wie die Menschen von den Sitzen springen, jubeln, sich um den Hals fallen und Freudetränen in den Augen haben. Hast du’s? Dieses Gefühl?

Jedem Kind im Kindergottesdienst solltest du die Möglichkeit geben, eine Entscheidung für oder auch gegen Jesus  selbst fällen zu dürfen. Ja, dir wird das Herz pumpen, aber verpasse es nicht, den Kids die Möglichkeit zu geben, sich zu entscheiden. Und dann juble.

Die Schwalbe – alles nur Fake

Fußball schwalbeBoah, kann ich mich da aufregen, wenn so ein Heinz tut als ob. Wie so ein Memmchen, liegt er dann am Boden und flennt: „Der hat mir wehgetan.“ Durch die Hände schaut er dann, ob der Schiri guckt und wenn der nichts mitbekommen hat… Huch, auf einmal kann er wieder aufspringen und losstürmen. Bah, sag ich da nur.
Warum das Ganze, auch wenn es oberpeinlich ist? Er erhofft sich dadurch, dass seine Mannschaft einen Vorteil bekommt. Bestenfalls sogar ein Tor schießt, einen Elfer rausholt und gewinnt.

Gewinn durch Manipulation

So könnten wir das Ganze nennen. Und auf einmal wird es persönlich. Manchmal habe ich den Eindruck, dass ich auch manipuliert worden bin als Kind und Jugendlicher in meiner Gemeinde. Und das sitzt ganz tief. Und es ist etwas, was ich auf keinen Fall möchte. Ja, das passiert mit gutem Grund „Wir wollen die Kids für Jesus gewinnen“. Aber Manipulation ist der falsche Weg. Ich möchte, dass sich jedes Kind, jeder Jugendliche und Erwachsene selbst entscheiden kann, und möchte weder durch Angst-Mache noch durch Schönfärberei die Menschen für Jesus gewinnen. Ich bitte dich, achte darauf.

Die Fans – Begeisterung pur

Was ist Fußball ohne seine Fans? Nichts. Ist doch so. Wenn es keine Fans gäbe, würden wir keine Spiele im Fernsehen oder in riesen Stadien sehen. Im Fußball ist das Fanwerden mittlerweile ein Selbstläufer. Im Kindergottesdienst nicht.

Fußball Fans KinderkircheVielleicht ist Fansein ein komischer Ausdruck in Bezug auf Kindergottesdienst. Lass mich erklären, wie ich es meine. Der Kindergottesdienst oder generell der Kinderbereich wird meines Erachtens nach immer noch viel zu wenig gesehen und beachtet. Im Kopf ist das Denken beim Pfarrer oder Kirchenvorstand, bei den Ältesten und Gemeindemitgliedern vorhanden, dass es diesen Zweig in der Gemeinde gibt. Und vom Kopf her ist ihnen das auch wichtig.

Doch ich finde, wir sollten unsere Gemeinde zu Fans vom Kindergottesdienst machen.

Auch wenn sie das Spiel nicht bestreiten, wenn sie nicht wie du der Schiedsrichter sind. Ich wünsche uns Kindergottesdienst-Mitarbeitern, dass die Gemeinde

  • jubelnd dasteht, wenn es phantastischen Kindergottesdienst gibt
  • uns unterstützt, wenn es mal nicht so läuft
  • Zeit und Geld investiert
  • interessiert zuhört, wenn es um die Kinderkirche geht
  • voll hinter der Arbeit im Kinderbereich steht

und das mit ganz viel Herz.

Vielleicht gehörst du zu den vielen Kinderkirchen-Mitarbeitern, die nicht gesehen werden. Die das Gefühl haben, dass „denen da oben“ es piepsegal ist, was du tust.

Es ist nicht egal.

Wenn du Ideen hast oder selbst schon erlebt hast, wie die Gemeinde, der Kirchenvorstand oder der Pfarrer Fan von der Kinderkirche werden kann, dann poste es doch unten in einen Kommentar. Durch viele Zuschriften von euch, weiß ich, dass das ein wichtiges Thema ist:

„Wie schaffen wir es, dass der Pfarrer oder der Kirchenvorstand uns wichtig nimmt?“

Wenn du da eine Anregung hast, teile sie uns mit. Danke dafür.

Und nun lasst uns die EM 2016 genießen – und zwar ohne Meckerei.

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Mindmap-Erzählung:  Biblische Geschichten auswendig lernen – nicht mit mir

Mindmap-Erzählung: Biblische Geschichten auswendig lernen – nicht mit mir

Es ist Freitag.
Die Kinderbibelwoche, zu der ich eingeladen bin, ist schon wieder fast vorbei.
Bibel geschichte Katrin SchnellerEin Junge von 10 Jahren baut sich vor mir auf.
„Ja?“
„Das was du machst, könnt ich nie!“
„Was genau meinst du?“ frage ich zurück.
„Naja die ganzen Geschichten die du erzählst, dass du die alle auswendig kannst.“

Ich grinse, denn ich bin wirklich grottenschlecht im Auswendiglernen. Er ist neugierig und möchte wissen, wie ich das mache, die Geschichten so zu erzählen. Und schon sitzen wir auf den Stufen der Gemeindebühne, haben meinen Kinderwochen-Vorbereitungs-Ordner auf dem Schoß und ich erkläre ihm, wie ich es schaffe, jeden Tag eine neue Geschichte frei zu erzählen.

Dieses Erlebnis in der Art habe ich nahezu bei jedem Event, wo ich die biblische Geschichte erzähle. Mal ist es ein interessierter Junge, mal ein Mitarbeiter, mal ein kleines Mädchen mit großen Kulleraugen oder ein Teenie.

Du möchtest wissen, wie du eine Geschichte erzählen kannst,

  • ohne am Blatt zu kleben,
  • ohne in der Zeile zu verrutschen und nicht mehr zu wissen, wo du gerade bist,
  • ohne stundenlang auswendig zu lernen?

Dann ist die Mindmap-Erzählung vielleicht genau das Richtige für dich.

Die Vorbereitung zur Mindmap-Erzählung

Du wirst nicht drum herumkommen, dich mit der Geschichte auseinander zu setzen. Denn egal, ob du danach noch mit den Kids ins Gespräch kommst oder nicht, du selbst musst wissen:

  • was ist cool an der Geschichte
  • was möchte ich den Kids sagen – denke dabei immer daran nur einen Zielgedanken zu haben
  • wie ticken die Menschen in dieser Geschichte, was für Charaktere haben sie

Damit du dafür nicht ewig Zeit investierst, empfehle ich dir – falls du es noch nicht hast – das E-Paper: „Keine Zeit um den Kindergottesdienst vorzubereiten“ (KLICK) von mir. Dort erkläre ich dir kurz und bildhaft, was du tun musst, um ein Thema oder eine biblische Geschichte zu verinnerlichen.

Die Grundregel
für das Erzählen einer biblischen Geschichte

Und hier spreche ich besonders zu den Menschen, die schon immer in die Gemeinde gehen und denken, dass sie die Geschichten eh alle schon kennen. Lies die Geschichte in der Bibel. Genau! Schlag sie auf und lies sie wirklich, um noch mal zu kontrollieren, ob du sie wirklich kennst. Manchmal passieren da ganz verblüffende Sachen, z.B. man entdeckt, dass Daniel ein alter Mann war, als er in der Löwengrube war oder man stellt fest, dass die drei Weisen ja überhaupt nicht am Stall waren an der Krippe, obwohl sie jeder heutzutage zur Weihnachtskrippen-Szenerie dazustellt.

Das Erstellen der Mindmap-Erzählung

Ein Mindmap sieht meistens aus wie eine Sonne. Das ist für das biblische Geschichte erzählen sehr praktisch nutzbar, denn so kannst du als Mittelpunkt gleich festlegen, was der Zielgedanke, oder sogar nur das Zielwort der Geschichte ist. Denn um dieses Wort soll sich die gesamte Geschichte kreisen.

1. Überlege dir den Mittelpunkt der Mindmap-Erzählung

Also, bevor du loslegst und die Geschichte in Szenen teilst und so die Strahlen mit der Geschichte füllst, habe deinen Zielgedanken klar vor Augen. Beim Geschichte erzählen, geht es nie darum nur eine Geschichte zu erzählen, sondern jede Geschichte hat eine Aussage. Genieße das. Du wirst merken, wie viel wertvoller eine Geschichte wird, wenn du genau weißt, warum du die Geschichte erzählst, was du weitergeben möchtest. Du kannst dadurch so viel gewinnen, wenn du schon in der Geschichte rüberbringen kannst, was Ziel des gesamten Kindergottesdienstes ist. Und übrigens – genau so musst du nicht die Predigt oder Andacht danach starten, denn du kannst den Zielgedanken schon in die Geschichte einbauen. Eine Predigt gehört in keinen Kindergottesdienst.

2. Zerlege die Geschichte in Szenen

Du hast die Bibel vor dir? Super! Und nun gibt es erst einmal nichts weiter zu tun, als zu schauen, welche Szenen in der Geschichte vorkommen.

Hier ist eine Mindmap-Erzählung von mir.

MIndMap_Erzaehlung

Du siehst in der Mitte mein Zielwort in gelb.
In orange siehst du meinen erweiterten Zielgedanken. So habe ich das immer vor Augen und weiß, ich möchte das Wort Frieden so oft es geht benutzen.
Desweiteren möchte ich in der Erzählung meinen Zielgedanken „Verzichten, um des Friedens willen“ mindestens drei Mal in der Geschichte nutzen.
Die Geschichte kann natürlich auch einen ganz anderen Zielgedanken für dich haben. Du musst ihn nur wissen.

Das Coole an Mindmaps ist, sie zwingen dich dazu, dir die wichtigsten Schlagworte zu überlegen.

Ein Mindmap hat keine ganzen Sätze, sondern es liegt an dir, dir DAS Wort zu überlegen, um zu wissen, was du dazu sagen möchtest. Und wenn du dieses eine Wort siehst, kommt dir automatisch der Inhalt dessen, was du erzählen möchtest.
Vertrau darauf, dass das funktioniert.
Vielleicht kennst du das, jemand sagt ein Wort und dir fällt prompt eine Geschichte dazu ein. Bei meiner Mutter ist das so. Ich erzähle ihr etwas und auf einmal sagt sie: „Ach kennste schon den Witz…?“ Ein Wort – ein ganzer Witz kommt ihr ins Hirn. Und genau so funktioniert Mindmap. Ein Wort – und dir fällt die Szene oder der Inhalt ein, den du den Kids erzählen möchtest.

Ich habe es mir irgendwann angewöhnt oben rechts bei der Mindmap-Erzählung zu starten und dann gegen den Uhrzeigersinn Szene für Szene weiterzugehen und ich ende dann unten rechts. Das ist ganz allein deine Sache, wie du das machst. Du brauchst dafür auch kein Computerprogramm, so wie ich es hier nutze, sondern es reichen Zettel und Stift.

Vielleicht hast du es schon erkannt, es handelt sich bei der Geschichte um „Abraham und Lot“, bzw. um die Hirten, die sich um das Wasser streiten und dass sich dann Abraham und Lot (um des lieben Friedens willen) trennen.

Ich habe die Geschichte in 4 Szenen eingeteilt.

Mindmap-Erzählung – Nimm die Kinder in die Geschichte hinein

Bevor ich direkt in die Geschichte einsteige, überlege ich mir einen Einstieg, um die Kids abzuholen. Ich möchte ihr Gehirn aktivieren. Ich möchte, dass sie sich in die Situation hineinversetzen können. Hier ist das unter dem Strahl „Verwandtschaft“. Du siehst – ein Wort und ich weiß, was kommt. Ich frage die Kids: „Wenn jemand sagt, du bist mein Neffe, wer sagt das?“ Wenn du mit einer Frage einsteigst, dann achte darauf, dass es eine Frage ist, die auch zum Denken herausfordert. Die älteren Kinds sollten schon ein bisschen überlegen müssen, sonst schalten sie sofort ab, weil es Kindergartenkram ist.

Es ist auch nicht wichtig, dass du ihnen sagst, welche Geschichte du erzählst. Die Checker, die die Geschichten kennen, werden schon früh genug drauf kommen, bzw. je später, desto cooler ist es doch. Es macht so Spaß Geschichten zu erzählen, und die alt eingesessenen Pappenheimer kommen erst drauf, welche Geschichte es ist, wenn sie schon fast vorbei ist.

Ebenso ist in der 1. Szene mein Anliegen, den Kids zu verdeutlichen, was es damals hieß, reich zu sein. Um ihnen das klar zu machen, frage ich sie erst einmal was es so für Tiere gibt, auf dem Bauernhof. Sprich ich interagiere. Das funktioniert in fast allen Geschichten, dass du so mit den Kids ins Gespräch kommst.

  • Zachäus – Was ist ein Maulbeerbaum? Wo habt ihr die besten Kletterbäume?
  • Maria und Martha – Wer räumt von euch gerne auf? Wer kann kochen und was habt ihr schon gekocht?
  • Paulus Missionsreise – Wer hat schon einmal eine Schlage angefasst? Wer war schon im Krankenhaus?

Mindmap-Erzählung – die Dramatik

Drama_Emotion_imKindergottesdienstNun geht sie los die Geschichte. Hier ist es der Streit. In jeder Geschichte gibt es eine Dramatik. Und die musst du finden. Was ist der Konflikt? Es gibt keine Geschichte ohne Konflikt und den genieße, lebe ihn, damit jeder versteht, worum es geht. Hier ist bei mir das Schlagwort „Streit“. Mach die Augen zu und stelle dir einen Streit vor. So und nun packe diesen Streit auf die Hirten und dann erzähle oder spiele ihn, diesen Streit.

  • Maria und Josef – das Kind kommt oder sie finden keinen Ort zum Schlafen (Drama)
  • Josef und seine Träume – die neidischen Brüder (Drama)
  • Alle Wunder – was für ein Drama und am Ende, was für eine Freude

HautAb_MindMapErzaehlungAlso – suche das Drama und die Emotionen. Überlege dir die Emotionen aus einer heutigen Geschichte, die du erlebt hast und dann packe sie in deine Erzählung.
Ich steigere in dieser Geschichte übrigens das Drama, in dem ich die Kids in 2 Gruppen teile – die Lot-Hirten und die Abraham-Hirten. Dann lasse ich sie immer wieder rufen:
„Haut ab!“ und die anderen rufen zurück
„Haut ihr doch ab.“ Weiter geht’s mit:
„Pöh!“ und „Selber pöh!“
Merkst du es? Ich nutze die Worte, die ich verwenden würde, wenn ich streite. Oder eher, wenn Kinder streiten.

Mindmap-Erzählung – Wissensvermittlung

Überlege dir genau, welche Infos zum Verständnis der Geschichte notwendig sind. Heutzutage ist es nicht mehr so, dass die Älteren bestimmen dürfen. Damals war das so, also erkläre ich das. Diese Informationen sind das Salz der Geschichte. Zuviel davon, würde die Geschichte ungenießbar machen. Wenn du zu viel Infos in deine Geschichte packst, wird es langweilig.

Übe dich darin die Dialoge in der persönlichen Rede zu erzählen. Wenn du beim Erzählen leicht den Kopf hin und her drehst, je nachdem, wer spricht, geht das hervorragend. Wie das genau geht, kannst du in diesem Artikel lesen und dir auch ein entsprechendes Video von mir anschauen: KLICK HIER.

Schau selbst, wie viele Szenen es in der Geschichte gibt. Wenn eine Person an verschiedenen Orten ist, hast du schon die verschiedenen Szenen. Vielleicht beginnt auch eine neue Szene, wenn die Zeit sich ändert (es wurde Nacht) oder wenn eine Person dazukommt.

Die Schluss-Szene der Mindmap-Erzählung

Wann geht in einem Theater der Vorhang zu? Wenn das Drama gelöst ist. Wann ist ein Roman zu Ende? Wenn sich die beiden endlich in den Armen halten. Wann fängt ein neues Kapitel in der Bibel an? Wenn das Gleichnis zu Ende ist.

Warum ist das bei dir nicht so.

Wir wundern uns so oft, warum die Kids unruhig sind, nicht mehr zuhören oder hin und her hampeln. Der Grund ist: Die Geschichte ist zu Ende.

Kids interessiert keine Predigt oder eine Warum-Erklärung die nach dem Ende der Story kommt. Wenn Bartimäus jubelnd ruft: „Ich kann wieder sehen.“, dann ist die Geschichte zu Ende. Das bedeutet, dass ein neuer Programm-Punkt kommen  muss: ein Lied, ein Spiel, ein Ortswechsel zum Reden. Egal was. Aber die Geschichte ist zu Ende. Was du bist dahin nicht gesagt hast, strahlt nicht mehr. Gehört nicht zu deiner Mindmap-Sonne dazu.

Abraham und Lot entschieden sich, sich zu trennen – sie umarmen sich fett, sagen ok und dann ist die Geschichte zu Ende.

  • davor hat Lot sich vergewissert, ob er wirklich entscheiden darf
  • davor hat Abraham betont, dass er um des lieben Friedens willen, verzichtet zu entscheiden
  • davor hat man erlebt, dass die Hirten nicht friedvoll waren
  • davor habe ich eine Geschichte von mir erzählt, dass ich nicht auf alles verzichten muss, aber zum Beispiel auch teilen kann

Um Geschichten zu erzählen, musst du nicht auswendig lernen. Aber du musst wissen, worum es in der Geschichte geht und die Szenen vor Augen haben. Du musst wissen, welche Gefühle in welche Szene gehören. Und… du musst wissen, wie deine Geschichte endet. Und das, ist das einzige, was ich ab und zu auswendig lerne. Den krönenden Abschlusssatz.

Ich persönlich liebe es, das Mindmap mit Bildchen und Symbolen zu vervollkommnen.

  • Fragezeichen: Komme mit den Kids ins Gespräch
  • Glühbirne: Zielgedanke einbauen
  • Herz: Emotionen und vieles mehr…

Traust du dich eine Mindmap-Erzählung zu starten? Berichte davon in einem Kommentar.

Hier gibt es einen Freedownload (KLICK) für ein Mindmap-Programm.

Hast du sonst noch Tricks auf Lager, um die biblische Geschichte den Kids nahe zu bringen? Dann erzähl uns davon. Ich würde mich sehr darüber freuen.

Die Ostergeschichte im Kindergottesdienst

Die Ostergeschichte im Kindergottesdienst

„Wir lassen das mit dem Kreuz und dem Sterben im Kindergottesdienst immer weg.“

Ich war auf einer Schulung und da ist mir dieser Satz, als es um die Kindergottesdienst-Vorbereitung für Ostern ging, hängengeblieben.

Was denkst du dazu? Ich gebe zu, als ich den Satz gehört habe, war ich kurzzeitig sprachlos. Wie weglassen… das ist doch das, worum es geht in unserem Christsein! Ich kann ja viel weglassen, aber die Sache mit dem Kreuz?

Blut Kreuzigung OstergeschichteWie sieht es bei dir aus? Lässt du das mit dem grausamen Tod von Jesus auch am liebsten weg, weil es so brutal ist? Oder kommt es immerhin in einem Nebensatz „Dann haben die Menschen Jesus an ein Kreuz gehängt, doch nach drei Tagen – jippieh – da ist er wieder auferstanden. Und nun können wir feiern.“ Und schwupps bist du im Gespräch mit den Kids, wie man so feiern kann und wie die Kids zu Hause Ostern feiern. Doch verstehen die Kids wirklich, was Ostern bedeutet?

Es gibt auch genau das Gegenteil. Gemeinden, Kindergottesdienst-Mitarbeiter, die von Jesus erzählen und die Sünde, die er am Kreuz für dich und dich und dich (spürst du den Zeigefinger auf dich gerichtet) auf sich genommen hat und gestorben ist und gelitten hat, für alles was du und du und du getan hast. Du schlechter, böser Mensch. Doch verstehen hier die Kids, was Ostern wirklich bedeutet?

Die Ostergeschichte ist in meinen Augen eine der herausforderndsten Geschichten im Kindergottesdienst. Du kannst einerseits das, was Jesus für uns getan hat, klein machen. Andererseits kann es passieren, dass du durch die Art, wie du die Ostergeschichte erzählst, den Kindern nur Angst machst.

Wie du beim Erzählen der Ostergeschichte keine Fehler machst.

1. Denke in gleichberechtigten Szenen.

Hast du schon einmal einen Ostergarten gesehen? Das Prinzip ist, dass du alle Stationen die mit Ostern zu tun haben in einem Bild szenisch darstellst. Das kann ganz unterschiedlich aussehen. Die Martin Luther Schule in Zwickau hat da was Tolles gebaut. Schau mal hier! Auch die katholische Pfarrei St. Wehr war kreativ. Das kannst du dir hier anschauen.

In solchen Ostergärten wird jede Szene der Ostergeschichte gleichberechtigt behandelt. Jede Szene hat ihren Platz

  • der Einzug in JerusalemOstern_Weg
  • das Abendmahl
  • im Garten Gethsemane
  • Jesus vor Pilatus
  • der Gang nach Golgatha
  • die Kreuzigung
  • das Grab, der Grabstein
  • das leere Grab mit dem Engel oder Maria

Frage dich also, ob du die Kreuzigungsszene gleichberechtigt behandelst – an Zeit beim Erzählen, im Gespräch mit den Kindern, in der kreativen Vertiefung.

Natürlich kannst du mit den Kids auch einen Ostergarten basteln, so hast du wunderbar einen roten Faden durch die Geschichten um Ostern. Es kann dir eine Hilfe sein, jede Szene zu thematisieren und nicht über für dich schwierige Szene „rüberzuhuschen“.

2. Erkläre, was passiert ist.

Wenn du die Ostergeschichte nicht kennen würdest, würdest du wissen, was eine Kreuzigung ist? Könntest du mit dem Satz „Jesus ist gekreuzigt worden.“ etwas anfangen? Ich glaube nicht.
Vielleicht fühlt sich die Kreuzigungsgeschichte ein wenig an wie ein Aufklärungsgespräch mit deinem Sohn. Auch das ist etwas, wovor sich viele Eltern drücken. Und ja, das ist nicht einfach, aber notwendig und sinnvoll.

Ostern, Ostergeschichte, Kreuzigung im Kindergottesdienst erzählenJa, die Kreuzigung zu erzählen, braucht Übung. Und ich empfehle dir, wenn du diese Geschichte erzählen möchtest, dir Zeit zu nehmen und aufzuschreiben, was du erzählst. Und dann schau selbst, welche Worte verstehen die Kids, die vor dir sitzen. Erkläre dabei nicht Fremdwörter mit Fremdwörtern. Wenn du dir nicht sicher bist, dann gib jemand anderen den Text zum Lesen.

 

Hier eine Liste von Wörtern, die in der Ostergeschichte nichts zu suchen haben oder erklärt werden müssen.
Als Übung für dich kannst du genau diese Worte in 1-2 Sätzen kindgerecht erklären.

  • Kreuzigung
  • Sünde
  • für dich gestorben
  • Schwamm mit Essig
  • erlöse dich selbst
  • die Gräber taten sich auf
  • der Vorhang zerriss (erkläre diesen Hammer-Vorhang)
  • hinabgestiegen in das Reich der Toten
  • Auferstehung

3. Erzähle neutral.

Diese Geschichte hat keinen Platz zum Aufbauschen. Es ist eine dramatische Geschichte.

Vertraue darauf, dass sie einfach für sich stehen kann.

Ostergeschichte KreuzigungWenn du zum Beispiel erklärst, was eine Kreuzigung ist, lasse Attribute weg.  Furchtbare Hinrichtung, qualvoller Tod muss nicht sein. Es reicht für Kinder auch nur das Wort Tod oder Sterben. Wenn du ihnen erklärst, wie eine Kreuzigung passiert, wie Nägel durch die Hände geschlagen werden, erzähle es neutral. Kinder verstehen auch ohne deine Dramatik die Dramatik und fühlen den Schmerz.

4. Gib Raum für Fragen.

Kreuz2Hab keine Angst vor den Fragen der Kids. Es geschieht selten, dass die Kids wirklich Fragen zu der Geschichte stellen dürfen.

Wie ist es bei dir? Presst du die Geschichte in einen Zielgedanken, den du steuerst? Lass los. Gerade bei den älteren Kids, die die Geschichte schon 1000 Mal gehört haben. Fordere sie heraus Fragen zu stellen. Vielleicht lässt du sie auch anonym auf Zettel Fragen stellen. Gerade bei dieser Geschichte wünsche ich dir, dass du dem heiligen Geist vertraust. Du musst nicht in irgendeine Richtung pushen. Lass den Kids ihr Tempo.

5. Lies aus der Bibel.

Kinderbibel

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Wenn du dir das Erzählen der Geschichte nicht zutraust, dann lies die Geschichte aus der Bibel vor. Leider haben wir das Geschichten vorlesen schon fast verlernt. Du kannst dazu übrigens eine Kinderbibel nehmen. Besonders schön finde ich die Kinderbibel von Sarah Young. „Ich bin bei dir“. Die Ostergeschichte, wie sie dort beschrieben ist, lässt auch noch 8-Jährige zuhören. Lies langsam. Lass die Worte wirken. Lass Gottes Geschichte wirken.

Denn das, was Jesus für dich tat, wird die Kinder auch berühren, so wie es dich berührt hat. Darauf darfst du vertrauen. Und dann darfst du laut rufen:

„Der Herr ist auferstanden!“

Und die Kids schreien zurück:

„Er ist wahrhaftig auferstanden!“ und ich hoffe, du hast erklärt, was „wahrhaftig“ und was „auferstanden“ bedeutet, denn nur so können sie es wirklich verstehen.

Gott segne dich dabei.

Bibellesen im Kindergottesdienst – einen Versuch wert?

Bibellesen im Kindergottesdienst – einen Versuch wert?

Stopp! Klick nicht weiter.

Auch wenn du denkst: „Ach nö, den Artikel lese ich nicht, ist bestimmt langweilig!“ Du bist ein Kindergottesdienst-Mitarbeiter und Kindergottesdienst hat etwas mit der Bibel zu tun, vielleicht nimmst du dir die 10 Minuten und gibst der Bibel eine Chance.

Stopp – so kann ich das ja nun auch wieder nicht sagen, dass du der Bibel keine Chance gibst. Schließlich vermittelst du den Kids ja jeden Sonntag biblische Geschichten.

  • Super kreativ bastelt ihr zu Themen aus der Bibel.
  • Ihr habt euch immer ein tolles Anspiel überlegt, damit den Kids auch nicht langweilig wird.
  • Alle Bausteine haben etwas mit dem Zielgedanken zu tun.
  • Euer Musikteam sucht die Lieder genau zur biblischen Geschichte heraus.
  • Ihr habt Leitfragen, um ein gutes Gespräch mit den Kids zu führen.

Also bitte, du gibst der Bibel sehr wohl eine Chance. Ja, das tust du. Doch warum müssen deine Vorbereitungen dazwischen geschaltet sein? Warum ist alles so vorgeplant, vorgegeben?

  • Gibst du der Bibel eine Chance?
  • Gibst du Gott die Chance, dass er direkt durch das Wort auch zu den Kids spricht, indem sie darin lesen?
  • Wird dir ein wenig mulmig bei dem Gedanken?

Bevor ich mit dir loslegen möchte, wie du mit den Kids Bibellesen kannst, 3 Fragen an dich:

Frage 1: Glaubst du, dass Gott direkt durch die Bibel spricht?

Ich meine damit, dass du daran glaubst, dass wenn jemand die Bibel liest, derjenige Aha-Effekte hat, Antworten bekommt für sein persönliches Leben.

Frage 2: Liest du selbst die Bibel?

Das muss nicht täglich sein. Aber gibt es Zeiten, wo du dir die Bibel nimmst und liest. Für dich persönlich, nicht um den Kindergottesdienst vorzubereiten. Das kann auch zu zweit oder in einer Gruppe sein.

Frage 3: Hast du selbst die Erfahrung gemacht, dass Gott zu dir durch das Bibellesen gesprochen hat?

Wenn nicht, dann lies jetzt auf jeden Fall weiter, damit du anfängst diese Erfahrung zu machen. Ich bin der festen Überzeugung und habe es schon so oft erlebt, wie klar Gott zu mir durch das Bibellesen spricht. Dieser Gedanke „Kenn‘ ich schon. Ich weiß, was der Text sagen möchte.“ Ist einfach nicht wahr. Gott ist ein lebendiger Gott und redet total individuell durch die Bibel. Das Coole ist, dass er immer wieder anders durch Texte zu dir sprechen kann.

Doch eins ist Tatsache, nur wo ich selbst von begeistert bin, kann ich auch Begeisterung rüberbringen.

Das ist beim Bewegungslieder singen, Theater spielen, Vertiefungsspiele spielen so und gilt genau so auch für das Bibellesen (mit Kindern).

Bibellesen mit Kids in der Kinderkirche: die Grundvoraussetzungen

  1. Voraussetzung
    Die Kinder müssen lesen können. Auch wenn das bei einigen noch stuckerig ist, aber wenn wir mit den Kids zusammen die Bibellesen wollen, dann sollen sie auch lesen.
  2. Voraussetzung
    Jedes Kind, mindestens jedes 2. Kind sollte eine Bibel haben. Und zwar nicht zu Hause sondern jetzt im Kindergottesdienst – vor der Nase.
  3. Voraussetzung
    Die Bibeln sollten die gleiche Ausgabe sein und es sollte eine einfache Übertragung sein (aber die Bibel). Ich empfehle „Die Gute Nachricht“, „BasisBibel“, „Neues Leben Bibel“ oder „Hoffnung für alle“.

Bibellesen mit KindernWas natürlich toll ist, wenn jedes Kind seine eigene Bibel hat. So kann es auch drin rumkritzeln, Ecken reinmachen und sie wirklich benutzen. Behandelt das Buch nicht zu „heilig“. Sie sollen es doch lieben lernen. Und was man liebt das drückt man.

 

Merken

Warum Bibellesen mit Kids funktioniert

Die große Angst ist ja, dass die Kids das Bibellesen langweilig finden und natürlich, wenn es zwanghaft wird oder die Kids zu früh damit anfangen müssen, ist es das auch.

  1. Kids lieben es Sachen zu entdecken und genau darum geht es. Wir gehen auf riesige Entdecker-Tour. Produktempfehlung Feb_BibelgriffregisterUnd wieder die Frage an dich – glaubst du daran, dass du etwas beim Bibellesen entdecken kannst?
    Und entdecken gilt nur, wenn es etwas Neues ist. Du kannst nicht schon vorher wissen, was entdeckt wird. Auch du als Kindergottesdienst-Mitarbeiter nicht. Du weißt nicht, was der Schatz sein wird.
    Und das musst du als Mitarbeiter aushalten.
    Kein Zielgedanke, kein roter Faden vom Inhalt, wo du die Kids dran langführen kannst, sondern einfach nur das Vertrauen und Wissen, dass beim Bibellesen ein Schatz am Ende herauskommt.
    Das ist doch voll spannend!!!
  2. Kids lieben es selbst „drauf zu kommen“. Und das können sie nicht, wenn wir ihnen die Geschichten „nur“ vorspielen und ihnen die vorgekauten Zielgedanken servieren. Wichtig ist deswegen auch, dass du bei dem, was die Kids entdecken „ja“ sagst. Ihr geht zwar zusammen auf Entdecker-Tour, auf Schatzsuche, aber eure Schätze können grundverschieden sein. Deswegen: „Sag ja zu den Schätzen die die Kids heben.“
  3. Kids erleben gern etwas zusammen. Und genau das ist gemeinsames Bibellesen. Das schweißt zusammen und das macht Lust auf mehr. Das ist wie beim Fußball spielen. Wenn es dir einmal Spaß gemacht hat mit einer Truppe, dann möchtest du das wieder und zwar mit genau den gleichen. Wäre das nicht klasse, wenn dieses Zusammengehörigkeitsgefühl entsteht und sich immer mehr vertieft?

Doch keine Sorge, ich mach nicht nur schöne Worte – nun – babämm – gebe ich dir natürlich ein Werkzeug zum Bibellesen mit Kindern an die Hand.

Eine Methode zum Bibellesen mit Kids der Bibellese-Handschuh

BIbellesen mit Kindern BibellesehandschuhCool sieht er schon mal aus der Handschuh, oder? Bevor du denkst, wo soll ich den denn herbekommen. Hier gibt es eine Strickanleitung als pdf zum Downloaden. Die Kündigs – zu ihrer Website geht es hier – vom Bibellesebund Schweiz haben diese Methode nämlich erfunden. Und natürlich kann man auch ohne Handschuh diese Methode anwenden. Also bleib‘ dran!

Schritt 1 – Betet.

Du möchtest, dass die Bibel zu euch spricht? Dann betet vorher. Das soll kein ausschweifendes Gebet sein. Danke Gott, dass er da ist, dass er sein Wort geschenkt hat und dass ihr gespannt seid, was Er euch und jedem einzelnen zeigen möchte. Bitte für Offenheit und signalisiere die Freude auf die Abenteuerreise.

Schritt 2 – Lest.

Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Auf jeden Fall sollte jeder zuerst die Bibelstelle aufschlagen und erst wenn alle den Bibeltext vor sich liegen haben, wird gelesen. So ist gewährleistet, dass jedes Kind beim Lesen den Text mit verfolgen kann.

  1. Da ihr die gleichen Bibelübersetzungen habt, bietet es sich an reihum je einen Vers zu lesen. Der Text den ihr lest sollte nicht zu lang sein.
  2. Eine weitere Möglichkeit ist, dass ein Kind den gesamten Text vorliest. Wenn du nicht weißt, wie die Kids lesen, frage, welches Kind starten möchte. So hast du die Möglichkeit – falls es ihm zu schwer fällt – zu fragen, wer weiter lesen möchte, ohne das Kind bloß zu stellen, weil es nicht bis zum Ende liest.
  3. Die dritte Möglichkeit ist, dass du den Text (langsam) vorliest. Lies so, dass die Kids hinterherkommen.
  4. Hier noch ein paar kreative Ideen zum Bibellesen:
    • Lest Zeile für Zeile.
    • Lest abwechselnd Jungs und Mädchen.
    • Du liest und wenn du aufhörst, müssen die Kids das nächste Wort lesen.
    • Du sagst wer in einer Gruppe weiterlesen darf – alle Kids die Jeans anhaben, alle mit Brille, alle die im Winter Geburtstag haben, alle über 10 Jahre, alle die in einen Sportverein gehen und so weiter.
    • Besonders gut geeignet für Lese-Einsteiger ist auch, wenn du liest und längere Worte (ab 2 Silben) nur den Anfang des Wortes liest und die Kids können das Wort vervollständigen.
  5. Wenn der Text nicht zu lang ist, kannst auch du ein erstes Mal lesen und danach lesen die Kids noch einmal laut.
  6. Auf jeden Fall solltest du nach dem lauten Lesen die Möglichkeit zum stillen nochmaligen Lesen geben, da die Kids sich beim ersten Mal lesen so sehr auf das Lesen konzentrieren müssen, dass sie den Inhalt noch gar nicht erfasst haben.

Schritt 3 – Die Bibellese-Handschuh-Methode

  • Du als Mitarbeiter ziehst den Handschuh an. So kannst du das Gespräch leiten und immer wieder zeigen, wo ihr im Gespräch gerade seid.
  • Solltest du keinen Handschuh haben kannst du auch eine Hand aus Pappe ausschneiden und entsprechend bekleben.
  • Vielleicht hast du die entsprechenden Symbole zusätzlich ausgeschnitten und legst sie entsprechend immer auf den Finger.
  • Ebenso könnt ihr auch am Anfang jedes Kind seine Hand auf ein Papier malen lassen (einfach die Hand auf ein Papier legen und mit einem Stift drum herum malen) und beim gespräch kann jedes Kind selbst die Hand beschriften.

Und dann geht es los:

  1. Der DaumenBibellesen mit Kindern BIbellesehandschuh
    Der Daumen steht für „super“. Er steht für das, was am Wichtigsten ist und das ist in der Bibel Gott. Um ihn geht es. Gott ist der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. In der Strickvariante ist er dreigeteilt. Das bedeutet, als erstes schauen wir, ob wir etwas über Gott als Vater, Jesus oder den Heiligen Geist finden. Denk dran, offene Fragen zu stellen. „Finden wir etwas über Gott?“ Können die Kids nur mit ja oder nein beantworten. Eine offene Frage wäre: „Was findet ihr über Gott?“ oder „Wie wird Jesus in dieser Geschichte dargestellt?“
  2. Der ZeigefingerBibellesen mit Kindern BIbellesehandschuh
    Er sagt uns „Achtung, Achtung“. Wenn wir zu jemanden sagen „Pass auf!“, dann ist immer ein Mensch gemeint. Und genau darum geht es beim Zeigefinger. Welche Menschen kommen vor und wie sind diese Menschen? Welche Eigenschaften haben sie? In der Strickvariante ist er hautfarbend, denn es geht um die Menschen.
  3. Der MittelfingerBibellesen mit Kindern BIbellesehandschuh
    Er ist der Größte unter den Fingern und oft ist es so, dass der Größte auch Befehlen darf. Er ist blau, denn blau ist die Königsfarbe. Gibt es eine Aufforderung in dem Text? Etwas, was wir tun sollen oder nicht tun sollen?
  4. Der RingfingerBibellesen_mit_Kindern8
    Dieser Finger ist grün, wie die Hoffnung. Der Ringfinger heißt nicht umsonst Ringfinger. Durch ihn wird ein Versprechen signalisiert. Gibt es etwas, was Gott uns in diesem Text verspricht? Gibt es etwas, was uns Hoffnung geben kann?
  5. Der kleine FingerBibellesen mit Kindern BIbellesehandschuh
    Der Kleinste kommt immer ran. Auf ihn muss man besonders aufpassen. Deswegen ist er auch rot. Gibt es etwas worauf wir aufpassen müssen, bei dem was wir tun, was wir sagen?

Die Handfläche
Bibellesen mit Kindern BIbellesehandschuhHast du einen Schatz gefunden? Dann leg ihn in deine Hand und umschließe ihn mit allen Fingern und mache eine Faust. In deine Handfläche kommt dein Goldschatz. Das, was jedem von uns wichtig geworden ist. Der Goldschatz ist vergleichbar mit dem Hosentaschensatz. Solltest du den Artikel dazu noch nicht gelesen haben, dann kannst du das hier (KLICK) nachholen. Der Schatz, den wir mitnehmen, kann für jeden unterschiedlich sein. Denn so ist Gott. Er hält für jeden von uns das bereit, was jeder persönlich braucht.

Schritt 4 – Betet.

Dankt Gott noch einmal gemeinsam, für den Schatz. Vielleicht sind es ja sogar Schätze. Gib den Kids die Möglichkeit selber zu beten. Achte bei deinem Beten darauf in kindgerechter Sprache und einfach zu beten. Wir können mit Gott ganz normal reden. Achte selbst einmal darauf, ob du deine Alltagssprache benutzt und auch deine Alltagsstimme und Sprachgeschwindigkeit. Manche Menschen reden auf einmal wie in Trance, eine halbe Oktave höher oder tiefer.

Schritt 5 – Handelt.

Wird oft vergessen, aber genau das ist der Grund, warum wir Bibellesen, damit sich unser Handeln danach verändern. Achtung, das ist kein anstrengendes ToDo. Sondern noch einmal, wir haben einen Schatz gefunden und der wird nun gehoben und benutzt. Wäre ja blöd, wenn wir ihn wie einen Pokal nur in einer Vitrine in die Ecke stellen.

Habt Spaß mit euren Schätzen. Schätze sind nicht anstrengend sondern machen Freude, sonst sind es keine echten Schätze.

 

Warum Handpuppen im Kindergottesdienst die Kinder vergraulen

Warum Handpuppen im Kindergottesdienst die Kinder vergraulen

Handpuppe_Kindergottesdienst_troesten„Puh, war das heute wieder süß, als Finn geweint hat und dann Pauli kam und ihn getröstet hat.“

Was denkst du, wenn Finn und Pauli Handpuppen sind und jemand diese Aussage macht: Oh, war das süß!“ Wieviele Kinder aus dem Kindergottesdienst hat das Puppenstück angesprochen?

Richtig, auf keinen Fall alle Kids. Und das ist ok so. Doch das solltest du wissen, wenn du Handpuppen im Kindergottesdienst einsetzt.

Handpuppen sind süß, Handpuppen können frech sein, aber Handpuppen sprechen nicht alle Kids an. So wie auch Quiz-Spiele oder Theaterstücke oder Bewegungslieder oder Basteln oder Gespräch nicht alle Kids anspricht. So sind Kinder. So sind wir alle. Und das ist gut so.

Wie du die Kids nicht vergraulst, und du deine Liebe zum Handpuppenspiel ausleben kannst und richtig einsetzt, erfährst du in diesem Artikel.

Welche Kids fahren auf Handpuppen ab

So wie bei alle Sachen sollten wir nie pauschalisieren, aber ganz grob kannst du dir folgende Klassifizierung merken.

Handpuppen für Kinder im Kindergartenalter

Sie sind die absolute Zielgruppe für den Einsatz von Handpuppen.
Handpuppe_KindergottesdienstKindergartenkinder glauben daran, dass die Schnecke Irmi lebt, sie leiden und freuen sich mit der Handpuppe mit.
Da dies so ist, ist die Verantwortung, die wir im Einsatz mit Handpuppen in dieser Altersgruppe haben, umso größer. Ich würde nie eine biblische Geschichte als Handpuppe erzählen, es sei denn als Esel, der im Stall bei Maria und Josef dabei war. Kinder in diesem Alter können es nicht trennen, was Wirklichkeit ist und was nicht. Und der Rabe Rudi kommt nun mal nicht in der Bibel vor.

Handpuppen dürfen einen großen Platz in deinem Kindergottesdienst in dieser Altersgruppe einnehmen.

  • Sie dürfen begrüßen,
  • sie dürfen trösten,
  • sie dürfen den Ablauf der Kinderkirchenstunde moderieren,
  • sie dürfen öfter als einmal vorkommen,
  • sie dürfen die Geschichte vertiefen.

Kinder in diesem Alter brauchen Rituale. Wenn du Handpuppen als Medium magst. Dann kreiere einen dir angenehmen Charakter für eine Handpuppe und setze sie ein. Es ist wichtig, dass diese Handpuppe einen festen Platz hat und die Kids wissen, wann die wilde Hilde kommt. Im Notfall kann sie auch mal krank sein oder im Urlaub, aber die Kids warten darauf, dass sie kommt und das tut, was sie immer tut.

Handpuppen für Kinder in der 1. und 2. Klasse

Handpuppe im FamiliengottesdienstDie meisten Kids in diesem Alter mögen Handpuppen ebenso wie Kindergartenkids. Aber hier solltest du deutlich den zeitlichen Anteil, wie die Handpuppe vorkommt, reduzieren.

Gerade Jungs die schon ein bissl „cooler“ sind, wollen eine Handpuppe nicht mehr begrüßen oder von ihr ausgefragt werden, wie es einem geht oder wie es in der Schule war. Im Alter von 6-8 Jahren kann einem sowas schon peinlich sein. Das solltest du respektieren.

Verlange nicht, dass sich ein Kind mit der Handpuppe unterhält. Dennoch werden auch diese Kids, wenn auch aus der Ferne, sich an den Handpuppen erfreuen.

Handpuppen für Kinder ab 3. Klasse

Fast könnte man sagen, die Mädchen stehen auf Handpuppen und die Jungs nicht, aber das wäre zu einfach.

Meine Beobachtung ist, dass sich die Kids entweder mit einer Handpuppe identifizieren können müssen, oder genug Abstand zur Puppe haben müssen. Das funktioniert wie folgt:

Identifizierung mit der Handpuppe
Handpuppen IdentifizierungEin Kind von 10 Jahren, wird sich nicht mit einer Handpuppe identifizieren die so gespielt wird, als ob sie 3 oder 6 Jahre alt ist. Frage dich, wie alt ist meine Handpuppe, welchen Charakter hat sie, wie ist das Umfeld. Wenn die Handpuppe zum Beispiel 12 Jahre alt ist, was für Hobbies hat sie? Welche App auf dem Handy spielt sie? Wenn deine Handpuppe nicht altersgemäß ist, wird sich kein Kind mit dieser Handpuppe identifizieren. Wie auch.

Genug Abstand zur Handpuppe
Und da sind sie die großen Mädels, die zum Beispiel den kleinen 5-jährigen Finn sooo süß finden. Und etwas süß zu finden, ist in dem Alter auch gut. Eine andere Möglichkeit ist es, dass die Handpuppe Fragen stellt, die sich die Kids in dem Alter nicht mehr trauen zu fragen. Handpuppen dürfen Äußerungen machen, die Kids in dem Alter durch ihre Disziplinierung nie mehr machen würden und das macht schon Spaß. Zum Beispiel Aussagen wie:

  • „Mir schmecken Popel.“
  • „Ich finde Predigten langweilig. Der Pfarrer quatscht da immer so lange.“
  • „Ich habe meiner Mama 5 Euro aus dem Portemonnaie geklaut.“

Handpuppe_Kindergottesdienst_SinePampelGinoHier schauen die Kids ganz genau, was du antworten wirst, denn das projizieren sie dann auch auf sich, wenn sie ähnliches sagen, wie du reagierst. Sie checken dadurch, ob sie zu dir ehrlich sein können oder Angst haben müssen und lieber nichts sagen. Wenn du nicht mit dem erhobenen Zeigefinger auf die Handpuppe reagierst, hast du schon unheimlich viel bei den großen Kids gewonnen und wirst in deinem Coolness-Status bei ihnen steigen.

Oder sie können auch Fragen stellen, die manche Kids gerne fragen würden, aber sich nicht trauen, wie zum Beispiel:

  • „Warum muss ich immer so ungemütliche Sachen anziehen, wenn wir in die Kirche gehen?“
  • „Warum dürfen wir kein Fußball im Kirchenkaffee-Raum spielen?“
  • „Warum lobst du immer nur die Mädchen? Magst du mich nicht mehr so doll, wenn ich herumzappel?“

Was auf jeden Fall funktioniert, ist, dass Kids im Alter ab 9 Jahren gern zuschauen, wenn das Thema durch eine Geschichte mit einer Handpuppe vertieft wird. Ein kurzes Anspiel von 5-8 Minuten, wo eine Handpuppe etwas erlebt (ein Abenteuer, welches zur biblischen Geschichte passt).

Mehr, ist ungeeignet.

Wie kannst du Handpuppen im Kindergottesdienst am besten einsetzen?

Eine Handpuppe ist schon cool. Sie kann vieles, was du als Mitarbeiter nicht so gut kannst. Hier ein paar Anregungen, wie du sie einsetzen kannst.

1. Die Handpuppe erleichtert den Kontakt zu den Kids

Zielgruppe: Kindergartenkinder
Handpuppe_Kindergottesdienst_SchafManche von ihnen kommen schüchtern rein, wenn dann eine kleine Handpuppe „hallo“ sagt, kann das oft das Eis brechen und der kleine Emil guckt schon nicht mehr so ängstlich hinter Mamas Bein hervor. Wichtig dabei ist, dass die Handpuppe nicht so groß ist, der Kopf der Handpuppe muss um einiges kleiner sein, als der Kopf des Kindes, wenn die Handpuppe direkt mit dem Kind spricht. Wenn du zu dicht an das Kind mit der Handpuppe herangehst, verschreckst du es. Das ist kein Spaß. Ich kenne ein Kind, welches beim Anblick von einer Living-Puppet-Menschen-Handpuppe sofort anfängt zu weinen und schreiend wegrennt, da ein Mitarbeiter direkt die Puppe vor sein Gesicht gehalten hat. Bei dieser Größe, lass die Handpuppe auf deinem Schoß sitzen. Ein Abstand von 2-5 Meter (je nach Größe der Handpuppe) ist angemessen.

Wenn ich zu Kinderbibeltagen unterwegs bin, wo Handpuppen vorne auf der Bühne dabei sind, gibt es oft als Highlight am Ende, dass die Kids sich mit einer Handpuppe fotografieren lassen können. Und es ist verblüffend, wie sich die Kids verändern. Manche Kindergartenkinder gehen mutig bis auf 2 Meter ran und auf einmal bleiben sie stehen und sind total verschüchtert. Aus der Ferne sieht manches anders aus ;).

2. Die Handpuppe kann Sachen hinterfragen und Wahrheiten sagen, die sich sonst keiner traut

Handpuppen KinderkircheUnd ganz ehrlich, das ist doch das, was wir als Mitarbeiter wenn unser Herz für die älteren Kids schlägt, lieben. Endlich mal rotzfrech sein dürfen. Endlich mal frei Schnauze reden dürfen. Sagen und tun, was man selbst schon immer wollte. Ja, auch wir als Mitarbeiter müssen manchmal so fromm tun, aber in unserer Seele schlägt auch ein kleines Rebellenherz. Oder? Nutze das. Nutze diese kreative Methode, um das zu sagen und das zu fragen, was die Kids (und dich) wirklich interessiert.

3. Die Handpuppe kann durch eine Alltagsgeschichte das Thema der biblischen Geschichte den Menschen nahebringen

Zielgruppe: alle, jede Veranstaltung

Teens als Kindergottesdienst-Mitarbeiter anleiten durch BeziehungNochmal. Handpuppen spielen nicht die biblische Geschichte. Es sei denn du nutzt die Handpuppen immer wieder wie Kasperletheater oder es kommt zum Beispiel die Schnecke (die sonst nicht genutzt wird) und war im Garten Gethsemane unterwegs und hat folgendes beobachtet. Aber ansonsten hat eine Handpuppe einen eigenen Charakter und hat nichts mit der Bibel zu tun.

In einer Alltagsgeschichte kommt für mich auch nicht die Bibel vor, sondern sie ist ausschließlich da, um zu einem Thema hinzuführen. Zum Beispiel habt ihr als Thema „vor Gott sind alle Menschen gleich“.

Eine Alltagsgeschichte könnte sein, dass eure Handpuppe von einem Kind erzählt, das neu in der Schule ist und eure Handpuppe hat mal das neue Kind ordentlich runtergemacht – weil es nicht gut Deutsch spricht oder die Handpuppe hat beobachtet, wie andere das gemacht haben und hat sich nicht getraut was zu sagen. Das ist ja auch schwer. In der gesamten Geschichte kommt nichts mit „Jesus hat aber gesagt…“ vor. Erst wenn die Geschichte aus ist, kommst du und erzählst die biblische Geschichte. So sind die Zuschauer schon in dem Thema drin und du kannst es gern aufgreifen.

Ich persönlich liebe diesen Einsatz von Handpuppen. Durch diese Geschichten, werden die Kids toll abgeholt und du hast gleich eine Geschichte, in der sich die Kids wieder entdecken.

4. Die Handpuppe kann durch das Programm führen

HAndpuppe ModerationAuch bei den Kindergartenkindern sollte man genau schauen, welche Parts im Kindergottesdienst die Handpuppe übernimmt. Du als Mitarbeiter sollst die Beziehung zu den Kids aufbauen und nicht die Handpuppe. Die Handpuppe ist nur eine kreative Methode, die dich und deine Arbeit unterstützen soll.

Dir fallen noch mehr Einsatzmöglichkeiten für eine Handpuppe ein? Dann schreibe sie unten in einen Kommentar. Ich würde mich freuen.

Können Handpuppen die Kinder im Kindergottesdienst vergraulen? Na klar, wenn du sie nicht altersgemäß und Methoden-entsprechend einsetzt. Wenn du aber darauf achtest, sind Handpuppen ein Klasse Medium für deinen Kindergottesdienst.

Schulung HAndpuppenIhr wollt als Kindergottesdienst-Team eine Handpuppe oder mehrere einsetzen und braucht dafür Unterstützung? Ich komme gerne zu einer Handpuppen-Schulung zu euch. Dort entwickeln wir zusammen einen geeigneten Charakter für euren Kindergottesdienst. Ihr erlernt die Grundlagen des Handpuppenspiels und ich zeige euch Kniffs und Tricks, damit eure Handpuppe zum Leben erwacht. Schreibt mich an.